Würdet ihr für eine Internetbekanntschaft 3 1/2 Stunden Fahrt auf euch nehmen?

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Fernbeziehung: Tipps für die Liebe auf Distanz

Immer wieder sonntags kommt der Abschied… Glaubt man den Statistiken, kennen rund vier Millionen Doppel-Karrieren-Paare das: Sie leben in einer Fernbeziehung oder Wochenendbeziehung. Rund jeder Zweite war zumindest schon mal zeitweise in der Situation: Unter der Woche leben und arbeiten beide an weit entfernten Standorten, das Wochenende gehört dann der Partnerschaft. Doch die Liebe auf Distanz hat so ihre Tücken: Neben dem Warten aufs Wochenende und dem Vermissen des Partners kommen oft noch (unerfüllte) Erwartungen und vertagter Streit dazu. Tipps, wie die Fernbeziehung dennoch gelingen kann und worauf Sie achten sollten, damit die Liebe über eine größere Distanz funktioniert…

Fernbeziehungen sind nicht brüchiger als Nahbeziehungen

Fernbeziehungen gibt es immer öfter. Bei Akademikern führt statistisch sogar jedes vierte Paar – zumindest für einige Jahre – eine Fernbeziehung. Ein Grund dafür sind die gewachsenen Ansprüche: Männer wie Frauen wollen heute beides – eine Karriere UND eine glückliche Beziehung.

Das lässt sich nicht immer mit einem gemeinsamen Standort vereinbaren. Zumal auch die Unternehmen (gerade von Berufseinsteigern) immer mehr Mobilität erwarten. Etwa für einige Zeit ins Ausland zu gehen…

Dabei – und das ist die gute Nachricht – sind Fernbeziehungen keinesfalls brüchiger als diejenigen von Paaren, die sich jeden Tag sehen und zusammen (oder wenigstens in der gleichen Stadt) wohnen. Das hat der US-Psychologe Gregory Guldner von der Purdue Universität einmal untersucht und seine Erkenntnisse in dem Buch http://www.longdistancerelationships.net/" target="_blank">Long Distance Relationship zusammengefasst.

Er verglich dazu Paare, die durchschnittlich 500 Kilometer auseinander lebten, mit Paaren in Nahbeziehungen. Heraus kam:

  • 40 Prozent der Paare trennten sich spätestens nach drei Jahren – allerdings in beiden Gruppen.
  • Das verflixte dritte Jahr war der Scheitelpunkt der Fernbeziehung: Danach zogen die Partner entweder zusammen oder sie trennten sich.

Und es ist ja auch so, dass Fernbeziehungen ebenfalls einige Vorteile haben: Zwischendurch haben beide mehr Zeit für sich, können sich selber besser verwirklichen, die Karriere vorantreiben, und sie genießen mehr Freiheiten – bei gleichzeitiger Treue natürlich.

Damit Fernbeziehungen aber eine Chance haben, überhaupt länger zu bestehen, braucht es ein paar wesentliche Voraussetzungen. Paarforscher nennen hierbei immer wieder:

Vertrauen

  • Zugegeben, das ist eine Binse, denn gegenseitiges Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung. In einer Fernbeziehung aber ist es besonders essenziell, da durch die Distanz schnell Verdacht, Zweifel und Eifersucht entstehen können. Wird daraus dann eine Kontroll-Obsession, Motto: Was machst du? Mit wem? Wo bist du gerade? Warum meldest du dich nicht?, ist das meist der Anfang vom Ende.
  • Fernbeziehungen leben eben auch von den Freiheiten, die sich unter der Woche ergeben. Diese dem anderen zuzugestehen und zu vertrauen, wirkt festigender als lückenlose Überwachung und Eifersucht. Wie heißt es so klug: Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

Kommunikation

  • Wenn die Nähe fehlt, muss man mehr miteinander reden. Denn es fehlen die kleinen nonverbalen Signale und Liebesgesten im Alltag. Um die Vertrautheit zu erhalten und zugleich das Gefühl von Nähe zu schaffen, sollten beide möglichst regelmäßig Kontakt halten – etwa per Videotelefonie, Chats, Textnachrichten und klassischen Telefonaten. Dabei ist es nicht nur wichtig, sich auszusprechen oder (Job)Probleme zu erörtern, sondern auch Gedanken und Gefühle miteinander zu teilen. Da beide werktags in getrennten Lebensräumen und Berufswirklichkeiten agieren, ist die Gefahr groß, sich sprichwörtlich auseinander zu leben.
  • Täglich feste Aussprache-Zeiten sind dagegen ideal, können aber auch einengend wirken (siehe Punkt 1). Deshalb sollten sich beide immer auch auf Ausnahmen zugestehen und Verständnis dafür haben, dass der oder die andere jetzt erst mal müde vom Job ist. Hauptsache, Sie reden insgesamt viel miteinander. Was zum nächsten Punkt führt…

Aussprache

  • Da die Wochenenden vom Wiedersehen geprägt sind, bekommen sie oft auch eine gewisse Bedeutungsschwere. Schlecht, wenn sich bis dahin Frust aus der vergangenen Woche aufgestaut hat. Dann ist auch noch das heilige Wochenende versaut. Daher: Fernbeziehungspaare sollten Probleme sofort aus- und auch besprechen und damit nicht erst bis zum nächsten Treffen warten. Auch diese Offenheit setzt übrigens Vertrauen voraus: Streit ist in jeder Beziehung normal, er darf aber nie die Liebe infrage stellen.

Verhaltenscodex

  • Damit die vielen Wiedersehen auf Dauer funktionieren, sollten sich betroffene Paare an einen eigenen Verhaltenscodex halten. Sicher, die Spontaneität geht so schon mal flöten. Kleine Rituale (am ersten Abend immer gemeinsam essen gehen oder kochen, jeden Tag eine Guten-Morgen-Mail schreiben, etc.), wertschätzende Gesten und Regeln für den Abschied helfen aber, eine Art gemeinsamen Alltag zu schaffen, sodass sich keiner aus diesem ausgegrenzt fühlt. Und sie dienen dazu, die Zwischenzeit zu überbrücken und beugen Missverständnissen vor.

Zeitlimit

  • Eine Fernbeziehung ist in der Regel nur eine Übergangslösung. Die meisten Paare hoffen jedenfalls darauf. Was die Liebe auf Distanz dann erträglicher macht, ist ihr überschaubarer Zeitrahmen. Beide wissen: Die Phase der verschiedenen Lebensmittelpunkte endet wieder, und dann leben wir zusammen. Deshalb sollte von vorne herein klar sein, wie lange beide die Wochenendbeziehung pflegen wollen und können. Immer mit dem Ziel vor Augen, auf eine neue Beziehungsphase hinzuarbeiten.

Quelle: http://www.karrierebibel.de/fernbeziehung



Ich sage es mal so: ich fahre sehr gern spazieren.

3,5 Stunden sind für mich nun nicht unbedingt so weit weg. Daher "ja", wenn ich den Mann gern kennenlernen würde, würde es mir nichts ausmachen, diejenige zu sein, die "anreist".

Wenn es dann passt: fein.

Wenn sich dabei rausstellen sollte, dass doch nichts aus uns wird (manchmal kann man sich im realen Leben dann auf einmal doch nicht "riechen" ;-) ) habe ich eben einen feinen Ausflug gemacht und vielleicht noch irgendwo - nett - was gegessen.

Ja, würde ich. Allerdings könntet ihr euch doch auch in der Mitte treffen. Oder ist das schon die Mitte, die dreieinhalb Stunden? Triff dich aber ausschließlich an einem öffentlichen Ort, man weiß nie, was für Psychopathen durch die Gegend rennen.

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