Würde eine Atombombe auf Pjöngjang reichen um das Regime in Nordkorea zu beseitigen und sie zur Kapitulation zu zwingen?

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4 Antworten

Gegenwärtig wird bis zum Exzeß provoziert. Trump kann nicht einfach so den Atomangriff befehlen, dazu braucht der den Kongress. Und auch Kim wird bei dieser Frage mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht selbstherrlich alleine entscheiden können.

Nur wenig um die Ecke gedacht deutet sich hier auch an, daß da vorrangig jede Seite versucht, die andere Seite bis zur Weisglut zu reizen und zum Durchknallen zu verleiten, um sich dann selbst als das in Notwehr handelnde Opfer darzustellen.

Aber was wäre, wenn das Unvorstellbare doch geschieht?

Da würden dann zwei Knallköpfe feige in ihren Atombunkern sitzen und auf maximal perverse Weise das Spiel spielen "schlägst du meine Kinder, dann schlag ich deine Kinder". Die Opfer wären zunächst Millionen unschuldiger Zivilisten, und wie man am Beispiel Hiroshima gesehen hat, gäbe es auch dann noch weiterhin Spätopfer, nachdem die einstigen Feinde längst wieder dicke Freunde geworden sind, um auf andere Weise neues Unheil anzurichten.

Doch leider ist auch unübersehbar, daß sich die Welt inzwischen wie schon immer in die Falle ihrer eigenen Dämlichkeit begibt. Anstatt über alles das nachzudenken, was ein vielleicht auch regional begrenzter atomarer Schlagabtausch wirklich bedeutet, wird zunehmend darüber diskutiert, wer wohl als "Gewinner" aus der Sache hervorgehen könnte.

Doch da ist etwas falsch gedacht. Auch die USA wären nicht die Gewinner, sondern Millionen Unschulder wären die Verlierer.

Theoretisch schon.
Aber dabei würde man so viele Unschuldige verletzen und die ganze Umgebung für Jahrzehnte "verdammen".
Atombomben sind Waffen, die einfach nicht existieren sollten.

Nordkorea lässt sich nicht mit einem punktuierten Schlag handlungsfähig machen oder "erobern". Das liegt daran, dass man dort wie in kaum einem anderen Land der Welt eine - bezogen auf die Gesamtbevölkerung - unglaublich große Armee hat. Außerdem sind die kritischen Infrastrukturen (also insbesondere Nuklearprogramm und Raketenabschussrampen) dezentral übers Land verteilt. Und "das Land" ist gerade im Landesinnern nicht ganz leicht zu überblicken, da teils ziemlich bergige Gegend. Da ist auch die Satellitenaufklärung z. T. überfordert.

Wenn man Nordkorea mit einem "Erstschlag" oder einer "Reaktion" handlungsunfähig machen wollte, müsste man nicht nur Pjöngjang bombardieren, sondern ungefähr 50 weitere Orte. Und das näherungsweise zeitgleich, damit keine letzte "Wahnsinns-Attacke" als "Verzweiflungsschlag" mehr losgetreten werden kann.

Bedeutet: wenn irgendwann mal Luftkrieg gegen Nordkorea stattfinden sollte, dann ganz plötzlich und mit enormem Aufgebot. Und enorm vielen Toten (auf die dann auch niemand mehr Rücksicht nehmen würde).

Könnte also eine ziemlich unappetitliche Sache werden.

klugshicer 09.08.2017, 20:39

Und China wäre wegen der radioaktiven Verseuchung wahrscheinlich angepisst und würde möglicher Weise die USA ebenfalls mit Atomwaffen angreifen.

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dan030 09.08.2017, 20:41
@klugshicer

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die USA mit Nuklearwaffen auf Nordkorea zielen würden/werden.

Wohl aber kann ich mir vorstellen, dass die gleich ein paar hundert konventionelle Marschflugkörper auf einmal losschicken, wenn das weiter eskaliert. Frei nach dem Motto "der erste Schuss muss sitzen - und zwar flächig".

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Das 72 Jahre nach Nagasaki lesen zu müssen lässt mich an der Intelligenz in Deutschland verzweifeln.......

Benadino 09.08.2017, 20:29

Danke und dein Kommentar zu lesen lässt mich hoffen

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