Würdest du dem Massenkonsum den Rücken kehren?

Das Ergebnis basiert auf 13 Abstimmungen

Ja, ich würde so gut ich kann selbstversorgerisch leben, denn... 54%
Andere Antwort. 31%
Nein, es ist gut so wie es ist, denn... 15%

9 Antworten

Ja, ich würde so gut ich kann selbstversorgerisch leben, denn...

Tue ich auch schon. Also, klar, ganz ohne gekaufte Lebensmittel geht's nicht, ist aber meiner Meinung nach total in Ordnung, wenn man drauf schaut, wo's herkommt. Bei Kleidung etc. natürlich auch.

Ich habe einen großen, schönen, bunten Garten, da wachsen unter anderem Kartoffeln, Kürbisse, Zucchini, Erbsen, Möhren, Radieschen, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, u.v.m. Auch das Glück eines eigenen Obstangers zu besitzen habe ich. Da stehen großteil Nuss-, Marillen- und Äpfelbäume. Auch vereinzelte Kirschbäume und diverse Sträucher mit Beeren zieren mein Grundstück. Fleisch, Milch (und Milchprodukte), und Eier habe ich auch selber, bzw. ganz tolle Tiere, die mir dies geben.

Also ja, ich lebe, was Nahrungsmittel angeht, schon sehr selbstversorgerisch. Der Gang zum Supermarkt bleibt mir dennoch nicht erspart, alles kann ich mir nicht selbst anbauen. Aber wie schon gesagt, dann wird auf die Herkunft geachtet. Für mich ist das selbstversorgen durchaus positiv. Mich freut es, wenn ich sagen kann, alles auf meinem Teller kommt aus meinem Garten/Stall. Denn nur da weiß ich zu 100%, was drinnen ist. Dementsprechend positiv ist es auch für die Natur. Der Großteil der Nahrung legt keinen langen Transportweg zurück, auch giftige Dünger kommen nicht in die Erde. Meinen Nutztieren geht es super, denn auch die bekommen ein artgerechtes Leben. So wie sie es verdient haben.

Mir ist aber durchaus klar, dass es unmöglich ist, mit diesem Stil alle Menschen satt zu kriegen. Das geht einfach nicht. Mit der Kleidung ist es dasselbe. Um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, es ist ineffizient. Ich würde mir wünschen, dass einfach mal mehr über das Konsumverhalten nachgedacht werden würde. Insbesonder was tierische Produkte angeht, aber dies ist ein anderes Thema. Selbstversorger muss keiner werden, aber wenn mehr Leute wieder ihr Essen direkt vom Landwirt holen, oder wenigstens regional einkaufen, schadet das niemanden. Meiner Meinung hat sich die heutige Gesellschaft im Thema Konsum in die falsche Richtung entwickelt. So soll es jedenfalls nicht weiter gehen.

Nein, es ist gut so wie es ist, denn...

Selbstversorgung klingt immer so idyllisch, ist aber sehr arbeitsaufwändig und ineffizient. Die moderne Landwirtschaft ist sehr professionalisiert und auf maximale Effizienz und Produktivität ausgerichtet. Wenn man der Natur einen Gefallen tun will, ist es viel besser die moderne Landwirtschaft stärker nach ökologischen, nachhaltigen Kritierien zu betreiben. Dabei muss man sich aber bewusst sein, dass hierbei immer Kompromisse erforderlich sind und niemals eine Reinform betrieben werden wird.

Andere Antwort.

Ich habe keinen Garten, kann also nix anbauen. Schlachten könnte ich nie. Also habe ich keine Möglichkeit.

Andere Antwort.

Ich denke nicht, dass Selbstversorgung die Alternative sein kann. Wie sollte das gehen, wenn jeder seine eigene Scholle hat? Das ist eine Illusion und funktioniert nur, wenn es einige Wenige machen. Wir müssen es hinbekommen, dass eine möglichst umweltverträgliche Produktionsweise in großem Stil möglich wird. Der biologische Anbau wird da erst der Anfang sein. Andernfalls vergiften wir uns selbst und die Zivilisationskrankheiten werden heute noch ungeahnte Ausmaße annehmen.

Nun, ich dachte auch nicht an vollkommene Selbstversorgung. Alles im Rahmen des Möglichen. Ein Großstadtbewohner hätte da beispielsweise keinen allzu großen Spielraum.

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„Massenkonsum“ ist nicht gleich neben „Selbstversorgen“. Dazwischen gibt’s noch den gemäßigten und minimalen Konsum. Dort findet man auch mich. Demnach: Ich habe dem Massenkonsum den Rücken gekehrt (bzw zeige ihm schon mein Leben lang den Rücken), bin aber trotzdem (noch?) nicht Selbstversorger

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