Würden Menschen keine Identitätskrise haben, wenn es keine Geschlechterrollen gäbe?

8 Antworten

" (z.B Mädchen müssen Kleider/Röcke tragen und Jungs Hosen usw)?"

Von müssen kann keine Rede sein.
Historisch gibt es die Hose erst seit 500 Jahren.
Davon einmal abgesehen, betrifft das eher "Kodifizierung durch Kleidung".
Aber bitte, heute Tragen Frauen verbreitet Hosen.

Eine öffentliche Toilette, eine Tür ist beschildert mit einer Figur im Rock, die andere Tür ist beschildert mit einer Figur in Hosen.
Warum geht eine Frau in Hosen durch die Tür mit der Figur im Rock?

Es nennt sich Rollenverständnis, schlicht weil es ein Rollenverhalten gibt, Frauen nunmal so, Männer so.

Macht es nicht übersichtlicher.
Der Zusammenhang ist, dass gegengeschlechtliche Identität ursprünglich als Krankheit betrachtet wurde, mit einhergehenden Therapieversuchen der Psychatrie.
Bis sich herausstellte, dass es sich um therapieressistente Persönlichkeiten handelte, frei übersetzt "nicht heilbar".
Soweit der kurze Aussblick in die Geschichte.

Was wir mithin haben ist eine Persönlichkeit und damit verbunden die Identität, die nicht auf das Geschlecht reduziert ist.

Unbenommen dessen, werden Frauen nicht gezwungen Kleider oder Röcke zu tragen, sie lassen sich davon einfach nicht abhalten.
Umgekehrt ist es nicht verboten, dass Männer Röcke tragen können, sie tun es nur eben nur nicht.
Für Frauen ist Schönheit ein Konzept, für Männer ist das, trotz aller Versuche eben nicht so.

Ganz ohne diese Herleitung gibt es männliche Models die Frauenmode vorführen und darin gar weiblich aussehen, ohne Traansgender zu sein., siehe Ru Paul oder Andrej Pejic.


Ach du meine Güte, da hat wohl jemand nicht wirklich verstanden was ich meine, schon lächerlich. :) Mir geht es um die Rollen die die Gesellschaft allgemein den bestimmten Geschlechtern zuordnet z.B:Männer sollen stark und mächtig sein, und Frauen eher hübsch usw, und sag mir jetzt nicht, dass das nicht stimmt.

0
@KittyLove18

Das habe ich beschrieben, für Frauen ist Schönheit ein Konzept.
Nicht erst seit gestern oder heute, sondern schon seit Urzeiten.
Es ist nicht erzwungen, sondern sozialisiert.

Mao hatte es versucht, den Frauen eine Einheitskluft "anzudienen", über Jahrzehnte hinweg.
Kaum war er weg vom Fenster zogen sie wieder Kleider an.

In Thailand, werden bei Jungenüberschuss, die jeweils jüngsten zu Frauen "umfunktioniert", nur sind diese in der Gesellschaft geachtet und integriert.
Das entspricht nicht dem westlichen Kulturbild, deshalb findet das hier nicht statt.

Ich habe eine Tochter und einen Sohn, nebst 2 Enkelinnen und 1 Enkel. Wir nehmen keine geschlechtsspezifische Erziehung vor.
Trotzallem entwickelten sie und entwickeln sie ihre Persönlichkeit, eben weiblich oder männlich, ganz von selbst, ihrer Natur folgend.

0
@soisses

Ach, ihr zieht eure Keilkinder gleich an, der junge erbt den rosa Strampler und das Mädchen den mit dem Auto?

0
@Quaeror

Unfug, gelbe Strampler sind unisex.
Abgesehen davon, leitet sich aus einem Babystrampler keine Identität ab.

0
@Quaeror

Bleiben wir im Thema, lass Dich überraschen.
Bis Ende des III. Reiches verhielt es sich umgekehrt...da sach noch einer, oder.
Rosa Strampler waren den Bubens, blaue Strampler den Mädels.

Es ist nicht überliefert, ob das die Jungs zum ausrasten brachte.
Es änderte sich nur die Farbwahl nach dem 2.Weltkrieg.
Weil jetzt war ohnehin alles anders.

Meinst wir haben noch etwas Zeit zum plauschen?
Macht nichts, weiter im Thema.
Noch bis in die 1970er Jahre hinein galt als Reizwäsche, was sich heute Dessous nennt.

Warum weiß ich nicht, aber Schießer Feinripp war so gar nicht mehr an die Frauen zu verkaufen.
Dabei sollte man meinen, es geht nur um Schlüpfer und BH's, oder.

Nicht doch, nicht noch ein Fass aufmachen.

War aber so, allen Ernstes verbrannten Frauen, Ende der 1960er Jahre, öffentlich ihre BH's.
Das seinen angeblich Unterdrückungsinstrumente der Männer.
Das war's dann aber auch schon, denn BH's sind nicht ausgestorben, sondern werden auch heute noch gekauft, von Frauen.

Nein, nicht weil sie unterdrückt werden oder das gar wollten.
Sondern sich unterwerfen, nicht den Männern., der gewöhnlichen Schwerkraft, die gar wirkt, am Bindegewebe.

Ruhig Blut, hier wird nichts ausgespart.

Frauen kaufen gewöhnlich auch Tampons und Binden,Männer auch, wenn auch eher für ihre Frauen.
Weil's Männer nicht so sehr damit haben, malt die Frau 3 Tropfen auf den Einkaufszettel, damit er auch das Richtige kauft.
Warum?
Weil es nicht hilfreich ist, für einen Mann an der Information nach einer Beratung zu fragen.
Dann flötet die Info durchs Mikrofon: "Frau Müller bitte, Herr Maier braucht eine Beratung im Frauenhygieneartikelregal".
Das Regal wäre umgehend der meistbesuchte Ort im ganzen Supermarkt.

Das hat nur alles nichts mit Identität zu tun, oder Erziehung.
Eher mit Bedarf und Bedürfnissen.
Die sind, wer hätte das je geahnt, gar unterschiedlich.

0

Das hat nichts mit der Natur zu tun, auch wenn man die eigenen Kinder nicht Rollenspeziefisch erzieht, kriegen sie von dem Rest der Gesellschaft angeeignet, wie sich Mann und Frau zu verhalten haben.

0
@KittyLove18

Das nennt sich Sozialisierung.
Ändert sich das eine, ändert sich das andere.

Wird ja ständig versucht.
Der Rock für den Mann hat sich nicht durchgesetzt, Nylonstrumphosen für Männer auch nicht.

In den 1970er Jahren trugen Männer Plateau-Schuhe, hat sich nicht gehalten.

Heutigen Tages, nächster Versuch, Make up für Männer.
Alles nicht verboten, setzt sich nur nicht durch.

Frauen können Dirndl tragen, Männer nicht.
Frauen wissen warum.

0

Du meintest aber, dass das die Natur so macht. Schon lustig das du dich widersprichst. :)

0
@KittyLove18

Hahnebüschener Unsinn.
Mutter Natur hat die Welt paarig eingerichtet.
Hell-dunkel, heiß-kalt, rechte Hand-linke Hand, ebenso bei den Füßen.
Bei den Hormonen gehts weiter, Oestrogene-Testestorone, Frauen-Männer.

Aber bitte ich gebe Dir eins vor, Frauen und Männer verstehen sich nicht.
Donnerlütchen, wie das denn?

Nehmen wir einen Ball, einen strunz gewöhnlichen Ball.
Für eine Frau ist ein Ball groß, klein, hart, weich, bunt, hübsch oder häßlich usw.
Für einen Mann ist es schlicht ein Ball.

Reicht Dir noch nicht?
Frauen denken emphatisch, Männer systematisch.

All das hat mit der Transgendervermutung nicht das Geringste zu tun.
Transgender sind Transvestiten, Transsexuelle, Metrosexuelle, Intersexuelle, Drag Kings und Drag Queens, Cross Dresser u.a.m.
Das hat mit einer gesellschaftlichen Doktrin nichts zu tun.

Es begab sich, dass ein junger Mann sich als Miriam identifizierte.
Sehr zum Missfallen seiner Eltern.
Ergo gelangte Miriam in die geschlossene Psychatrie, mit dem Therapieversuch ihn in seiner männlichen Identität zu stärken.
Er kam raus und war tara, Vorhang auf, ein Uniformfetischist.
Wenn auch mit der Begleiterscheinung, dass er begann sich vor einem Spiegel selbst zu schlagen, wenn ihm auch nur der Gedanke an Miram kam.

Also retour, wieder rein in die Psychatrie, diesesmal mit dem Therapieversuch ihn in seiner weiblichen Identität zu bestärken.
Wie dieser Versuch ausgegangen ist, ist nicht überliefert.

Zu vermuten ist, dass Miriam einfach nur ein Transvestit gewesen ist, der sich in der gegengeschlechtlichen Kleidung schlicht wohlfühlte.
An seinem Geschlecht hatte er keine Zweifel.

Überliefert ist die Geschichte eines jungen Mannes, alias Maria.
Jener fand es spannend, sich im Alltag Situationen auszusetzen, wie auf High Heels, Minirock und Netzstrumpfhose, einen Einkaufswagen durch einen Supermarkt zu bewegen oder sein Auto zu betanken.
Seine ganze Intension war es, festzustellen ob er eine solche Situation bestehen könnte.

Sein Problem war, seine Freundin, die ob seiner weiblichen Ansicht, Eifersuchtsgefühle entwickelte.
Schließlich teilte sie sich ihren Freund mit dieser "Maria".
Allein er war ein ganz gewöhnlicher Transvestit.

Oder diese Mareike, schon etwas älter, ein gestandener Mann, gar wohlbetucht.
Wie auch immer, er begann erst Frauenkleider zu tragen und nahm schließlich die Pille.
Endlich begab er sich zu einem Psychologen, gar zwei davon, gefolgt von einer Logopädin und ab zu Gericht, Zwecks Antrag nach dem Transsexuellengesetz, fortan Mareike heißen zu dürfen.
Was im gerichtlich gestattet wurde.

google einmal nach Ladyboys https://www.google.de/search?q=ladyboys&client=firefox-b&dcr=0&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwiMzveQsLLWAhXjCJoKHcT_CDUQsAQILw&biw=994&bih=455

Was Du siehst sind Männer!

Noch einer, einer geht noch, oder:
Charlotte von Mahlsdorf http://www.gruenderzeitmuseum.de/charlotte.html

Da gibt es keine Identitätskrisen, die Du herleiten willst.
Sie wollen es, weil sie es können.
Glaubst Du ernsthaft Olivia Jones hat ein Problem mit "ihrer" Identität?
https://de.wikipedia.org/wiki/Olivia_Jones

Kleider machen Leute!

0
@KittyLove18

Fassen wir zusammen, weil in der Kürze liegt die Würze, Du hast mit Deiner Frage den falschen Gaul gesattelt.

Es wird vermutet, dass die länge der Röcke dem Verlauf der wirtschaftlichen Konjunktur entspräche.
Je besser die Konjunktur läuft, desto kürzer die Röcke.

Wie das so ist mit Vermutungen.
Es heißt auch, dass das rasieren teurer wird, bei schlechtem Konjunkturverlauf.
Weil dann die Gesichter länger werden.

0

Welche Mädchen "müssen" denn heute noch Kleider oder Röcke tragen ?
Geschlechterrollen sind doch längst weitgehend Schnee von gestern. Insbesondere Frauen werden kaum noch daran gehindert, eine Männerrrolle zu spielen.

Die Identität eines transsexuellen Menschen kann man nur verstehen, wenn man akzeptiert, dass Geschlecht mehr ist als Gender, als Geschlechterrolle. Das Grundproblem ist, dass ein genetisch öder äußerlich weiblicher Mensch eine männliche Psyche hat oder umgekehrt. Das setzt freilich voraus, dass es Weibliche und männliche Psyche gibt, die aber vom genetischen oder äußeren Geschlecht abweichen kann.

Nur wenn das der Fall ist, kann man wirklich von Transsexuellen reden. Ihre Identitätskrise ist nicht an Geschlechterrollen gebunden. Das Wort "Transgender" ist für mich nicht hinreichend definiert.

Es wäre aber einfacher für diese Menschen, wenn es diese Geschlechterrollen nicht gäbe, da sie dann von anderen besser akzeptiert werden. Aber glaub mir, die Geschlechterrollen herrschen heutzutage noch:Alle Mädchen sollen geschminkt rumlaufen und alle Jungs sollen stark sein. So ist es bei uns zumindest. Klar liegt es größtenteils an der Psyche, aber gäbe es keine Geschlechterrollen, würden mehr Menschen offen gegenüber Transexuellen sein.

1
@KittyLove18

Hallo,

vielleicht wäre es tatsächlich leichter für Transgender Menschen, mit ihrer Identität klarzukommen, wenn es keine Geschlechterrollen gäbe.

Aber es gibt noch Geschlechterrollen.

Ich frage mal andersherum. Ich habe die Information gefunden, dass es in Deutschland zwischen 20 und 80 Tausend transsexuelle Menschen gibt.

Sollen von 80 Millionen Einwohnern in Deutschland 79.960.000 Menschen ihre Geschlechterrolle aufgeben, damit die (nehmen wir den Mittelwert) 40.000 Transgender besser mit ihrer Identität klarkommen?

Ich fände das übertrieben.

Damit sage ich nicht, dass Transgender diskriminiert werden sollen, auf keinen Fall! Aber warum sollen fast 100 Prozent der Bevölkerung Deutschlands ihre Geschlechterrolle aufgeben, in der sie sich wohlfühlen oder mit der sie kein Problem haben, damit die 0,05 Prozent Transgender mit ihrer Identität besser klarkommen?

Ich fände diesen Aufwand unverhältnismäßig.

Minderheitenschutz, keine Frage. Das soll eine Demokratie leisten.

Aber dass sich fast die ganze Bevölkerung an eine verschwindent geringe Minderheit anpassen soll, finde ich übertrieben.

Gruß

1
@eddiefox

Mein Beitrag ging online, bevor er fertig war (eine Tastenkombination, und zack war er raus...)

"Aufwand" wollte ich in Anführungszeichen setzen.
Rechtschreibfehler: verschwindend geringe Minderheit...

Vielleicht wird sich die Gesellschaft im Laufe der Jahre oder Generationen so entwickeln, dass die Geschlechterrollen immer "blasser" werden. Das wird sich noch zeigen.

Ich glaube, so eine Entwicklung kann man nicht erzwingen. Ich z.B. werde meine Rolle nicht mehr ändern, wobei mir selbst nicht ganz klar ist, wie scharf die Konturen meiner Rolle sind. Ich glaube, dass die Rollen allgemein mit der Zeit etwas aufweichen.

Nur würde ich persönlich z.B. nicht anfangen, Kleider zu tragen, "nur" damit einige Transgender an ihrer Identitätskrise weniger leiden.

Aber vielleicht hast du die Frage so auch garnicht gemeint.

Ich habe das Gefühl, dass es heute viel mehr Möglichkeiten gibt als früher. "Everything goes", vom Macho bis zur Frau "hinterm Herd", von der Abteilungsleiterin bis zum Kindergärtner, es gibt Väter die Vaterschaftsurlaub nehmen usw.

Es gibt homosexuelle beider Geschlechter (hat es immer gegeben, ist aber heute kaum noch ein Problem), man kann alle möglichen Sexualpraktiken ausleben (vom Blümchensex über BDSM bis asexuell), also es werden heute viel mehr Rollen und Verhalten akzeptiert als vor 50 oder 100 Jahren.

P.S. Ich lese gerade, dass der Paragraf 175 (Verbot unter Strafe sexueller Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts) erst Juni 1994 abgeschafft worden ist. Krass.

https://de.wikipedia.org/wiki/%C2%A7\_175

1
@eddiefox

Nach 1973 war das aber nur noch eine sehr abgeschwächte Form...

1
@Ottavio

Danke für deinen Hinweis!

Trotzdem finde ich die Abschaffung des Paragrafen recht spät, ich dachte das sei früher gewesen.  Für mein Alter [55-65] ist 1994 noch nicht lange her.

Gruß

1

Ach du meine Güte, schon wieder jemand, der das nicht verstanden hat. Es gibt auch Menschen die KEINE Transgender sind und dennoch gerne Sachen tun, die dem anderen Geschlecht zugeschrieben werden, sie aber blöd angestarrt werden, wenn diese es tun. Mir geht es darum, dass wir Geschlechterrollen abschaffen, damit alle glücklich sind, du kannst von mir aus trotzdem keine Kleider tragen, wäre mir sch*iss egal, jeder könnte tun und lassen was er will, aber ohne das es von der Gesellschaft etwas vorgeschrieben bekommt, haste wohl nicht verstanden. ;)

0
@KittyLove18

Ja, es soll vorkommen, dass man sich im Internet missversteht.
Das ist jetzt keine Katastrophe, Hauptsache man bleibt freundlich oder höflich.

0
@eddiefox

Die Möglichkeit eines Missverständnisses hatte ich von vornherein mit in Betracht gezogen:

Aber vielleicht hast du die Frage so auch garnicht gemeint.

Gruß

0

Ich denke nicht, dass Menschen sehr viel anders wären, wenn es keine Geschlechterrollen gäbe. Ich bin ein Mädchen und ich liebe rosa, Kleidung und finde Fußball gucken langweilig. Und ich kann zu 100% sagen, dass ich nicht gezwungen von der Gesellschaft bin diese Sachen zu mögen bzw. nicht zu mögen. Jedoch mag ich es auch zu zocken was in der Gesellschaft ja eher den Jungs zugeordnet ist und ich kenne auch viele Jungs, die gerne Klamotten kaufen gehen. In einer gewissen Weise finde ich die Geschlechterrollen gar nicht so verkehrt, aber trotzdem gibt es natürlich Ausnahmen.

Also ich finde, dass sich Identitätskrisen auch ohne das Konzept von Geschlechterrollen entwickeln können.

Guck mal hier:

http://therapiedschungel.ch/content/5_saeulen_der_identitaet.htm

Daraus geht hervor, dass die Identität einer Person (also im Wesentlichen das, als was man sich identifiziert) nicht nur aus der Sexualität / dem biologischen oder empfundenen Geschlecht besteht.

Ich kenne z. B. einen Investmentbanker, der eine ausgewachsene Identitätskrise entwickelt hat, weil er eingesehen hat, dass seine gesamte Branche nach zutiefst unethischen Grundsätzen handelt. (z. B. Spekulationen mit Lebensmitteln).

Zu den Geschlechterrollen: Die sind a) evolutionsbiologisch definiert (und diesen biologisch-genetischen Code kriegt man leider aus den Köpfen einfach nicht raus) und b) über jahrtausendelange, damals teilweise sinnvolle, heute aber vollkommen überholte, Traditionen entstanden, aus denen dann Wertevorstellugen und Geschlechterrollen wurden. Und bis die vollkommen weg sind, wird es wohl noch ein paar Jahrhunderte dauern.

Zur Zeit kann man ja etwas den Trend beobachten, dass es zumindest eine Tendenz gibt, dass Frauen eine Rolle einnehmen (sollen), die früher als männlich galten und umgekehrt.


Ich kenne z. B. einen Investmentbanker, der eine ausgewachsene Identitätskrise entwickelt hat, weil er eingesehen hat, dass seine gesamte Branche nach zutiefst unethischen Grundsätzen handelt. (z. B. Spekulationen mit Lebensmitteln).


Also wenn ein Verbrecher einsieht, dass er Verbrechen begeht, würde ich das nicht Identitätskrise nennen.

1

Es ist nicht so dass Frauen gezwungen werden Kleider zu tragen und Männer Anzüge. Ich habe die Wahl zwischen einem Anzug und einem Kleid. Ich werde als Mann aber nie ein Kleid tragen wollen.
Auf der Straße laufen Männer und Frauen häufig in Unisex Sachem rum. Wenn ich einkaufen gehe und ein T-Shirt kaufe, könnte das auch eine Frau tragen.
Ja es gibt Geschlechterrollen aber jeder kann selbst entscheiden in wie weit er sich einer Rolle zuordnet.

Man wird aber von der Gesellschaft in diese Geschlechterrollen rein gezwängt.

0

Das glaubst aber auch nur du.

0

Dann bewegst Du Dich entweder in der falschen Gesellschaft oder hast so wenig Slebstbewusstsein, dass Dich zu so etwas drängen lässt, oder beides.

Ich schätze, das kommt sehr auf die Region an, in der Dich hauptsächlich bewegst. In mehr ländlichen Gegenden ist man noch sehr den Traditionen verhaftet. Es wird alles fortgeführt, weil es „schon immer” gut funktioniert hat, eben auch die Geschlechterrollen.

Meine Eltern denken auch noch so, aber ich bin dem schon lange entwachsen.

Tradition ist nicht die Bewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.

0
@MatthiasHerz

geh mal in eine spielzeugabteilung, da gibt es praktisch keine kinderspielzeug mehr, nur rosa Mädchenkram und "coolen" Jungskram. erzähl nicht, dass kinder sich das so wünschen würden, da werden sie von klein auf reingedrängt und hören Bemerkungen wie "oh ein Mädchenpullover, aber du bist doch ein junge" oder "Du spielst als Mädchen Fussball, das ist ja ganz toll".

0

Ich wohne in einer Großstadt, wo die meisten Menschen immernoch an diesen Rollenbildern hängen (Jungs sollen männlich sein bzw stark wirken und Mädchen sollen sich schminken und ständig gut kleiden). Ich selbst habe nicht wirklich viel Selbstbewusstsein und habe allgemein Probleme (eher psychisch gesehen), jedoch lasse ich mich nicht in diese Rollen zwängen und ziehe mich an wie auch immer ich will, mal etwas "weiblicher" und mal etwas "männlicher", wobei es als Mädchen/Frau etwas einfacher bzw mehr akzeptiert wird das man auch Männer Sachen trägt, wenn man als Mann ein Kleid trägt, wird man merkwürdig angesehen. Es muss nicht immer auf dem Dorf almodisch zugehen, also bitte.

0
@KittyLove18

Im Spielzeugladen gibt es eine Jungs und eine Mädchen Ecke. Eltern kennen aber auch die Interessen ihrer Kinder und würden ihrem Sohn wohl eher Lego kaufen, als eine Barbie. Ich hatte auch Lego und war glücklich damit. Mein Bruder hatte Lego links liegen gelassen, es hat ihn nicht interessiert. Ob er mit Barbie gespielt hätte? Eher nicht, und wenn dann nur sehr kurz.

Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass eine Mutter sagt: Schlage andere, damit du männlich und stark wirst oder schminke dich für die Schule. Das machen Jugendlich schon selbst, die einen mehr, die anderen auch gar nicht.

Ich kenne auch das Dorf und die Großstadt und sehe da keinen Unterschied.

0

Was möchtest Du wissen?