Würdet Ihr euch freiwillig in anderen Ländern der jeweiligen Ess-/Gastkultur anpassen?

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8 Antworten

Ich denke man kann auch respektvoll seine eigene Meinung vertreten. 

Wenn mir jemand sein bestes Huhn vorsetzt und es für mich töten will, dann würde ich das nicht annehmen. Man kann auch respektvoll ablehnen, sagen das man weiß welch eine Bedeutung diese Geste hat, und man dankbar darüber ist dass einem so eine Geste entgegengebracht wird, man das allerdings aufgrund der eigenen Lebensweise, sozusagen den eigenen Traditionen nicht annehmen kann.

Solange sie alles in allem Verständnis und Akzeptanz für die Lebensweise der afrikanischen Familie aufbringt und mit einer Bereitschaft die meisten der Traditionen anzunehmen dort hin geht ist es denke ich nicht nötige alle Grundsätze die man hat abzulegen. Genauso wie die Gastfamilie Verständnis erwartet, kann das auch deine Tochter tun. Es wird natürlich immer Punkte geben an denen zwei verschiedene Lebensweisen, die afrikanische und die europäische miteinander anecken, wichtig ist nur das dann eine freundliche Lösung gefunden wird, mit der beide zufrieden sind und die niemanden dazu zwingt etwas zu tun, dass er nicht tun will.

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Ich würde das mit der Gastfamilie abklären.
Wäre ich jetzt seit keine Ahnung sagen wir mal 15 jahren vegan oder veggie würde ich das nicht aufgeben um ehrlich zu sein
Ich mache es für die tiere und für MICH. Nicht für wen anderen. So meine Meinung.
Aber wenn sich die Gastfamilie damit garnicht zufrieden gibt, dann würde ich mir das essne dort auch selbst zubereiten bzw besorgen
Es kann doch Nicht sein dass essen zwischen "uns" steht
Lg

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  • Selbstverständlich würde ich als Fleischliebhaber auch mal eine fleischlose Mahlzeit essen, wenn sie mir als Gast wohlwollend angeboten werden würde. Selbstverständlich muss man sich als Gast in dem Rahmen anpassen, der einem zumutbar ist.
  • Wenn man etwas partout nicht mag, dann kann man es auch verweigern zu essen, aber aus bloßer Ideologie wäre das nicht in Ordnung.
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Das muss man Vorort abklären, je nachdem, wie die Gastfamilie reagiert. Aber warum sollte man auch dort nicht seine Gewohnheiten behalten, wenn es andere Möglichkeiten gibt sich zu ernähren. Und in Afrika wird ja relativ viel Gemüse gekocht und gegessen.

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Kommentar von juergenkrosta
27.12.2015, 13:02

ok. das ist ja immer eine Option....aber würdest du nun auch Fleisch essen, wenn die Gastfamilie Dir ihr bestes Huhn vorsetzt und es nicht verstehen würde? Wie weit würdest du gehen? Meine Frage ist doch, ob der Respekt vor anderen Menschen schwerer wiegt, als die eigene Einstellung .. ;-)

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Also ganz ehrlich, wenn ich die Wahl habe entweder meine Schwiegereltern zu beleidigen oder einmal ein stück Fleisch zu essen wenn ich den Rest des Jahres Vegan lebe, dann ist mir die Beziehung zu meinen Schwiegereltern ehrlich gesagt wichtiger als mein Stolz

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Nein. Ich habe Rückgrat und esse was mir schmeckt, und nicht was anderen gefällt.

Natürlich muss man darauf achten, nicht die Gefühle anderer zu verletzen (z.B. Alkohol trinken vor gläubigen Muslimen), aber das ist ja in deinem Fall nicht wirklich zutreffend.

Alternativ eine Ausrede ("Habe eine Krankheit und darf deshalb aus gesundheitlichen Gründen kein Fleisch essen") ausdenken

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Ich habe großen Respekt vor anderen Kulturen. Aber ich hätte das gleiche Problme, ich esse kein Fleisch. Und es würde mir auch nicht mehr schmecken von daher fände ich es eher respektlos von mir, dann dort etwas essen zu müssen, das ich nicht will und mich anwidert.

Der afrikanische Austauschschüler weiß inzwischen von deinen Essgewohnheiten und ich finde DAS wäre eine Respektsgeste dem deutschen Gast gegenüber, wenn du dorthin gehst, dir zu zeigen, dass man deine Entscheidung akzeptiert und dir KEIN Tier schlachtet. Er kann sich eigentlich jetzt schon überlegen, wie er und seine Familie das händeln können...

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Kommentar von juergenkrosta
27.12.2015, 13:10

..durchaus interessante Einstellung - da ist was dran. Wie bei uns in Deutschland werden die beiden aber auch bei Anderen zu Gast sein. Mich stört gerade etwas die Vorstellung, dass die Einstellung meiner Tochter zum zentralen Thema der jeweiligen Gastbesuche werden könnte ...

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> dass man in Afrika kein Verständnis haben werde.<

durchaus nachvollziehbar die Einstellung des Freundes

versteht ja hierzulande nicht jeder, dass der Haushund bei einigen vor dem eigenen Kind in der Hierarchie kommt

ein Problem wenn es einer Gesellschaft "zu gut geht"

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