würdet ihr freiwillig ins Heim gehen, wenn ...?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Ich würde sofort ins Heim gehen 72%
Ich würde die 6 Jahre (bis zur Volljährigkeit noch durchstehen und dann ausziehen) 18%
Ich würde das nicht aushalten und ein Leben beenden 9%

25 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich bin ganz ehrlich, ich weiß nicht, was ich tun würde. Wenn es irgendeinen Ausweg geben würde, bei dem ich nicht allein durch die ganze Sache müsste, würde ich den nehmen. Zum Beispiel wenn ich zu meinen Großeltern, einer Tante oder sonst irgendwelchen Verwandten ziehen könnte oder die Eltern eines guten Freundes mich bei ihnen wohnen ließen. Ich kann nicht entscheiden, ob es schlimmer wäre, meine Familie zu ertragen oder es zu ertragen, ganz allein ohne sie und auch sonst niemanden zu sein. Vielleicht würde ich mich dazu ringen können, in ein Heim zu ziehen, aber nur wenn ich die Unterstützung einer mir nahestehenden Person hätte. Ein Freund? Verwandte? Jemand, den ich anrufen kann, wenn ich nachst ganz allein in der fremden Umgebung bin. Jemand, der mich dort besuchen kommt. Wenn ich so jemanden nicht hätte, würde ich vermutlich zu Hause bleiben und es stillschweigend über mich ergehen lassen. Ich würde mich immer mehr in mich selbst zurückziehen. Und irgendwann wahrscheinlich erkennen, dass ich doch hätte gehen sollen. Dass ich meine Angst hätte besiegen sollen. Weil nach solanger Zeit ohne Kampf wahrscheinlich nicht mehr viel von mir ürbig wäre.

So, ich habe versucht, mein Handeln möglichst realistisch zu schildern. Warum genau möchtest du das wissen? Wenn du sonst noch was fragen möchtest, dann frag.


du kannst ja deine Familie anrufen. Also deine Eltern. Es ist ja nicht so, dass sie dich nicht lieben oder so. Sie lieben dich und wollen das beste für dich nur können sie nicht zusammen mit dir leben und du auch nicht mit ihnen. 

Was spricht gegen ein Gedankenexperiement?

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@heimkid

Ich lass mich gerne auf Gedankenexperimente ein, nur weiß ich, dass ich nie in der Lage sein werde, völlig zu verstehen, was in einer betroffenen Person vorgeht.

Ich werde versuchen, mit meinen Eltern zu reden. Sie lieben mich, das heißt, sie werden mir zuhören. Wenn ich es ihnen erkläre, werden sie verstehen, dass ich nicht bei ihnen bleiben kann. Weil es mich kaputt macht. Meine Eltern wollen, dass es mir gut geht, also werden sie mich unterstützen. Ich ziehe zu einem Verwandten oder Freund. Oder bleibe zumindest immer einige Tage dort, um etwas Abstand von Zuhause zu gewinnen, von meinen Eltern. Öffentlich muss man das gar nicht machen, meine Eltern wissen davon und sind auch der Meinung, dass es das beste für mich ist. Wenn es niemandem gibt, zu dem ich gehen könnte, dann werde ich mich erkundigen, ob und wie ich in ein Heim kommen kann. Meine Eltern werden mit mir Kontakt halten, aber mir die Distanz lassen, die ich brauche.

Ich mache mir Sorgen, wie meine Freunde darauf reagieren werden. Ich schnappe mir die paar, denen ich am meisten vertraue. Und erzähle ihnen alles. Wie es mir geht und warum ich nicht Zuhause bleiben kann. Wahrscheinlich werde ich dabei weinen. Weil ich solange geschwiegen hatte und mir jetzt endlich alles von der Seele reden konnte. Vielleicht werden meine Freunde überfordert mit der Situation sein. Aber sie mussten trotzdem davon erfahren.

Am Ende werde ich dastehen und mich wundern, wie ich das alles überstanden habe. Aber ich werde auch stolz auf mich sein. Weil ich jetzt stärker bin als ich es zuvor war.

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@Wolfnight

tja und der schule musst du es erzählen und da dort niemand eine Schweigepflicht hat, weiß das nachher jeder lehrer und du bist für alle nur noch das arme kleine Kind, das leider ausziehen musste oder du bist einfach in deren Augen ein richtiger Assi weil sie wissen, dass dein Familie voll kaputt ist und im schlimmsten Fall haut ein Lehrer dann noch vor versammelter Klasse raus, dass du ja im Heim bist und dann wissen es alle

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@heimkid

Vielleicht werden meine Klassenkameraden lachen. Oder schlecht über mich und meine Familie denken. Aber nur im ersten Moment. Bis sie verstehen, was ich durchmachen musste. Bis sie verstehen, dass sie ein sorgloses Leben leben neben meinem. Sie werden plötzlich ganz ruhig sein. Vielleicht zum ersten Mal darüber nachdenken, was es heißt, eine Familie zu haben. Sie werden Respekt vor mir haben. Davor, wie stark ich bin. Sie werden Mitleid haben. Ja, manche von ihnen werden es vielleicht doch nicht verstehen. Sich ihre Gedanken über mich und meine Familie machen. Am Anfang werden mich ihre Blicke fertigmachen, das leise Tuscheln, wann immer sie mich sehen. Doch irgendwann werde ich lernen, es einfach zu überhören. Diese Menschen haben keine Ahnung von mir und werden es nie verstehen. Auf ihre Meinung bin ich nicht angewiesen. Irgendwo werde ich immer Menschen haben, die mich für das mögen was ich bin. Die mich mögen, mit meiner Vergangenheit, die mich zu der Person machte, die ich heute bin. Sie sind die einzigen, auf die es ankommt. Wenn sie jetzt noch nicht in meiner Nähe sind, dann werde ich sie irgendwann finden.

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Du lebst auch in einer Traumwelt oder?

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@heimkid

Nein, ich habe selbst schon erlebt, wie verwöhnte Kiddies, die keine Ahnung vom Leben haben, betroffen geschwiegen haben, als jemand seine Geschichte erzählte. Keine dummen Kommentare, kein Gelächter, kein Lästern. Nur nachdenkliches Schweigen. Man sollte Menschen immer eine Chance geben.

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Kann ich dir leider einfach nicht glauben. Ich habe schon so viele Idioten erlebt die über den natürlichen Lauf des Lebens lachen. Außerdem ist mitLEID ein noch viel schwerer zu ertragenes leid.

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@heimkid

Mitleid kann auch etwas Gutes sein. Natürlich nur, wenn es ernst gemeint ist. Bei Heuchlern einfach zurückheucheln.

Zurück zum Gedankenexperiment. Ich würde meinen Freunden sagen, dass das letzte, was ich jetzt will, ist, dauernd über meine beschissene Situation zu reden. Sie sollen nicht plötzlich anders mit mir umgehen. Ich bin immer noch die Gleiche wie zuvor, das würde ich ihnen klar machen. Und dass mir Ablenkungen sehr willkommen wären. Kino, Fahrradfahren, einen gemütlichen Abend bei jemandem zuhause, demnächst wieder schwimmen gehen. Alles wäre mir willkommen, egal, was es ist. Ich muss mir jetzt wohl selbst beweisen, das mein Leben normal weitergehen kann. Ich muss es nur wollen.

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Danke! Deine letzten wWorte waren echt super nett!

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@heimkid

Alles Gute für die Zukunft. Am Ende kommt es nur auf einen selbst an. Ob man sich selbst stark machen kann. Und eine schlechte Zeit bedeutet nicht gleich ein schlechtes Leben. Irgendwann wird es dir gut gehen, das verspreche ich dir. Bis dahin gilt durchhalten.

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Das hört sich ja schrecklich an. Ritze dich bitte nicht. Du wirst davon nur krank, psychisch meine ich also seelisch. Man kann davon wirklich doll krank werden. Versuche es doch mal mit reden. Bleibe dabei ganz ruhig und sag deiner Mama das du vor Angst und Schmerz oft ganz doll weinen musst. Sie hat dich doch bestimmt sehr lieb. Ich würde nicht freiwillig in ein Heim gehen. Bin aber auch schon 23, in 4 Tagen 24 :). Es ist nicht so schön wie zu Hause dort, du hast dort nur das nötigste und Liebe bekommst du da garnicht. Die meisten Kinder, Jugendliche und Erwachsene leiden oft später noch im Leben unter den Erinnerungen an die Zeit im Heim und fühlen sich alleine und ungeliebt. Ich kenne 2 Leute die im Heim waren. Einer hatte schon als Baby keine Eltern mehr und wurde adoptiert. Er hat dann Drogen genommen und Alkohol getrunken weil es ihm seelisch schlecht gieng. Der andere wurde seiner Mama weggenommen weil sie sich anscheinend nicht gut genug um ihn kümmern würde. Auch er hat angefangen zu kiffen. Hat aber eine Therapie gemacht und aufgehört und lebt jetzt wieder bei seiner Mama. Der 2. ist mein Freund :). Auch ich war schon in einer Art heim. Ich sage dir es ist schrecklich dort. Man wird abwertend behandelt, ja wie ein Mensch der keine würde hat. Bleib aufjedenfall bei deiner Mutter. Und sie würde bestimmt nicht ausziehen und dich alleine lassen. Das ist nur eine Drohung, finde ich aber auch nicht ok! Ich kann deine Angst verstehen! Wenn du wen zum reden brauchst, kannst mir das gerne sagen. Kommentier einfach und schäme dich nicht. Ich hab mich ja auch nicht geschämt hier etwas über mich zu erzählen. Vllt brauchst du ja einfach eine ältere Freundin zum reden :) Lg Hanin

Hallo Heimkid (netter Nick ;) ),

also, ich war in einer ziemlich ähnlichen Situation, wie du. Zu Hause hatte ich ,vor allem mit Beginn der Pubertät nur Streit, wegen allem, was letztendlich dazu geführt hat, dass ich in ein Heim gekommen bin (das war mit 15). Ich habe mich dann entschieden dortzubleiben und habe es seitdem nie bereut (Ich bin jetzt 23). Der Beziehung mit meiner Mutter hat der Abstand gut getan und ich verstehe mich heute super mit ihr. Natürlich war es erstmal sche**e, auch Freunden in der Schule es zu erzählen und natürlich wissen es dann auch alle, aber ich wurde nie ausgelacht oder ähnliches. Viele haben sich vielmehr Sorgen gemacht, aber das Thema ist auch nach ein paar Tagen wieder gegessen. Wenn Du mich fragst würde ich diese Entscheidung auch niemals von dieser Umfrage hier auf dieser Seite abhängig machen oder generell von irgendwelchen anderen Menschen (wie zum Bespiel der Bekannten- oder Familienkreis). Überlege selbst oder auch vielleicht zusammen mit deiner Mutter, was das Beste für Dich und für Euch sein könnte. Und mal angenommen du machst den Schritt und entscheidest Dich ins Heim zu gehen, dann muss das ja auch nicht endgültig sein und es gibt auch wieder einen Weg zurück, wenn das gar nicht für Dich/Euch funktionieren könnte.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Input dazu geben. Wenn Du vielleicht noch eine Frage an mich hast, kannst Du natürlich gerne fragen :)

Gruß Narz

Danke für den Bericht!

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Wie geht es weiter wenn ich mich ans Jugendamt wende?

Ich versuche mal meine Geschichte kurz zusammenzufassen.

Ich bin 14 und werde Zuhause geschlagen. Hauptsächlich von meinem Vater.

Mein Bruder wurde immer deutlich mehr geschlagen, wir sind nur halbgeschwister. Daher hat er von meinem Vater mehr abbekommen. Er war drogenabhängig und ist mit 18 abgehauen und kurz danach an einer Überdosis gestorben.

Seitdem mein Bruder weg ist, werde ich vermehrt geschlagen. Langsam kann ich nicht mehr. Mich macht das alles ziemlich kaputt. Manchmal denke ich auch darüber nach einfach von einer Brücke zu springen.

Gleichzeitig denke ich schon länger darüber nach zum Jugendamt zu gehen.

Allerdings habe ich mega schiss davor. Meine Eltern sind nicht solche Asis, wie man vermuten könnte. Beide arbeiten, haben gute Jobs wirken nach außen auch mega engagiert.

Meine Mutter ist sogar im Förderverein der schule oder so tätig.

Ich habe Angst dass mir das Jugendamt einfach nicht glaubt. Ich wirke einfach wie das Mädchen aus gutem Hause. Auffällig ist nur die sache mit meinem Bruder. Aber da wird vieles auf die frühe Trennung von seinem Vater und allgemein viel auf den Vater geschoben.

Und könnt ihr mir erklären, wie genau die weiteren Schritte ablaufen?

Ich denke mal ich komme in ein Heim oder so. Das wird ja allerdings nicht von heute auf morgen passieren. Sie werden ja in meine Familie kommen. Ich habe Angst dann noch weiter verprügelt zu werden, wenn die erfahren dass ich beim Jugendamt war.

Bitte erklärt mir wie das ganze abläuft bis ich ins Heim kommen kann

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