Würde die Endurance aus Interstellar unter Gyroskopeffekten leiden?

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3 Antworten

Mal davon abgesehen, daß es keinen SF Film gibt, der 100% vor physikalischen Fettnäpfen gefeit ist, kann man getrost davon ausgehen, daß...

...solange Energie an Bord verfügbar ist, es technische Möglichkeiten gibt, den Drehimpuls jedweder unerwünschten Eigenrotation mit Drallrädern aufzunehmen und diese dann, wenn es notwendig wird, mit Verniertriebwerken wieder zu entsättigen.

Die Technologien dazu sind bereits heute vorhanden und im Einsatz und haben sich bewährt.

Grundsätzlich müssen Raumfahrtzeuge, die Drallstabilisiert sind, immer um die Hauptträgheitsachse rotieren. Daher haben Drallstabilisierte Satelliten immer geometrisch "einfache Formen". 

Im Prinzip hat dies die Endurance ja auch, aber du hast recht, dass ungleiche Massenverteilung bzw. sonstige eingeleitete Kräfte eine Auswirkung auf das Raumschiff haben. Durch eine ungleiche Massenverteilung kommt es zu einer Unwucht des Raumschiffes und durch Krafteinwirkung kommt es zur Präzession/Nutation wie bei jedem Kreisel. 

Man seid Ihr gut! 

Hab den Film förmlich verschlungen. 

Gerade weil der Roboter mal nicht menschenähnlich ist und weil darauf geachtet wurde, dass im Weltall keine Geräuschübertragung stattfindet. 

Aber das mit der Unwucht im gyroskopischen Raumschiff hätte ich als Technikfreak bemerken müssen. 

Die umherlaufenden Leute bringen das Schiff nur wenig aus der Mittelachse. Das ist technisch ausgleichbar. Aber beim an- und abdocken ist es eine immense Massenveränderung. Der Mittelbereich hätte ohne Drehung sein müssen und der Lebenbereich hätte drehbar gelagert dann für die Schwerkraft gesorgt. Ähnlich wie bei Mission to Mars. 

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