Würdet ihr den Job annehmen oder nicht, bitte um Meinungen zu meinem Problem?

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5 Antworten

Also... ich wurde auch einmal eingestellt mit dem Hinweis, ich hätte ebenso "administrative Aufgaben" zusätzlich zu erledigen. Was das genau bedeutete: Ich hatte Termine zu organisieren, E-Mails an Externe zu verfassen, Räume für Meetings zu buchen, Protokolle zu schreiben, rumzutelefonieren, Scheduling meines Chefs machen, den Hausmeister zu holen, Reiseanträge auszufüllen, Urlaubszeiten zu koordinieren.... im Klartext: Das, wofür man normalerweise eine gelernte Bürofachkraft (Sekretär) einstellt.

Auch bei mir war die Situation, dass mein Chef dringend eine Bürofachkraft gebraucht hätte, sich aber keine zusätzlich leisten konnte und daher zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte, als er jemanden bekam der sowohl texten konnte als auch die Bürosachen gemacht hat.

Im Nachhinein kann ich dir sagen, ich mochte diese Aufgaben gar nicht. Null. Es war nicht wirklich schwierig, eher nervig und oft schlicht langweilig und absolut geistig unterfordernd. Trotzdem hast du gewaltigen Stress und Druck, denn alles muss schnell klappen und Fehler darf man nicht machen. Ich bin definitiv kein Mensch fürs Administrative.

Ich habe den Job dennoch gemacht weil ich die restliche Arbeit geliebt habe und ich unbedingt Fuß in der Firma fassen wollte, sie ist sehr groß und etabliert mit vielen Karrieremöglichkeiten und angenehmen Bedingungen. Ich bereue es absolut nicht, anders wäre ich nicht hineingekommen.

Falls dir aber an der Firma selbst nicht viel liegt, du keine große Karriere erwarten kannst und auch weißt, dass du nicht der organisatorisch-administrative Typ bist, würde ich fast sagen, glücklich wirst du da nicht.

Es ist jedoch besser als arbeitslos sein. Auch wenn nur 3 Monate im Lebenslauf drinnen steht, wenn du gut begründen kannst, warum, ist es doch allemal besser als Arbeitslosigkeit, oder findest du nicht?

Ich würde vermutlich die Sache so lange hinauszögern, bis klar ist, ob bald was anderes kommt oder nicht, wenn nicht, zusagen.

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Kommentar von honigbienchen5
19.11.2015, 17:27

Genau. So ähnlich hat er es auch formuliert. Dass auch mal Aufgaben anfallen können, die keiner so gerne macht und dies und das. Ich werd für meine deutschen Verhältnisse bereits sehr, sehr gut bezahlt (ist in der Schweiz, ich lebe in Deutschland, aber das geht da drüben noch viel besser und käme dann nach einigen Monaten auch), daher nehme ich es auf jeden Fall an (900 Euro ALG im Monat sind echt besch....)
Ich mach mir um Unterforderung nicht so viele Gedanken, da werde ich dann eher aktiv und suche mir Arbeit oder gucke, was ich sonst so machen kann, was die Firma weiterbringt.
Ich hab eher Bedenken vor der Überforderung, dass der Chef vielleicht erwartet, ich schmeiße seinen Laden und weiß, worauf es ankommt. Nein, weiß ich nicht. Termine koordinieren, dies und das abstimmen, Kundenberatung, was weiß ich... ich hab mit sowas null Erfahrung. Ich kann einfach nur gut schreiben und Webseiten verwalten und Redaktionelles machen.

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Erkundige dich doch noch mehr ob diese Firma mit dem was Sie tut, langfristig auch Zukunft hat. Für die Administration kannst Du doch sicherlich immer noch Seminare und Schulungen besuchen.

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Kommentar von honigbienchen5
19.11.2015, 17:16

Das ist eine gute Idee.. sieh bitte auch meinen Kommentar weiter unten mal an dazu :-)

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Wovor hast Du Angst? Das ist doch eine tolle Möglichkeit, Dich weiterzuentwickeln; noch dazu wirst Du nicht ganz ins kalte Wasser geworfen, sondern kannst mit der Zeit an Deinen Aufgaben wachsen, die sich ja sicher nicht von heute auf morgen ergeben, sondern sich langsam mit der Firma entwickeln können.

Diese Aufgaben werden sich sicherlich auch positiv in Deinem Lebenslauf machen. Wer nicht wagt der nicht gewinnt...und wenn Du gerade keine bessere Alternative hast, warum nicht?

LG

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Kommentar von honigbienchen5
19.11.2015, 17:17

Vielen Dank.. ich weiß ja, dass das eigentlich nur förderlich ist. Ich habe weiter unten dazu einen Kommentar verfasst, magst du da mal kurz antworten?

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Du solltest es versuchen. Die Firma ist noch sehr übersichtlich und meistens hilft man sich da noch gegenseitig. Du musst halt auch fragen, wenn du nicht klar kommst. Und sollte sich die Firma mit der Zeit vergrößern, bist du schon Profi.

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Annehmen! Besser als die Arbeitslosigkeit!

Administratives heißt in dem Sinn nur verwalten und koordinieren, glaub mir, das kriegst du hin!

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Kommentar von honigbienchen5
19.11.2015, 17:15

Ja. Mein Freund sagte das auch, dass das eine tolle Chance ist und ich mir mehr zutrauen soll. Ich bin ein relativ ruhiger und schüchterner Mensch in den ersten Wochen im Büro und tue mich schwer damit, was zu wagen in dem Sinn. Daher meine Befürchtung, von mir wird erwartet: Schmeiß den Laden jetzt. Ich weiß nicht, was ich da strukturieren, koordinieren soll. Es sieht irgendwie so aus, als merkt der Chef: Mein neuer Laden läuft gut, Aufträge kommen, ich stelle Leute ein, aber oh, es könnte durcheinander kommen mit den Abteilungen und Leuten, ich brauch jemanden, der den Überblick hat. 

Ich hatte noch nie so Verantwortung oder Koordinationsaufgaben, ich hab immer nur für mich gearbeitet an meinem Schreibtisch. 

so in etwa. er war auch etwas unsicher heute, fragte, traust du dir das zu? Klar hab ich genickt und zugesagt, aber puh... Ich weiß nicht, ich hab Angst.

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