Würdest Du Immobilien auf die Kinder überschreiben, wenn Du in Rente gehst und nicht mehr auf die Mieteinnahmen angewiesen wärst?

11 Antworten

Die Beantwortung dieser Frage hängt stark davon ab in welchem Lebensabschnitt eure Kinder sind.

Stehen sie bereits mitten im Leben, spricht wenig dagegen.

Stehen die aber erst am Anfang ihrer Berufslaufbahn, ist zu beachten, dass im Falle einer längeren Arbeitslosigkeit weniger Geld vom Staat kommt, im Falle einer Privatinsolvenz die Immobilien in der Insolvenzmasse gehen (dies kann aber meines Wissens bei der Schenkung ausgeschlossen werden, wenn dort notariell vereinbart ist, dass im Falle einer Insolvenz die Schenkung zurück an die Eltern geht) und dass die Kinder, wenn sie einen ungewollten Lebensweg einschlagen möglicherweise die Immobilien verkaufen könnten - auch dieser Punkt kann allerdings notariell ausgeschlossen werden.

Haben die Immobilien bzw. das Gesamtvermögen im Falle einer Erbschaft einen Wert, der den Freibetrag bei der Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer übersteigt, ist es sinnvoll erst einen Teil zu verschenken und später den zweiten Teil zu verschenken bzw. zu vergeben, da der Freibetrag alle 10 Jahre neu ausgeschöpft werden kann. Das sollte man nicht zu spät nutzen, da, wenn man innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung stirbt, die Erbschaft und die Schenkung als eins gewertet werden.

Ein Hinweis zum Freibetrag:

Kinder können von ihren Eltern eine Schenkung in Höhe von 400.000 Euro je Elternteil erhalten.

Gehören die Immobilien also euch beiden, könnt ihr jeder euren Anteil mit einem Freibetrag von 400.000 Euro verschenken. Jedes Kind kann also alle 10 Jahre steuerfrei 800.000 Euro von den Eltern erhalten.

Bei 2 Kindern sind das also 1.600.000 alle 10 Jahre. Gehören euch die Immobilien nicht gemeinsam, kann das Problem an sich durch eine "Kettenschenkung" umgangen werden. Also ein Ehepartner verschenkt einen Teil an den anderen Ehepartner und dieser verschenkt/vererbt den Teil dann an die Kinder. Das weiterverschenken sollte aber nicht zu schnell geschehen, sonst schimpft das Finanzamt. In dem Fall sollte da also auf jeden Fall ein Steuerberater hinzugezogen werden.

Hallo,

wichtig wäre auch zu beachten, dass für den Fall das du oder dein Partner Sozialleistungen benötigst, noch 10 Jahre ein Rückforderungsanspruch besteht.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke ...ich weiß darüber Bescheid.

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Nichts wirklich, wenn ihr das gut durchdacht habt und die Kinder die Schenkung annehmen...

Steuerlich beraten lassen...

Die Kinder werden es euch Danken!

Was spricht dagegen?

Wenn ihr das Geld selbst nicht braucht - nix spricht dagegen.

Außerdem ist es schöner, etwas mit der warmen, statt der kalten Hand weiterzugeben.

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