Würdet ihr ein Organ spenden ("Lebendspende")?

Das Ergebnis basiert auf 22 Abstimmungen

Nein, auf gar keinen Fall 36%
Ja, aber nur unter ganz ganz speziellen Voraussetzungen 27%
Ja, würde ich ohne bedenken 18%
Sonstiges 9%
Weis nicht 9%
Lieber nicht, das Risiko ist mir zu groß 0%
Vielleicht, ich bin mir nicht sicher 0%

35 Antworten

Weis nicht

Als angehende Krankenschwester habe ich vielleicht eine andere Sicht auf diese Frage, aber ich muss selber für mich sagen das ich da doch noch sehr unschlüssig bin auf der einen Seite wäre ich durchaus bereit dafür um andere Menschen zu Helfen, aber andererseits .... wirklich festgelegt habe ich mich da noch nicht 

Und wenn ich das im Notfall (keine Sorge uns gehts gut) für meinen Zwillingsbruder tun würde (und er für mich).

Das wäre doch vertretbar oder ?

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@Xboytheunseen

Ich finde egal wie sich jemand entscheidet, jede Meinung ist vertretbar. Egal ob der jenige jetzt sagt er will Organe spenden oder er sagt nein, er will es nicht. Ich kann beide Seite verstehen und finde auch beide vertretbar. Niemand sollte sich wegen seiner Meinung Rechtfertigen müssen, egal wie sie ausfällt 

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@kakashifan009

Ich würds auch nur für meinen Bruder tun, zumal ich der einzige bin, der ihn wirklich retten könnte :)

Aber der Gedanke als Schwerverletzter ausgeweidet zu werden....macht mir Angst...

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@Xboytheunseen

Ich denke nicht, das du davor Angst haben musst. Als Schwerverletzter wird man dir keine Organe entnehmen. Eigentlich nur, wenn du Hirntod bist 

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@kakashifan009

Aber wie soll mein Bruder damit klarkommen, wenn ich auf dem Explantationstisch lande, oder wie soll ich damit klarkommen, wenn ihm das passiert.

Ich könnte nicht damit leben, wenn der allertollste Junge auf dieser Welt aufgeschnitten und explantiert würde.

Ich meine er ist mein Bruder und kein Gemüse mit Fehlfunktion, welches man als Ersatzteillager missbrauchen kann.

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@kakashifan009

Ich denke nicht, das du davor Angst haben musst. Als Schwerverletzter wird man dir keine Organe entnehmen. Eigentlich nur, wenn du Hirntod bist 

Genau das ist doch das Problem, den "Hirntod" gibt es im Grunde gar nicht, ist in der Fachwelt höchst umstritten. Um mehr zum "Hirntod" zu erfahren, empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra mit dem Titel

Dr tödliche Apnoetest

(auf YouTube - google so, nimm dann das 18-Min.-Video). Auch erläutert er die Folgen der "Hirntod"-Diagnose-Tests.

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Klare Ansage: Ja. Und das Bedingungslos.

Einzige Ausnahme wären für mich Alkoholiker und sonstige Drogensüchtige. Die fallen bei mir unter "Natürliche Selektion".

Aber jedes Leben das nicht durch einen Drogen-Induzierten Schaden in Gefahr ist, ist schützenswert. Alles andere wäre in meinen Augen auch nur Heuchlerei. Wenn es dabei um meine persönliche Präferenz ginge würden Religiöse Menschen sowie AfD/NPD Wähler ausgeschlossen.
Aber was wenn ich ein Leben rette und dieser Mensch dann nochmal umdenkt und seine 2te Chance nutzt? Hätte ich dann den falschen zum Tode verurteilt?

So geht das nicht. Um sich solche Fragen nie stellen zu müssen, sollte man jedes Leben als gleichwertig ansehen egal ob es dem persönlichen Gustin entspricht.

Nur bei Junkies kann ich mich nicht an meine eigene Regel halten. Da seh ich einfach keinen Verlust.

Nein, auf gar keinen Fall

Nein, eine Operation ohne medizinischen Anlass halte ich für unverantwortlich und jede Organentnahme schmälert die eigene Lebensqualität nicht unerheblich. So etwas könnte ich mir definitiv auf gar keinen Fall vorstellen.

Bei einem eigenen Kind, das sonst vielleicht sterben würde? Wer weiß, das müsste man dann entscheiden, wenn es soweit ist und alle Rahmenbedingungen bekannt sind.

Was wären das denn z.b. für Folgen für die Lebensqualität ?

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Und wenn ich das im Notfall (keine Sorge uns gehts gut) für meinen Zwillingsbruder tun würde (und er für mich).

Das wäre doch vertretbar oder ?

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@Xboytheunseen

Bei so einer Frage sollte man aber auch immer differenzieren von welcher Art Organspende wir hier eigentlich reden. Also reden wir von einer Niere wenn man selber noch am Leben ist oder von großen Sachen wie Lungen und Herz wenn man Hirntod ist?

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@kakashifan009

Ich würde ihm eine meiner Nieren, die Hälfte meiner Leber, Knochenmark, und sollte es nötig sein auch ein Stückchen meines Dünndarms oder ein Teil von meiner Bauchspeicheldrüse spenden (auch wenn die letzten beiden Sachen sehr sehr selten sind) und er für mich auch.

Gegen die andere Organspende hab ich irgendwie was...vor allem hab ich Angst davon....

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@Xboytheunseen

@Xboytheunseen: "Vertretbar" ist immer relativ, man muss Vor- und Nachteile abwägen. Sicherlich sind Eltern > Kind und Zwillinge untereinander sich extrem nahe und die Spende in vielen Fällen auch besonders günstig. 

Das Spenden von Nieren oder Teilen der Leber mag bei ernsthafter Todesgefahr für eine geliebte Person durchaus zu erwägen sein. Das müsste man dann wirklich in der konkreten Situation klären. Insgesamt halte ich solche großen Operationen aber schon für sehr ernsthaft und sie wollen gut überlegt sein. Das ist eine lange Leidensphase, große Schmerzen, dauerhafte Probleme mit schmerzhaften Narben und so weiter. Verniedliche bitte nicht die Ernsthaftigkeit von großen Operationen am offenen Körper.

Auch Stammzell- und Knochenmarkspende sind keineswegs ungefährlich und ich würde davon abraten, außer wirklich für allernächste Verwandte.

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@Kajjo

@Kajjo

Da wir eineige Zwillinge sind, gibt es halt keine Abstoßung, das heisst, das Organ würde auch halten und der der es bekommen hätte müsste keine von diesen schrecklichen Medikamten nehmen.

Und da wir noch dazu die besten Freunde sind und, das ist kein Witz, wir stehen uns gegenseitig näher als zu unseren Eltern, ist sowas zu tun für uns quasi selbstverständlich .

Die Frage ist halt nur, wie vor den Ärzten die Niere oder Leber einen fremden ablehnt und der andere ihnen klarmacht, das nur er spenden will, weil es einzige Weg für richtige, dauerhafte Heilung wäre

Niemand von uns würde den anderen sterben lassen

Also ich könnte ohne meinen Bruder nicht mehr leben, nicht ohne 5 Kilo Antidepressiva am Tag.

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@Xboytheunseen

Ihr würdet im Ernstfall keinerlei Probleme mit den Ärzten haben, da Lebensspenden ohnehin nur unter engen Verwandten erlaubt sind und ein einvernehmlicher, freiwilliger Spender in Form des Zwillingsbruder selbstverständlich akzeptiert werden würde. Du müsstest da gar keine Sorgen haben, das wäre ein Selbstgänger.

Alles Gute!

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@Kajjo

Danke für die Info :)

Aber hoffendlich bleiben wir einfach lange so gesund wie jetzt, das soetwas gar nicht nötig wäre.

Aber sollte sowas passieren, bevor wir 18 sind, dann müssten wir wohl in die USA und es da machen lassen, das wissen wir schon.

Aber auch das würde ich für ihn tun.

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