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Griechenland und Türkei sind beide Mitglieder der NATO. Im Falle, dass NATO-Mitglieder miteinander in eine militärische Auseinandersetzung geraten, setzt sich der Angreifer ins Unrecht. Denn der NATO-Vertrag verpflichtet alle Vertragspartner, ihre Konflikte friedlich zu lösen. Die Türkei würde bei einem Angriff auf Griechenland diesen Vertrag brechen. Der NATO-Rat dürfte als Konsequenz die türkische Mitgliedschaft beenden.

Dennoch tritt kein Bündnisfall ein, weil ein solcher Angriff kein Angriff auf das NATO-Gebiet, sondern eine Militäraktion innerhalb des NATO-Gebietes wäre! Jeder NATO-Staat darf also frei entscheiden, ob er und auf welche Weise er Griechenland unterstützen will, mit Geld, Waffen, militärischer Gewalt usw.

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich arbeite als Historiker.

Zur NATO. Fraglich. Siehe die Aussage des syrischen UN -Botschafters im März 2018:

Syriens UN-Botschafter: "Glauben Sie Erdogans Hollywood-Show nicht: USA und Türkei spielen zusammen"

https://www.youtube.com/watch?v=K4cNp0fZf7I

Zitat Beginn:
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"Unsere Position ist immer noch dieselbe. Die türkische Invasion ist eine Aggression gegen unsere Souveränität. Und die syrische Regierung hat den UN-Sicherheitsrat viele, viele Male in einer Reihe von identischen Briefen, die sowohl an den Sicherheitsrat als auch an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtet waren, darauf aufmerksam gemacht.

Was können wir Ihnen sagen? Wenn die Türkei Teil der NATO ist und die NATO in das Blutvergießen der gesamten Region, sowohl im Irak als auch in Syrien, verwickelt ist, so schützt die NATO die Türkei. Glauben Sie nicht diese Hollywoodshow, die sie in Ankara und auch anderswo sehen. Das, was die Türkei tut, passiert mit dem Segen der Amerikaner, danke."

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Zitat Ende.

(Der Ständige Vertreter Syriens bei den Vereinten Nationen, Bashar Jaafari, ist am gestrigen Montag im Hauptquartier der UN in New York vor die Presse getreten. Dort äußerte er sich auch zu der Militäroffensive, die die Türkei in Syrien mithilfe der regierungsfeindlichen Kämpfer der FSA durchführt. Diesen sagen viele Beobachter starke islamistische Strömungen nach und dass sich in ihren Reihen ehemalige Al-Nusra- sowie IS-Kämpfer befinden. Hunderttausende Menschen sollen bereits vor der türkischen Invasion geflüchtet sein.

Erdogan kündigte an, nach der syrischen Stadt Afrin noch weitere Gebiete im Norden Syriens zu erstürmen und gab sich in jüngster Vergangenheit nach außen hin öfters US-kritisch.

Er wirft den NATO-Bündnispartnern vor, kurdische "Terroristen" bewaffnet zu haben. Jaafari erklärte, dass es sich dabei um eine Inszenierung handele: "Die NATO schützt die Türkei. Glauben Sie nicht an diese Hollywood-Show, die Sie in Ankara und anderswo sehen. Das, was die Türkei tut, passiert mit dem Segen der Amerikaner.")

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Die Türken machen das mit Griechenland raffinierter. Sie schleusen turkstämmige Flüchtlinge nach Griechenland ein, 50.000 jedes Jahr, da ist dann weniger zu tun.

EU: Zahl der Migranten aus der Türkei deutlich gestiegen

26.01.2019

https://deutsch.rt.com/newsticker/83178-eu-zahl-migranten-aus-turkei-gestiegen/

"Die Zahl der Migranten aus der Türkei ist im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Laut einem neuen Bericht der EU-Kommission liegt die Zahl der Ankünfte aus diesem Land bei 50.789, was 22 Prozent mehr ist als im Jahr 2017. Die Migranten sind in erster Linie Türken, Syrer, Iraker und Afghanen.

Dem Bericht zufolge kamen die meisten von ihnen nach Griechenland (47.939), danach kommen Italien mit 2.383 sowie Bulgarien und Zypern mit 349 und 118 Personen. 90 Prozent der Migranten kommen in die EU mit Hilfe von kriminellen Organisationen.

Die Türkei hat sich im Jahr 2016 im Rahmen eines Abkommens mit der EU dazu verpflichtet, ihre Grenzen zu sichern, um die illegale Migration aus der Türkei in die EU zu verhindern. Dafür sollte das Land bis zu sechs Milliarden Euro von Brüssel erhalten – drei davon wurden bereits ausgezahlt."

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rredentismus

Die militärische Strategie der neuen Türkei

von Thierry Meyssan

Die türkische Armee hat eine militärische Strategie in Form von russischen Puppen eingeleitet. Die Operationen, die gerade begonnen haben, sollen offiziell die Dschihadisten bekämpfen. In der Realität aber richten sie sich gegen die Schaffung von neuen Staaten, wie Rojava und Kurdistan. Sie verbergen die mögliche Umsetzung des nationalen Eides von 1920 mit der Eroberung von dem Nord-Osten von Griechenland, der ganzen Insel Zypern, des Norden von Syrien und des Irak; es ist der öffentlich behauptete Irredentismus von Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 12. Oktober 2017

Die Operation vom 8. Oktober 2017

Als Folge einer Einigung zwischen Russland und der Türkei bei den letzten Verhandlungen in Astana, drang die türkische Armee in die Provinz Idlib ein, unter Verstoß gegen die syrische Souveränität, um dort die Dschihadisten zu bekämpfen.

Die türkische Armee unterscheidet zwischen:

 den turkmenischen Syrern, die sie unter der Flagge der ehemaligen Freien Syrischen Armee (FSA) gruppiert hat, und die sie als Stütze in der Region einzusetzen gedenkt.

 den Dschihadisten, die akzeptieren, ihren Kampf in Südostasien weiterzuführen und die vom türkischen Geheimdienst (MIT) dorthin transportiert werden sollen.

 allen anderen, die beseitigt werden sollten.

Die türkische Armee besetzt übrigens bereits Al - Bab, auch unter Verstoß gegen die syrische Souveränität.

Die türkische Präsenz in Idlib schneidet den Zugang von Rojava zum Mittelmeer ab. Ihre Anwesenheit in Al - Bab bietet ihr die Möglichkeit, Rojava schnell in zwei Teile zu schneiden und diesen Pseudo-Staat zu vernichten.

Die gemeinsame Operation vom 12. Oktober 2017

Die Türkei, der Iran und der Irak haben vereinbart, die Unabhängigkeits-Bestrebungen des Pseudo-Kurdistans zu ersticken. Die Familie Barzani und Israel haben allmählich Gebiete durch lokale Konflikte und Kriege erobert. In fünfzehn Jahren hat das von Barzani und Israel unter dem Namen "Irakisches-Kurdistan" verwaltete Gebiet seine Größe auf das fünffache vergrößert, auf Kosten der indigenen, der christlichen und arabischen Völker. Am 25. September 2017 haben die Familie Barzani und Israel ein Unabhängigkeits-Referendum organisiert. Durch eine weithin manipulierte Wahl, besonders in den christlichen Gebieten, gewann das Ja mit 92 %. Auf einem traditionellen Fest, hat die Barzani-Familie, mit kurdischen und israelischen Fahnen winkend, angekündigt, dass der Unabhängigkeit-Prozess unumkehrbar sei. Die Kurds-Israel Revue enthüllte, dass ein Abkommen zwischen Tel Aviv und Erbil gemacht wurde für die Übertragung von 200.000 israelischen Bürgern nach "Kurdistan", sofort nach der Unabhängigkeit. Die israelische Armee will dort schnell Raketen installieren, um Syrien und den Iran zu bedrohen.

Die Pipeline, die das Pseudo-Kurdistan mit dem Hafen von Ceyhan (Türkei) verbindet, wird vom türkischen öffentlichen Betreiber und Besitzer, BOTAŞ, geschlossen werden, wodurch die Öleinnahme der Barzani abgeschnitten werden. Derzeit wird das kurdische Öl vor allem von der französischen Firma Total betrieben. Es wird in der Europäischen Union, in der Ukraine und in Israel verkauft, für welches Letztere es fast den ganzen inländischen Verbrauch bedeutet.

Der türkische und iranische Luftraum mit dem Pseudo-Kurdistan wird geschlossen werden. Angesichts des Krieges ist der syrische Luftraum für zivile Flüge nicht praktikabel. Die Flüge von und nach Erbil werden unbedingt über Bagdad gehen müssen.

Die Grenzübergänge zwischen der Türkei und dem Iran auf der einen Seite, mit dem pseudo- Kurdistan andererseits, werden alle geschlossen sein, womit die Zolleinnahmen des möglichen neuen Staates abgeschnitten sind. Um den türkisch-irakischen Handel aufrecht zu erhalten, wird eine neue Straße entlang der syrisch-irakischen Grenze eröffnet werden um Ankara mit Bagdad zu verbinden. Die irakische Armee wird 13000 Mann zur Gewährleistung der Sicherheit stellen, während die Bauarbeiten einer neuen Pipeline auf diesem Weg sofort beginnen werden.

Diese Straße wird die Kommunikation zwischen Pseudo-Kurdistan und Rojava abschneiden.

Die türkische Armee besetzt bereits Baachiqa (Pseudo-Kurdistan) seit 2015, unter Verletzung der irakischen Souveränität.

Ein Ultimatum wird der Barzani-Familie geschickt werden, dass sie auffordert, spätestens am 1. November auf die Unabhängigkeit zu verzichten. Im Falle einer Ablehnung bereitet sich die türkische Armee vor, Krieg gegen das Pseudo-Kurdistan zu führen. Sie würde Erbil in die Zange nehmen, auf der einen Seite von der türkischen Grenze aus, auf der anderen Seite von der neuen, durch die irakische Armee gesicherten Straße.

Die Ziele der neuen Türkei

Drei Monate nach dem Attentat-Versuch und dem gescheiterten Putsch vom Juli 2016, hielt Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Antrittsrede an der Universität, die seinen Namen (RTEU) trägt. Er gab da eine Übersicht über die Ambitionen der türkischen Republik seit ihrer Gründung und jener ihres neuen Regimes. Mit explizitem Bezug auf den "nationalen Eid" (Misak-ı Milli), der durch das Osmanische Parlament am 12. Februar 1920 adoptiert wurde, begründete er seinen Irredentismus. Dieser Eid, der die Passage des Osmanischen Reiches zur Türkischen Republik bedeutet, fordert die Gebiete im Nordosten Griechenlands (West-Thrakien und den Dodekanes), ganz Zypern, den Norden von Syrien (einschließlich Aleppo, Idlib und Hassake) und den Norden von Irak (einschließlich Mosul).

Nur Hatay (Syrien) wurde 1939 von Frankreich der Türkei zugestanden. Paris hoffte damit, dass Ankara es von den christlich-Orthodoxen, deren Patriarchats-Sitz in Antiochia war, befreite.

Nachdem er alle diese einzelnen Territorien angeführt hatte, behauptete Präsident Recep Tayyip Erdoğan sie wiederum [1].

Recep Tayyip Erdoğan ist das einzige Staatsoberhaupt von einem entwickelten Land, das die internationale Ordnung in Frage stellt und öffentlich, wenn nötig mit Gewalt, neue Territorien fordert.

Thierry Meyssan

Übersetzung

Horst Frohlich

Im Jahr 1920 verfasst der Gründer der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk, den nationalen Eid, durch den er sich den Siegermächten des ersten Weltkrieges widersetzt und die Annexion von neuen Territorien, mit mehrheitlicher oder minderheitlicher muslimischer Bevölkerung, erfordert.

Quelle: https://www.voltairenet.org/article198324.html

 - (Politik, Wirtschaft und Finanzen, Reisen und Urlaub)

So wie die Dinge liegen, wuessten wir es erst, wenn diese Situation eintreten wuerde?

Klar wuerde die Nato deeskalierend dagegen vorgehen, allerdings ob das Erdogan z.B. dann imponieren wuerde, ist anzuzweifeln. Im Moment hat er volle Freiheit in seinem handeln, somit ist hier eine Voraussage nicht moeglich.

Griechenland ist ja, zur Tuerkei gesehen, ein militaerischer Zwerg.

Das wäre ein Agressiver Akt gegenüber einem NATO-Partner. Das wiederrum ist nicht mehr verhandlungsfähig, sondern für alle anderen der casus foederis.

Kommen sie einem angegriffenen Partner nicht zur Hilfe, zeigt dass, dass das gesammte Bündnis nichts wert ist, weil es nicht funktioniert und schon allein deswegen wird man sich in so einem Fall nicht verweigern.

Ich habe eher den Eindruck, das in solchen Faellen Ratlosigkeit herrschen wird und nach Tagespolitik gehandelt wird.

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Ich denke nicht, man würde die Türkei bevorzugen und GR aufgeben, da die Türken nun größer sind und mehr Absatzmärkte bieten.

GR hätte nur Ägypten, Armenien, Irak oder Syrien, die alle kein Interesse an der Türkei haben, welche ja das osmanische Reich haben wollen und die damaligen Grenzen nicht akzeptieren. Sozusagen Gebiete vom Irak, Syrien, und GR wollen, die eigentlich nie denen gehört haben, vor der brutalen Djihaderoberung der Türken.

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