Würde ich als nicht ordentlicher Student weniger Abgaben haben?

5 Antworten

Die 190 klingen verdächtig nach dem Mindestbeitrag, billiger wird es nicht. Außer als Student. Ich gehe davon aus, dass du (wahrscheinlich aufgrund des Gewerbes) bereits jetzt nicht als Vollzeitstudent eingestuft wirst. Als Student wären es nämlich 94 Euro, oder wenn du unter 25 wärst und deine Eltern gesetzlich versichert sind, gar die kostenlose Familienversicherung.

Ja, die 190 zahle ich, weil ich schon mein xtes Fachsemester hinter mir habe. (Weiß nicht mehr genau bei wie vielen die Grenze war)

Aber mein Kollege meinte, dass bei ihm die Krankenversicherungsbeiträge unter die 190 Euro fallen, weil sein Arbeitgeber beim Midijob einen Anteil trägt. Ich war auch skeptisch, da ich die 190 ebenfalls für die Untergrenze hielt. Hat er sich vllt vertan?

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@Kalzifer641

190 paritätisch auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt wären ja ungefähr 95. Die Regelung mit den Fachsemestern ist mir unbekannt. Wenn es die tatsächlich gibt, wärst du mit dem Midijob als Hauptbeschäftigung tatsächlich günstiger dran.

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@sebastianla

Habe es jetzt nachgeschaut. Die Bedingungen für die studentische Versicherung (ca. 90€) sind: unter 30 Jahren alt und nur innerhalb der ersten 14 Fachsemester (Bei nachgewiesener Gremientätigkeit bis zu zwei mehr).

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@sebastianla

Ist das denn sicher, dass das so aufgeteilt wird bei einem nicht studentischen Midijob?

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@Kalzifer641

Ich habe nachgesehen, es ist aufgrund der Gleitzonenregelung sogar für beide weniger, vor allem für den Arbeitgeber.

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Leider hast du einige nicht ganz korrekte Antworten erhalten.

  • Als Student in der KVdS bist du nur bis zum 30. LJ bzw. 14. Fachsemester versichert,
  • da du diese Kriterien nicht mehr erfüllst, bist du freiwillig versichert und giltst für die Krankenkasse nicht mehr als Student (auch wenn du noch studierst),
  • deshalb kannst du auch nicht als „Werkstudent“ eingestuft werden
  • Ein Minijob löst keine Krankenversicherungspflicht aus, läuft also nebenbei. Der Arbeitgeber führt nur pauschale Beiträge ab, versichern muss man sich selbst (entweder durch eine versicherungspflichtige Haupt-Beschäftigung, eine freiwillige Versicherung oder in der KVdS bzw. Familienversicherung - falls die Kriterien gegeben sind)
  • bei einer freiwilligen Versicherung übernimmt der Arbeitgeber keine Beitragsanteile (Ausnahme: Beschäftigung über der JEAG).

Fazit: Durch einen Minijob ändert sich gar nichts. Anders sieht es aus, wenn du einen Midijob annimmst, also eine Beschäftigung im „Übergangsbereich“ (früher Gleitzone genannt). Da zahlst du einen geringeren Anteil als dein Arbeitgeber, bist aber in allen Zweigen der Sozialversicherung versichert.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank!

Seltsamerweise fragt die Krankenkasse aber nach, wie viele Stunden ich pro Woche arbeite etc., um zu checken, ob ich noch als ordentlicher Student gehandhabt werden kann. Das würde sich ja eigentlich erübrigen. Ich werde morgen mal dort anrufen.

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@Kalzifer641

Die Krankenkasse will das wissen, weil sie nur dann entscheiden kann, ob dein Studium oder die Beschäftigung zeitlich überwiegt. Überwiegt die Beschäftigung (über 20 Std. wöchentlich), musst du als hauptberuflich Beschäftigter pflichtversichert werden, andernfalls bleibst du freiwillig versichert.

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Ein Freund hat einen Midijob angenommen und meint, dass der Arbeitgeber einen Teil der Krankenkassenbeträge übernimmt...

Stimmt so nicht ganz: seit dem 1.7.2019 gibt es anstatt der bisherigen Gleitzone von 450,01€ bis 850€ den neuen Übergangsbereich von 450,01€ bis 1300€: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/01_basiswissen/01_grundlagen/04_mehr_als_450/basepage.html

wie z.B.: Midijob im Übergangsbereich (bis 30. Juni 2019 Gleitzone)

Verdient ein Arbeitnehmer regelmäßig 450,01 bis 1.300 Euro monatlich, befindet er sich im sogenannten Übergangsbereich. Damit ist seine Beschäftigung ein Midijob.

Günstige Sozialversicherung für Midijobber

Ein Midijobber muss nicht die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen, ist aber dennoch umfassend in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgesichert. Sein Beitragsanteil richtet sich innerhalb des Übergangsbereichs nach einem fiktiven Wert, der über eine Formel ermittelt wird.
Dagegen leistet der Arbeitgeber eines Midijobbers den vollen Beitragsanteil zur Sozialversicherung.

Als Werkststudent habe ich ja den Vorteil, dass ich weniger andere Abgaben habe, aber die sind relativ gering im Gegensatz zu der Ersparnis in der Krankenkasse.

Dir werden nur Rentenversich.beiträge einbehalten - die Krankenkasse bezahlst du ja bereits selber: https://www.studis-online.de/werkstudent/

Gruß siola55

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Hallo,

wenn man mehr als 14 Fachsemester studiert (oder mindestens 30 Jahre alt ist), gilt der Studentenbeitrag in der Krankenversicherung nicht mehr. Es gibt aber bei besonderen Umständen (z.B. Behinderung, Elternzeit, Krankheit, ...) die Möglichkeit, auf Antrag den Studentenbeitrag zu verlängern.

Aus Arbeitgebersicht ist nur die aktuelle Studienbescheinigung relevant - die Art der Krankenversicherung spielt für ihn keine Rolle. Wenn die wöchentliche Arbeitszeit in der Vorlesungszeit 20 Stunden nicht übersteigt, zahlt der Arbeitgeber nur die Rentenversicherungsbeiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil).

Bei Nicht-Studenten fallen alle sozialversicherungsbeiträge an, aber bis 1300 Euro brutto ist wegen der Übergangszone der Arbeitnehmeranteil ermäßigt.

Da zwischen Hochschule und Krankenkasse ein Datenaustausch über das Studium erfolgt, kann sich der Student nicht aussuchen, ob er beim rbeitgeber als Student oder nicht geführt werden möchte. Wenn der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber seine Studenteneigenschaft verschweigt, kommt es zu einer Beitragsnachzahlung (spätestens nach 4 Jahren).

Am besten bei einem Netto-Lohn-Rechner die genaue Beitragshöhe für alle Sozialversicherungszweige ermitteln.

Was kann man tun?

  • die Arbeitszeit in der Vorlesungszeit auf insgesamt mehr als 20 Stunden pro Woche anheben (mehrere Arbeitgeber und Tätigkeiten werden addiert)
  • im Folgesemester nicht mehr eingeschrieben sein, sondern ggf. Gasthörer-Status nutzen. Bei der Hochschule klären, ob ein semesterweiser Wechsel möglich ist.

Es kann aber sein, dass der Arbeitgeber kündigt, wenn der Studentenstatus nicht mehr gilt (und es schwieriger wird, einen neuen Arbeitgeber zu finden).

Gruß

RHW

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
Als Werkststudent habe ich ja den Vorteil, dass ich weniger andere Abgaben habe, aber die sind relativ gering im Gegensatz zu der Ersparnis in der Krankenkasse.

überlege mal, wenn du als Werksstudent einer Tätigkeit mit maximal 20 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit nachgehst, zahlst du für die Krankenkasse ca. 180 € Pauschale und dabei ist es völlig egal ob du 500 € mtl. verdienst oder 5.000 €.

Außerdem zahlt der Werksstudent auch keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.

Beitragssätze zur Krankenversicherung = 14,6 % und zur Arbeitslosenversicherung 2,5 %.

Aber wenn die Zahlen, die mein Kollege mir vorgelegt hat, stimmen, dann zahlt er bald wieder nur zweistellige Krankenkassenbeiträge. Da wäre für mich die Option nicht als Werkstudent zu gelten tatsächlich günstiger.

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@Kalzifer641
Da wäre für mich die Option nicht als Werkstudent zu gelten tatsächlich günstiger.

Was dir auch negativ von der Uni ausgelegt werden kann!

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