Würde ich Hartz IV bekommen, wenn der Lebenspartner kein Einkommen hat, aber von seinem Erbe lebt?

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4 Antworten

Wenn ihr als Paar zusammen lebt, habt ihr euch ja auch dazu entschlossen füreinander einzustehen. Im Klartext heißt das, ihr bildet eine Bedarfsgemeinschaft und könnt nur GEMEINSAM einen Leistungsantrag stellen. 

Dabei wird dann nicht nur das Einkommen, sondern auch das Vermögen abgefragt.

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Es kommt darauf an ob ihr erst zusammen ziehen wollt oder schon zusammen wohnt und wenn ja,wie lange schon und ob ihr euch freiwillig wirtschaftlich wie finanziell unterstützen wollt !

Wenn ihr schon min. 1 Jahr zusammen leben würdet,dann geht das Jobcenter von einer BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) aus,es sei denn das ihr tatsächlich nur eine reine WG - ( Wohngemeinschaft ) bilden würdet,also keine Beziehung zueinander hättet.

Würde euch das Jobcenter als BG - einstufen,dann spielt es keine Rolle ob er Einkommen hat oder nur Vermögen,wenn das Vermögen dann über eurer Freigrenze ( Schonvermögen ) liegen würde,dann würde der Überschuss auf euren gemeinsamen Bedarf angerechnet.

Habt ihr also keine verwertbaren Lebensversicherung oder ähnliches,dann habt ihr jeweils ein so genanntes Schonvermögen von 150 € pro Lebensjahr + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen.

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Das kommt nun darauf an, ob Ihr Euch gegenüber dem Jobcenter dann noch als "Wohngemeinschaft" mit Trennung von Bett und Tisch legitimieren könntet. Das dürfte aber schwer werden, wenn Ihr schon mindestens 6-12 Monate ( oder länger ) zusammen in der Wohnung lebt.

Wenn ihr jetzt erst zusammenziehen wollt, so KÖNNTE man dahingehend aber noch argumentieren, dass ihr noch KEINE "eheähnliche Lebensgemeinschaft" bildet und Du somit Deine "Regelleistung" für den Lebensunterhalt bekommst, und die Hälfte der Kosten der Unterkunft und Heizung.

Das wird aber auch nur maximal etwa 6 - 12 Monate beim Jobcenter SO anerkennbar sein. Danach werdet ihr auf jeden Fall als "Bedarfsgemeinschaft" veranlagt werden und er muss Dich von seinem Erbe entsprechend soweit mitversorgen, bis es zu den Freibeträgen seines Selbstbehaltes ( zur Altersvorsorge ) aufgebraucht ist.

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