Würden Viren ihren Wirt auch dann befallen, wenn sie vorausschauend denken könnten?

7 Antworten

Gute Frage. Gefällt mir.

Also davon mal abgesehen, dass Viren (noch nicht) als Lebewesen gelten, würde ich sagen, dass sie es nicht tun würden, wenn sie nicht irgendeinen Benefit daraus hätten. Die Natur ist meistens perfekt. Nichts geschieht ohne Grund.

Wir bilden uns zwar immer ein, dass wir die oberschlaue Menschheit sind, aber wir verstehen noch immer nur einen Bruchteil dessen, was in den wundervollen Mikro- und Makrouniversen vorgeht und welche fein abgestimmten Regelkreisläufe alles hat. Deshalb glaube ich, dass sie entweder in ihrer Entwicklungsstufe noch nicht perfekt sind und deshalb "Fehler" passieren (Tod des Wirtes) - das ist meine Liebliungstheorie - oder dass sie einen Grund haben, den Wirt zu töten, den wir aber noch nicht kennen.

Viren entwickeln sich immer weiter und wer weiß, zu welchen Dingen sie mal eines Tages fähig sind.

Die meisten Wirtsbeziehungen von Viren und Bakterien sind schadlos oder gar symbiotisch. 

Krankheitserreger mit schnell tödlichem Verlauf für den Wirt sind tatsächlich schlecht angepasst (Sägen den Ast ab auf dem Sie sitzen) oder sind hoch ansteckend und wechseln auf diese Weise sehr schnell den Wirt. Wenn dann irgendwann aber die Art ausstirbt, hat das Bakterium sich auch seines Lebensraums beraubt. 

Die spanische Grippe war so eine Mischung aus tödlich und hoch ansteckend. 

Abgesehen davon, dass man Viren nicht zu den Lebewesen rechnet und sie deshalb nicht sterben können, kannst die die Frage an alle Lebewesen stellen, denn alle müssen sterben. 

Nun ja, Bakterien sterben eigentlich nicht, denn sie vermehren sich durch Zellteilung. Man kann also fragen, warum überhaupt die Mehrzelligkeit entstanden ist und damit der Tod eines Lebwesens nötig wurde. Letztlich sterben wir alle, damit Platz für Neues geschaffen wird.

Ein Krankheitserreger setzt nicht auf den Tod eines Wirtes, das ist schlecht für ihn, denn dann stirbt er auch aus. Es ist also immer eine Balance zwischen Erreger und Wirt, die bei einigen Krankheitserregern, die zu tödlich sind, noch nicht richtig funktioniert.

Einen Zweck muss nicht alles haben, du kannst auch fragen, welchen Zweck die Menschen haben und wirst darauf verschiedene Antworten bekommen, die nicht jeden zufriedenstellen werden.

Viren können allerdings nützlicher sein, als manche denken. 

Wie ich in einem anderen Kommentar schon schrieb, war hier von sterben im Sinne von absterben die Rede und ich hätte es Menschen, die sich ein bisschen mit der Materie auskennen, eigentlich schon zugetraut, dass sie sich dies selbst denken könnten. Nun gut.

Des weiteren war hier von Viren und nicht von Bakterien die Rede. Soweit ich informiert bin, handelt es sich dabei nicht um ein und dasselbe.

Und ja, natürlich müssen alle Lebewesen sterben, aber diese Lebewesen erfüllen auch alle einen bestimmten Zweck bis zu ihrem Tod. Und sei es nur, als Nahrungsquelle für andere Lebewesen zu dienen.

Mein Frage war jedoch, welchen Zweck Viren erfüllen. Wenn sie nicht auf den Tod des Wirtes aus sind, stärken sie dessen Immunsystem und tragen somit nicht einmal zur natürlichen Populationsdezemierung bei.

0
@Revic

Es ist nicht so, dass jeder weiß, dass Viren einen Grenzbereich zwischen Belebt und Unbelebt darstellen.

Von Bakterien habe ich geschrieben, weil sie im Prinzip nicht sterben, da sie sich ja  nur teilen.

Nachdem du so überheblich rüberkommst, habe ich keine Lust mehr zur Evolution der Viren und der besonderen Rolle in Ökosystemen und für die Evolution allgemein zu schreiben. Das ist übrigens ein sehr interessantes Thema. 

1
@agrabin

Ich bin nicht überheblich. Ich lasse mich nur einfach nicht gern als dumm darstellen.

Das Thema interessiert mich ja auch, sonst hätte ich die Frage nicht gestellt. Aber leider kauen die User hier lieber die Tatsache tot, dass Viren ja keine Lebewesen sind, anstatt einfach meine Frage zu beantworten: Welche Rolle spielen Viren in unserem Ökosystem?

0
@Revic

Keiner lässt sich gern als dumm darstellen. Ich auch nicht.

"... sich ein bisschen mit der Materie auskennt.. ...eigentlich schon zugetraut, dass sie sich dies selbst denken können. Nun gut."

Wie soll ich den wissen, was du darüber weißt? 

Du hast deine Frage umformuliert. 

"Welche Rolle spielen Viren in einem Ökosystem?"

Das ist eine gute Idee. Stell sie als neue Frage ein. Frage noch nach ihrer Bedeutung für die Evolution, denn: "Nichts in der Biologie macht Sinn, außer im Licht der Evolution."

0
@agrabin

Da hast du mich falsch verstanden. Mit "Leute, die sich etwas mit der Materie auskennen" meinte ich nicht mich, sondern die Menschen, die meine Frage beantworten. So wie sich ein Hundekenner auch denken können sollte, dass mit dem Ausdruck "Hundebaby" ein Welpe gemeint ist.

Wenn ich die Frage nochmal neu stelle, würdest du sie mir dann beantworten?

0
@Revic

Ich habe dich nicht falsch verstanden und habe die Aussage auf mich bezogen und fand sie unfreundlich von dir.

Allgemein finde ich User, die sich nicht bedanken und/oder nur an der Antwort rummäkeln nicht so nett. Aber ich merke mir die Namen i.d.R. nicht.

Wenn du die Frage neu stellst und auch schilderst, warum du etwas zur Bedeutung von  Viren wissen möchtest und deine Frage zeigt, dass du dich mit dem Thema beschäftigt hast,  bekommst du sicher gute Antworten. Es gibt hier viele User, die sich mit dem Thema auskennen.

0

Was möchtest Du wissen?