Würdet Ihr einen Massengentest verweigern?

10 Antworten

"Eigentlich" müssten die Proben nach Ausschluss eines Verdachts automatisch gelöscht werden - wird aber nicht immer gemacht ;-)

Einen Verbrecher zu jagen ist eine Sache eine ganze Gruppe von Leuten unter Generalverdacht zu stellen eine andere.....

Ich persönlich würde nicht freiwillig gehen und überhaupt stört mich bei diesen Massen-Tests, dass wenn man nicht freiwillig geht sich anscheinend verdächtig macht.

wenn es dazu führt das so ein Verbrechen aufgeklärt wird, natürlich mitmachen

Was aber, wenn in einem evtl. zukünftigen "Unrechtstaat" anhand dieser Gendatenbanken, alle blonden und blauäugigen verfolgt würden... Oder wenn deine genetischen Eigenschaften auf der Abschussliste stünden. Der sicherste Weg, sowas zu vermeiden, ist seine Persönlichen Informationen nicht rauszugeben und schon gar auf dieser Weise der "freiwillgigen" Speichelprobe.

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Ich lese hier in der Frage so einige abstruse Theorien.
* Das Recht auf Unschuldsvermutung heisst nicht, dass nicht ermittelt werden darf. Ermitteln heisst herausfinden, ob oder ob nicht usw. Es heisst nicht, dass man erst mal nicht ermitteln darf, weil man jeden fuer unschuldig halten muss. Es geht doch gerade darum, durch diese Ermittlungen unter den Unschuldigen den Schuldigen herauszufinden.
* Haette man nicht erst anders ermitteln muessen, um den Kreis der Taeter einzuengen? Was ist der Sinn der Frage? Gibt es eine Hierarchie der Methoden? Muss zuerst der Taeter anders ermittelt werden und feststehen? Wenn man den anders bekommen koennte, dann wuerde man diese aufwaendige Methode gar nicht anwenden.
* Und die Durchfahrenden ausgrenzen? Die Handys loggen sich ein. Die Handys geben aber keine Info an das Netz weiter, ob der Fahrer jetzt im Bereich dieser Zelle sich irgendwo aufhaelt, ob er in Bewegung ist innerhalb dieser Zelle, ob er durchfaehrt, das alles ist nicht festgehalten, nur dass das Handy dort eingeloggt war. Und sagen, dass man nur durchgefahren ist, das kann jeder.
* Die rechtliche Seite betreffs Datenschutz ist eine heikle Sache. Aber da bist du am wenigsten darauf eingegangen. Und so koennte man vielleicht sogar auf die Idee kommen, dass du Angst hast, dass bei einem solchen Test vielleicht irgendetwas herauskommen koennte. (Nicht, dass du hier der Taeter warst, aber vielleicht bei etwas anderem oder .... was auch immer).
* Und auch von wegen Datenschutz - wenn meinem Kind etwas passieren wuerde und es wuerde sich jemand weigern, seine Unschuld so ganz einfach 100%ig zu beweisen, dann waere sicherlich verstaendlich, dass meine Gedanken bei dieser Person vielleicht in eine bestimmte Richtung gingen.

Wohin Deine Gedanken gehen, ist so egal, viel egaler geht es kaum - so lange Du sie brav fuer Dich behaelst.

Und ich lesen hier nur Datenschutzbedenken heraus. Und wo denkst Du denn hin - natuerlich gibt es eine Hierachie in den Ermittlungsmethoden.

Ermittlungsverbot: Polemik, niemand schrieb davon.

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ah, endlich mal etwas tiefgreifender... ;) Eigentlich sollte die Unschuldsvermutung so lange bestehen bleiben, bis anhand von mehreren Hinweisen der Unschuldige zum "potentiell Verdächtigen" wird. Dazu reicht meines Erachtens nicht aus, dass man sich, wie tausende andere zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort befand. Gibt es nicht genügend andere Ermittlungs-Verfahrensweisen, die den pot. Täterkreis soweit eingrenzen, dass der Gentest noch nach der Gegenüberstellung als letztes Mittel zulassen? Bei der Popularität, siehe Antworten oben, dürfte es eigentlich kaum Verweigerer von Massentests geben. Damit wäre der Aufwand der Betroffenen durch eine Gegenüberstellung vertretbar. Ich wäre gern, neben der rechtlichen Seite, im Eröffnungsposting gerne noch auf andere Punkte eingegangen, aber das System wollte nicht... ;)

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