Würdet ihr auswandern wenn ein generellesTempolimit kommt🚘?

 - (Politik, Auto, Deutschland)

Das Ergebnis basiert auf 89 Abstimmungen

Nein🇩🇪 75%
Ja nach Nordkorea 8%
Ja nach Afghanistan 🇦🇫 6%
Ja nach Buthan 4%
Ja nach Somalia🇸🇴 2%
Ja nach Haiti 🇭🇹 2%
Ja nach Myamar 🇲🇲 2%

Wohin sollte das dann gehen?

Die anderen Ländern sind abgeführt wo es kein Limit gibt.

53 Antworten

Nein🇩🇪

Natürlich nicht, denn es gibt Wichtigeres im Leben. R-G-R hätte mich vermutlich deutlich mehr in die Arme von Hr. Kurz getrieben 😀🤣

Allerdings ist das Thema 130 über kurz oder lang eh nicht mehr interessant:

  1. Wir fahren alle bald einen Porsche Taycan, getankt mit regenerativer Energie und damit ist auch das Umweltthema bei 130 vom Tisch.
  2. Das Unfallargument ist ja nun hinlänglich widerlegt und dabei sind auch mehr die Langsamfahrer Verursacher, da sie sich erfahrungsgemäß nicht an die Vorgaben der StVO bei Spurwechseln und Überholvorgängen halten (der Schnelle fährt nicht von hinten auf, sondern der Langsame hat nicht beachtet, dass er den Schnellen nicht behindern darf (StVO)).

=> wozu also noch das Tempolimit?

Woher ich das weiß:Hobby – Kommunalpolitik und Themen bis auf Landtagsebene
(der Schnelle fährt nicht von hinten auf, sondern der Langsame hat nicht beachtet, dass er den Schnellen nicht behindern darf (StVO)).

Das gilt bei beachtung des Tempolimits oder Einhaltung der Richtgeschindigkeit. Nicht wenn man mit 180 auf einen draufknallt. Das wird dir keine Versicherung zahlen.

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@oklein

Ja aber wer deutlich über 130 fährt steht meist in der Mitschuld

Dem Verkehr angepasstes und vorrausschauendes fahren gilt auch ohne Tempolimit

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@Kiboman

Das ist natürlich richtig, denn die Beweislage (Spurwechsel ohne Beachtung des ankommenden Verkehrs und gänzlicher Verzicht auf den Blinker - und das ist der Regelfall nach meine eigenen Erfahrung) kann ja keiner erbringen (außer mit einer erst seit 2018 zulässigen Dashcam mit der Gefahr eines Bußgeldes wegen BDSG).

Wenn man ca. 2 km freie Strecke vor sich hat und mit höherer Geschwindigkeit unterwegs ist und dann jmd. ohne erkennbare Anzeichen z.B. einen notorischen Mittelspurfahrer überholen will, dann ist gerade das eben KEIN angepasstes und vorausschauendes Fahren und wieder verweise ich auf §5, Ziff.4 Satz 1 StVO (§ 5 Überholen (stvo.de))

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Nein🇩🇪

Deine Frage ist gut, beim auswandern trifft man dann am meisten auf ein Limit von 120 Std. Km. und was ist nun dadurch gewonnen?

Ich mache in Südafrika bei einer Fahrt von 1,5 Tsd. Km. eine Übernachtung, genieße die Landschaft und trinke am späten Nachmittag eine Flasche Wein. Und das bei erlaubten 120 Std. Km. , wird das eine entspannte Sache und anders wäre das ohnehin nicht gut, nicht für das Auto und noch weniger für den Fahrer.

Ich bin schon aus anderen Gründen ausgewandert, somit kann ich über dieses Thema nur lächeln, zumal ist hier das SUV das Standartauto und Porsche und Co. sind auch reichlich vertreten.

Sollte es schneller gehen, dann nehme ich das Flugzeug, welche mehrmals diese Strecke am Tag fliegen.

Die Isle of man hast Du vergessen - die ist nebenbei bemerkt auch die näheste Möglichkeit - da gibt es zwar keine Autobahnen aber Landstraßen sind unbeschränkt und im Gegensatz zu Deinen aufgeführten Ländern dürften dort höhere Geschwindigkeiten möglich sein - zumindest kurzfristig - allerdings lange nicht so hoch als auf unseren Autobahnen und natürlich deutlich gefährlicher.

Zu Deiner eigentlichen Frage: ich würde es mal anders herum formulieren - WENN ich Lust hätte auszuwandern, würde ich es genau deswegen nicht tun, weil überall anders limitiert ist - da ich gerne Auto fahre macht das dann keinen Spaß mehr. Wenn wir limitiert wären und ich HÄTTE Lust auszuwandern dann wäre das eben kein Hindernis mehr.

Mich hat mal ein Amerikaner gefragt, ob ich mir vorstellen könne im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu leben. Meine Antwort: "Das Land der unbegrenzten Autobahngeschwindigkeiten ist mir eindeutig lieber!"

Nein🇩🇪

Ein Grund zum Auswandern aus Deutschland wäre für mich eher, dass es noch kein Tempolimit auf Autobahnen gibt.

Es wird (hoffentlich) nicht mehr lange dauern, bis ein generelles Tempolimit auf Autobahnen in Deutschland eingeführt werden wird. Inzwischen scheinen auch die ideologischen Tempolimit-Gegner so langsam verstanden zu haben, dass die vielen Vorteile eines Tempolimits eben doch auf der Hand liegen und sich nicht leugnen lassen oder durch subjektive Meinungen ("Schnelles Fahren macht mir Spaß"), unbelegte Theoriefindungen ("Das Tempolimit würde dem Image der deutschen Automobilindustrie schaden") und Whataboutisms ("Viele Autobahnen haben doch bereits ein Tempolimit"/"Es gibt Länder mit Tempolimit, die statistisch unsicherer sind"/"Es gibt Dringlicheres als die Einführung eines Tempolimits") oder Herunterreden von Argumenten für ein Tempolimit ("So viel weniger Unfälle/CO2-Emissionen gäbe es durch ein Tempolimit doch gar nicht") wegreden lassen.

Dass man dabei sowohl die Unfallschwere als auch -wahrscheinlichkeit und damit viele Unfälle und die Anzahl an Schwerverletzten und Toten reduzieren könnte, ist völlig klar.

Es wäre auch sinnvoll im Hinblick auf Klimaschutz, weil dann CO2-Emissionen eingespart werden könnten. Ein generelles Tempolimit gehört zu den wenigen schnell und günstig umsetzbaren Maßnahmen, um konsequent, nachhaltig, effizient und sicher das Klima zu schützen.

Die Einführung eines Tempolimits könnte außerdem für einen Paradigmenwechsel in der Automobilindustrie vom Bau schneller Autos hin zu effizienteren führen.

Eines ist sicher: Wenn man immer nur auf andere Probleme verweist, wird sich nie etwas zum Positiven ändern.

Und wenn wir uns noch nicht einmal vom Rasen verabschieden, wie sieht es dann erst mit viel tiefgreifenderen Änderungen und Maßnahmen aus?

Auch der Reifenabrieb (und damit einhergegend auch der Bedarf an Reifen), der zu Feinstaub führt, könnte dadurch reduziert werden.

Außerdem würde ein TL die Lärmbelastung für Autobahnanwohner reduzieren.

Auch stellen die großen Geschwindigkeitsunterschiede unter den Verkehrsteilnehmern bedingt durch das nicht vorhandene Tempolimit ein Problem für selbstfahrende Autos dar. "Das ist Zukunftsmusik", mag der ein oder andere jetzt sagen, doch bereits heute hindert das die Forschung und Entwicklung an autonomen Fahrzeugen in Deutschland.

Spätestens wenn es die ersten für Konsumenten erwerbbaren selbstfahrenden Autos gibt, wird das Tempolimit eingeführt werden müssen.

Gegner des TL behaupten oft, dass dieses einen Eingriff in ihre Freiheit darstelle. Dieses Argument ist selbstverständlich zu 100% subjektiv und das am wenigsten rationale. Man könnte genauso argumentieren, dass es viele Autofahrer gibt, die Fahrten mit einem Tempolimit entspannter finden.

Manche 'Freiheiten' sind eben aus gutem Grund unerwünscht, wie z. B. auch die 'Freiheit', seinen Müll einfach irgendwo in die Gegend zu werfen.

Der Unterschied bei öffentlich nutzbaren Gütern wie Autobahnen ist nunmal, dass sich das Verhalten von Nutzern dieser auf alle Nutzer auswirkt. Wenn andere nur sich selbst durch hohe Geschwindigkeiten gefährden würden, wäre das vertretbar, aber so hat der Staat nunmal eine Fürsorgepflicht, aus der sich die Legitimation eines TL ableiten lässt. Und in einer Demokratie müssen gerade auch Minderheiten wie ältere und unsichere Fahrer, die mit den massiven Geschwindigkeitsunterschieden nicht so gut umgehen können, hinreichend beachtet werden.

Ganz davon abgesehen, dass laut diverser Umfragen ohnehin längst die Mehrheit der Deutschen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen ist.

Auch wird oft gegen ein TL argumentiert, dass man mit diesem länger bräuchte, um sein Ziel zu erreichen. Laut vielen Stauforschern würde sich jedoch mit einem TL durch gleichmäßigere Fahrtgeschwindigkeiten der Verkehrsfluss erheblich verbessern und die Straßenkapazität erhöhen, weil der Platz zwischen den Fahrzeugen effizienter genutzt würde. Ja, mag sein, dass man auf einer perfekten Strecke unter idealen Bedingungen ohne Staus und Baustellen ohne TL schneller an sein Ziel ankommt. In der Realität wird man allerdings, so paradox es auch klingt, langfristig gesehen im Durchschnitt wohl sogar schneller mit TL ankommen.

Oft liest man die unbelegte Theoriefindung, dass ein TL dem Absatz von schnellen Fahrzeugen und dem internationalen Ruf der deutschen Automobilindustrie schaden würde, da sich die Autos dann nicht mehr voll ausfahren ließen und da dann deutsche Fahrzeuge nicht mehr damit beworben werden könnten, für schnelle Geschwindigkeiten auf Autobahnen ausgelegt zu sein. Doch für diese Behauptung gibt es keine seriösen Beweise, im Gegenteil: In die USA und China beispielsweise, auf deren Autobahnen ein generelles TL gilt, werden viele deutsche Fahrzeuge exportiert. Und wenn der gute Ruf der deutschen Automobilindustrie wirklich nur oder zum Großteil darauf beruht, dass man deutsche Fahrzeuge mit dem Zertifikat "Autobahn tested" verkaufen kann, sagt das sehr viel über ihre Innovation aus...

Ich sage nur: Ferraris, Lamborghinis, Paganis, Bugattis, Koenigseggs etc. sind auch weltweit gefragt und werden als Supersportwagen angesehen, obwohl in deren Heimatländern längst ein Tempomimit auf Autobahnen gilt.

Es ist zu vergleichen mit dem Rauchverbot in Restaurants: Da die Vorteile weiten Teilen der Bevölkerung nicht bewusst waren und es als unmittelbare Einschränkung seiner Freiheit wahrgenommen wurde, gab es zuerst enormen Widerstand auf diese Forderung und es wurde gesagt, dass das in Deutschland ja niemals durchzusetzen sei. Doch selbst die Gegner waren schon relativ schnell nach der Einführung damit einverstanden und heute ist es kaum mehr vorstellbar, dass es früher geduldet wurde, dass rauchende Gäste anderen ihr Essen vollqualmen.

Ähnlich wird es denke ich auch mit dem TL auf Autobahnen kommen: Wenn es erstmal eingeführt ist, wollen die meisten es nicht mehr missen.

Allein die Tatsache, dass in Deutschland als einziges Industrieland ohne Tempolimit seit mehr als einem halben Jahrhundert über die Einführung und nicht in allen anderen Ländern über die Abschaffung eines Tempolimits diskutiert wird, zeigt, dass sich die Vernunft schlussendlich eben doch durchsetzt.

Nein🇩🇪

Nein, weil Lastenfahrräder, Eselskarren, E-Scooter und Elektroautos sowieso keine 130 km/h plus schaffen. Ein Auswanderungsgrund wären dann wohl eher die Lastenfahrräder, Eselskarren, E-Scooter und Elektroautos an sich. Und all die anderen Verbote, Bevormundungen, Vorschriften und Verteuerungen, die eine rot-grün geführte Klima-Regierung so mit sich bringt. Ich sag nur Energiepreise und CO2-Steuer, die bald so ziemlich alles, was man zum Leben braucht, immer unerschwinglicher machen dürften. Ich bin gespannt auf die Gesichter, wenn immer mehr Menschen bewusst wird, was sie da eigentlich heraufbeschworen haben.

Hehe, schön geschrieben 😉 Stimme dir voll zu.

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