Würden wir beim nächsten Steuererklärung, durch den Mieter Nachteile haben und wenn ja welche?

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4 Antworten

Es kommt doch darauf an, was unter dem Strich über bleibt. Dabei ist die korrekte Ermittlung gar nicht so einfach, daher kann sie hier auch nicht dargestellt werden.

Dein Mann verdient. Für Dich wird der Verdienst beim Sozialamt aufgestockt. So habe ich das verstanden. Das Sozialamt hat Eure Wohnung als solche (Größe und Miethöhe) anerkannt? Oder gab es da eine Kürzung?

Hier ist nämlich der erste Punkt. Der mich erwarten lässt, dass das verfügbare Einkommen sich verändern wird. Ist die Wohnung bisher voll okay, dann wird das Sozialamt die Unterstützungsleistung zum Leben um die Mieteinnahme kürzen.

War die Wohnung bisher zu teuer und zu groß, dann erwarte ich, dass man durch die Untervermietung die Aufwendungen für die eigentliche Miete kürzt und mit der Einnahme vom Bruder verrechnet.

Was keine Änderung der Unterstützung bedeuten würde.

Dieses sollte man aber als Frage bei der Person, von der man betreut wird im persönlichen Gespräch klären. Und natürlich den Einzug als Möglichkeit darstellen. Auch sollte bekannt sein, dass so eine Veränderung natürlich sofort mit Datum des Eintretens mitgeteilt wird.

Beim Finanzamt ist es eben auch eine Frage unter dem Strich. Bekommt der Bruder z.B. ein Zimmer vermietet und nutzt Toilette/Bad/Küche anteilig mit, dann würde ich die Wohnungsquadratmeter entsprechend aufteilen.

Daraus folgend auch die Miete und Nebenkosten. Dagegen stellt man die Einnahmen. Bei Vermietung unter nahen Angehörigen wird das Finanzamt noch einen Fremdvergleich anstellen. Nämlich ob man auch zu dem Preis an eine fremde Person vermieten würde.

Dabei geht es nicht darum, ob man sonst auch untervermieten würde, sondern ob die Miete angemessen ist. Ergebnis ist die Prüfung wie weit das Mietverhältnis steuerlich anzuerkennen ist.

Aus den Einnahmen und Ausgaben ergibt sich entweder ein Überschuss, ein Verlust oder eine Null. Bei Überschuss wird die Erstattung geringer ausfallen, bei Verlust höher und bei Null wird sie nicht beeinflusst.

Abgesehen vom Sozialamt: Steuerlich hat man zwar vielleicht mehr zu zahlen, hat aber ein vielfaches von dem eingenommen.

Ist Euer Spitzensteuersatz also 25%, dann würde ein Überschuss von 1.200 Euro verlangen, davon 25% zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag bezahlen zu müssen. Bleiben wir bei der reinen Einkommensteuer. Also 25% von 1.200 Euro ergibt 300 Euro Steuerbelastung.

Würden Euch die 900 Euro aber bleiben. Könntet Ihr einen Verlust darstellen, dann würde die Steuerlast ebenso sinken.

Um jetzt zu sehen, was wirklich in der Tasche passiert, muss man die Höhe der Veränderung beim Sozialamt kennen und den Betrag bei der Untervermietung bzw. beim Finanzamt. Erst dann kann man sagen ob und wie viel drauf gezahlt wird.

Hoffe kannst damit so etwa rechnen, was bei Euch passieren würde.

Viel Erfolg.

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Ein Anruf beim Finanzamt  kostet (außer Telefongebühren)nichts, und könnte dir auch weiterhelfen

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Kommentar von Dreamer1989
11.08.2016, 11:22

Wusste nicht, dass die telefonisch helfen würden. Rufe dort mal direkt an.
Danke

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Mieterlöse müssen in der Steuererklärung angeben werden. Die Einnahmen sind dann am Ende des Jahres natürlich mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern.

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Ruf doch auf dem Amt mal an

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