Würden Menschen auch an Gott glauben, wenn es kein Trost wäre?

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13 Antworten

Ev. würde einem dann das Dasein auf der Erde ein Stück sinnloser vorkommen.

Man würde vl trotzdem das möglichst Beste daraus zu machen versuchen... aber die Hoffnung auf eine bessere Welt kann irgendwie schon inspirierend und beflügelnd wirken?

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Kommentar von Noname288
08.07.2017, 22:43

Warum sinnlos? Die meisten eiern dauernd was in der Hinsicht herum, dass das Leben schön ist.

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Ich sehe keinen Grund, warum sie das nicht tun sollten.

Warum glaubt man denn an Gott? Christen zumindest glauben an die Echtheit der Offenbarung Gottes und die damit verbundenen Verheißungen, sie glauben den vielen Zeugnissen der Menschen, die Erfahrungen mit diesem Gott und
mit dem Auferstandenen gemacht haben und für sie wird Glauben zum Wissen, wenn sie selbst Erfahrungen machen.

Wir glauben also zunächst mal, dass Gott existiert, weil Er sich geoffenbart hat. Wir haben eine Beziehung zu Gott, weil wir erkennen, wie sehr Er uns liebt und dass es ein Glück ist, Ihn wieder zu lieben. Alle Freude, aller Trost, der uns aus dieser Beziehung zufließt, macht das Leben lebenswert -
auch dann, wenn es schwer ist. Der Glaube an diesen Gott ist also immer auch mit Gottesliebe verbunden.

Wenn nun Gott nur Schöpfer wäre und ansonsten kein Interesse an der Menschheit hätte und somit jeder Trost und Hoffnung auf ewiges Leben
entfiele, würde das letztlich ja nichts an Seiner Existenz  ändern – sofern wir durch Seine Offenbarung davon wüssten. Allerdings würde die Nähe Gottes fehlen, die Erfahrungen mit seiner Nähe und damit auch die Liebe. Das Leben wäre damit sinnlos trotz der Existenz Gottes.

Wer allerdings nicht an die Offenbarung glaubt, wird den Unterschied zwischen einem liebenden Gott oder einem gleichgültigen Gott gar nicht merken und  gottlos glücklich sein.
Gottlos glücklich bedeutet, Freud und Leid dieser Welt und die
Hoffnungslosigkeit des Todes und des ewigen Nichts für uns und alle, die wir
lieben, ungetrübt aushalten zu können.

 

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Das kommt auf den Menschen an. Wenn dieser in völliger Überzeugung ist, dass ihm gutes Widerfahren wird nach seinem Ableben, und dass Gott sich um ihn kümmert, dieser wird eventuell den Trost verlieren, da es nichts gäbe, an was man sich klammern könnte. Kein gemütlicher Kaffeeklatsch nach dem Tod, und so weiter...

Aber: Wenn der Mensch sich Gott im Inneren selbst vorstellt, mit ihm selbst spricht, um einfach noch einen Rat haben zu können, um einfach jemanden zu haben, an den man die Entscheidungen und Schulden abladen kann und das hilft der Psyche, dann wird das schwerlich den Menschen dazu bringen, nicht mehr an diesen Gott zu glauben. Er braucht keine Gewissheit, dass es keine Himmel und Hölle gibt, er lebt im Jetzt.

Liebe Grüße,

Confiteor :)

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da glaube ich trotzdem an Gott.  Ich  bin auch nicht perfekt , wenn Gott sagt : Ok  Du hattest Jesus , als die Gnade , und hast es trotzdem nie auf die Reihe gekriegt , Du wirst nicht weiter existieren, werde ich zu Lebzeiten dennoch glauben. Ja Gott gibt es. 

lieben gruß

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Würden Menschen auch an Gott glauben, wenn es kein Trost wäre?

Wer hält sich schon an eine Kraft fest, die ihm nicht gut tut? Ich denke mal: Keiner

So wird man auch nicht an einen Gott glauben, wenn man bei diesem keine Kraft des Trostes verspürte...

Nachher gibt es nix.

Wieso 'nix'? Gott ist doch gegeben, wie Du dies selber im ersten Satz als Hypothese aufgestellt hast...

Und wenn dann laut Deiner Hypothese Gott existiert, muss doch dann eine 'Örtlichkeit' gegeben sein; sei dies Himmel, Hölle, Paradies, Gottes Reich, 'Überall' oder dergleichen...

Gruß Fantho

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Viele Menschen behaupten, sie glauben an Gott.

Sie haben aber keinerlei Interesse, sich näher mit dem Thema auseinander zu setzen.

Sie machen sich ihre eigenen Gedanken über Gott und finden das dann schon tröstlich.

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Da es wissenschafttlich unmöglich ist das es keinen Gott geben könnte, würde ich auch weiterhin an ihn glauben.

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ja sicher. Das Gottesbild der altjüdischen Religion zum Beispiel, in der Torah,
kannte keinen Gott, der Trost spendete. Dieser Gott wurde beschrieben
als blutrünstiger, gnadenloser Richter, ein Bündnispartner, dem man
Gefolgschaft und bedingungslosen Gehorsam gelobte und im Gegenzug von
ihm Schutz vor Feinden und Katasrophen sowie Garantie eines guten Lebens
gewährt bekam. Natürlich war auf lange Sicht ein solch primitives
Gottesbild unbefriedigend und wandelte sich später tatsächlich in ein Bild, wo
Gott die väterliche Liebe, somit auch - wie von dir gefragt - tröstlich
war und die Gläubigen versöhnte mit den offenbaren Schicksalsschlägen
und Ungerechtigkeiten des irdischen Daseins.

Aber es gibt durchaus Religionen, auch in der Gegenwart, in denen nicht die Tröstung im Vordergrund steht, sondern die (menschengemachte) Angst.

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Kommentar von Noname288
09.07.2017, 15:57

Ja, aber auch das ist Trost. Wenn ich vor einer Schlacht zu jemandem beten kann.

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ALLE achtung,  liebe noname.

das ist die beste Frage, die ich seit langem hier gelesen habe!

Die Antwort wäre : NEIN!

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Kommentar von AllesLiebe12
11.07.2017, 16:11

Deine Antwort ist allerdings weder hilfreich geschweige zutreffend.

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"Glauben" bedeutet - rein rational betrachtet - "nichts wissen" ! 

Wie wissend bist DU denn, um zu behaupten "Nachher gibt es nix" ?

Trost (oder auch Hoffnung) sind leider nur schwache Kräfte, welche nicht (er)lösen, sondern nur Negatives lindern können, aber weder dieses als illusionär verblassen lassen - geschweige gänzlich beseitigen - können.

Gottes Sein und Wirken verbindet sich primär mit absolut fundamentalen Begriffen wie LIEBE, Erkenntnis, Weisheit, Gegenwärtigkeit, Realität.

Ich erkenne, Du bist (noch) sehr unwissend dazu. Vermutlich auch jung.

Falls Interesse besteht - lies gerne unter den 2 Link´s - siehe mein Profil.           (dieses würde ganz bestimmt einiges in Dir erkennbar erhellen können.)

Alles Liebe !

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wenn menschen keine lebenskraft aus ihrervreligion ziehen könnten, würden sie auch nicht glauben

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Dein Wissen ,ist sehr beeindruckend.

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Der Grund, das es Gott gibt, ist nicht der, uns zu trösten.

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Kommentar von Pokhorny
09.07.2017, 08:27

Ist es nicht? Die Hoffnung das etwas mit Gottes Hilfe besser wird? Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod? Hoffnung das man nach dem Tod seine Lieben wieder sieht?

Klingt alles sehr tröstlich.

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