Würdet ihr eine polyamore Beziehung eingehen?

8 Antworten

Ja. Schon allein aus dem Grund, dass Liebe selbst überpersönlich ist. Das Menschen ihrer Liebe nachgehen können, ohne die Notwendigkeit der Angst einander zu verletzen. Und das Liebe sich nicht selbst einschränkt, Liebe zu sein.

Das tut die Angst, und das ist auch schon der Grund, warum man es nicht tun sollte. Angst verletzt zu werden. Angst davor, in der Verletzung seiner eigene Art zu lieben zu verlieren. Angst davor, das Liebe irgendwo anders ist, außer in uns selbst.

Angst vor dem Verlust, was wir (miss)brauchen.

In dem Sinne wäre es sogar Wahnsinn, es nicht zu befürworten. Oder zumindest es von sich allein entstehen zu lassen, und die Liebesregeln wie ein wunderbares Nebenereignis zu sehen.

Weil man aus dem Moment heraus liebevoll handelt, und nicht für irgendeiner Partei, die man liebt. Das ist ein Unterscheid. Obgleich beides in-einder einfließt, was man allerdings nicht mit der Idee von Treue verwechseln sollte.

Spätestens wenn unsere Gefühle nicht mehr so wollen, wie wir, erkennen wir, das wir nicht die Kontrolle haben. Und es als negatives Empfinden abzustempeln ist so, wie die Verantwortung wegzuwerfen, aus seinem eigenen Handeln diesen Konflikt erst entstanden haben zu lassen.

In dem Sinne basiert der größte Teil der psychischen Erkrankungen darin, seinem Herzen nicht mehr zu folgen, sondern es zu widerlegen und als Alien zu behandeln.

Doch statt es in den Arm zu nehmen, wollen wir es weghaben. Ironischer weise ist es mit der Liebe ähnlich.

Wir wollen Liebe, ohne etwas von uns selbst zu entreißen. Wir wollen Glück, ohne uns selbst hinzugeben. Wir wollen etwas geben, aber nur mit Hundeleine und Maulkorb. Wir wollen uns Kopf über verloren, aber können dabei nicht untergehen.

Verletzungen sind darum kein Grund, einander zu trennen. Weil sie kein Grund dafür sind, weniger Liebe zu geben.

Sie zeigen uns nur, was wir verpasst haben. Aber das wir damit etwas verpassen werden, ist ein Wahnwitz.

Die Frage ist doch im Grunde nicht, was die anderen wollen und tun, sondern was Du selbst willst.
Um zu wissen was Du wirklich willst solltest Du Dir klarwerden was Partnerschaft für Dich bedeutet und wie Du Partnerschaft willst.
Sich auf einen Menschen komplett einzulassen und in Liebe mit ihm zu verschmelzen ist eine Erfahrung, die Du nicht mit mehreren Personen gleichzeitig erleben kannst.
Sex mit mehreren geht und kann Spaß machen, keine Frage.
Erfüllte und glückliche Partnerschaft zu dritt oder viert geht leider nicht.
Ich wünsche Dir, dass Du Deine Entscheidung selbst fällst und nicht daran knüpfst, was andere Dir raten.
Viel Erfolg

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Die Frage kann ich so nicht beantworten, von meinem heutigen Standpunkt aus, nein, dafür bin ich mir für mich selbst zu unsicher. Ich hätte immer Angst die andere Person ist besser als ich.

Offene Beziehungen hingegen schon.

Grundsätzlich kann ich mir Polyamoröse Beziehungen sehr gut vorstellen, dafür muss man selbst aber gestärkt sein und seinen Selbstwert kennen, wenn man diesen von anderen Personen abhänig macht ist es doch schwer eine Poly beziehung zu führen.

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