Würde eine Menschenkolonie stärker werden, wenn man sie zum Jupiter schicken würde, weil ihr Körper ja dann extrem auf die Gravitation programmiert würde?

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6 Antworten

Falls SlowPhil richtig gerechnet hat, beträgt die Schwere ca. das 2,7fache.

Das ist noch nicht zum Zerquetschen geeignet, ist nur sehr lästig.
Menschen mit dem 2,7fachen des Idealgewichts sind ja durchaus noch in der Lage, sich aufrecht zu bewegen und sogar Treppen rauf zu gehen.

Und wie die Evolution sich da auswirkt, wenn sie sich auswirkt, lässt sich nicht vorhersagen.
Vielleicht kehren wir zum vierfüßigen Gehen zurück.
Oder zum Hand-Knie-Gehen, und die Füße verkümmern.
Oder wir werden Zwerge.
Oder wir bewegen uns einfach weniger.

Oder oder oder ...

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Der Jupiter ist ein Gasplanet ohne feste Oberfläche und vermutlich ohne festen Kern. Da kommst Du auf die absurde Idee:

Die Muskeln müssen ja nun entgegen einer höheren Gravitation
"stemmen".. .

Wogegen sollten sich die Leute „stemmen“, wo nirgends ein fester Körper ist? Die Leute würden mit ihrem Raumschiff in eine riesige Gaskugel bei minus 108 Grad eintauchen bis zum Schwerpunkt. Und dort würden sie sterben, wenn die Vorräte an Sauerstoff, Wasser, Nahrung und Energie zu Ende wäre. Bis dahin würden sie noch ordentlich ihre Muskeln abbauen mangels Boden zum Abstützen.

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Es ist M[J] ≈ 1000/3·M[E] und R[J] ≈ 11R[E], woraus sich rechnerisch

g[J] ≈ 1000/363·g[E] ≈ 2,7g[E]

ergibt. Wenn dort tatsächlich eine Oberfläche bei R[J] wäre, auf der man stehen oder eine Kolonie gründen könnte, oder wenn man eine schwebende Kolonie bauen könnte, die durch den Auftrieb der Jupiteratmosphäre da oben gehalten würde, würde Anpassung an diese g-Verhältnisse tatsächlich dazu führen, dass die Kolonisten kleiner und kräftiger werden müssten, vielleicht Gimli-mäßig. Jedenfalls hätten Menschen vom Körperbau eines Gimli wesentlich bessere Karten als große Astheniker.

Allerdings ist der Jupiter selbst denkbar ungeeignet, dort zu siedeln, weil die Atmosphäre äußerst turbulent ist und Dauergewitter herrscht, die ständige Gefahr eines Absturzes in die tödliche Tiefe macht es auch nicht besser. Siedlungen bei Jupiter würden, wenn überhaupt und wenn man nicht einfach künstliche Raumstationen bauen würde, daher eher auf Jupitermonden entstehen, und da herrscht schwächere Gravitation.

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Wahrscheinlich, würden sie stärkere Muskeln entwickeln. Dafür müsste es aber auch eine Mutation geben, die dass auslöst, damit diese einen Vorteil gegenüber den anderen hätten.

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Jupiter ist ein Gasriese, daher entfällt dein Ansinnen. Hätte er eine feste Oberfläche, würde das Herz des Menschen nicht tätig werden können, denn diese enorme Pumpleistung, um die Schwerkraft zu überwinden, wäre denn doch zu viel des "Guten".

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Jupiter ist ein sogenannter "Gasriese", ein Planet also der keine feste Oberfläche besitzt, somit ist die Frage hypothetisch.

Nehmen wir einmal an es gäbe einen erdähnlichen Planeten mit sagen wir einmal 3 Erdmassen wo Menschen leben könnten. Dann würden sie stärkere Muskeln entwickeln.

Der biologische Selektionsdruck fällt beim Menschen weg aber bei Tieren könnte das eine Auswirkung im "Kampf ums Überleben" haben (Survival of the fittest). Dazu muss es aber zu genetischen Mutationen kommen.L.G.

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Kommentar von juergen63225
21.10.2016, 13:07

Der biologische Selektionsdruck fällt beim Menschen weg

das ist der Knackpunkt .. schon im Normalfall des Lebens auf der Erde gibt es den Selektionsdruck nicht mehr .. In einer Weltraumumgebung würde vermutlich jeder die optimale medizinische Versorgung bekommen und daher gibt es erst recht keine Änderung des Erbgutes durch die Evolution mehr. Es sei denn man macht das mit anderen Methoden, sprich: Genmanipulation. Genau das ist wahrscheinlich ... sollte die Techik so weit sein, Multigenerationen Weltraumreisen möglich zu machen, wird man das auch auch nicht dem Zufall überlassen ... 

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