Würde das Wild sich ohne Jagd wirklich zu stark vermehren?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja würde es, also sich stark vermehren. Von den Schäden in der Forst- u. Landwirtschaft ganz abgesehen. 

Nicht nur Wildschweine, auch Füchse, Dachse, Marderartige und Rehe haben immer weniger Angst vor dem Menschen, da sie teils Aasfresser sind und von den Hinterlassenschaften, also Müll und Biomüll angezogen werden. 

Klar wärs möglich, alles nicht mehr zu bejagen, die Folgen wären aber bald absehbar: Sauen spazieren frohen Mutes durch die Dörfer und fressen die Mülltonnen leer, massenhaft Autounfälle wären zu verbuchen, womit gleichzeitig die Versicherungen extrem in die Höhe schnellen würden. 

Im Wald: das selbe in grün. Junge Bäume? Fehlanzeige wegen Schadfras von Rehen. Nur noch Uraltbestände, die den Boden ersticken würden. Auch hier geht's um einen Rohstoff, bei dem die Nachkommenschaft gesichert sein muss, sonst ist in 3-5 Jahren auch Holz und sämtliche Produkte davon unbezahlbar bzw. müsste aus dem Ausland Import werden (wirds ja zum Teil eh schon, weil es günstiger ist). 

Ich würde jedem, den das wirklich interessiert dringen anraten, beim Förster oder beim Revierjäger anzufragen und auch mal in den Wald mitzugehen um sämtliche Fragen zu klären. Ich gehöre auch zu denen, die sehen, fühlen, anfassen und nachfragen müssen, um einer Sache tiefer auf den Grund zu kommen. 

Fragen kostet nichts und im Normalfall ist man herzlich willkommen, wenn man sich ehrlich dafür interessiert. 

kaltblüterin, in Berlin und Umgebung (hohe Wildschweindichte, Füchse) werden die Mülltonnen in sogenannten Käfigen eingeschlossen, so dass dort keine Wildschweine etc. Fressorgien veranstalten können.

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@antnschnobe

Und wer zahlt das? Die Allgemeinheit? Das würde ich keines Falls in´s Wahlprogramm aufnehmen ;-)))

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Diese Frage kannst Du Dir leicht selbst beantworten, denn es gibt ja in Europa einige völlig jagdfreie Gebiete. Selbst deutschlandweit ruhte die Jagd in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren völlig. Da damals das von den Jagdverbänden immer wieder beschworene Chaos ausblieb, kann man davon ausgehen, dass der Wildbestand ohne die Jagd nicht unwesentlich aus dem Ruder laufen würde.

Sehr umstrittenes Thema. 

Also, manche Arten würden sich selber regulieren.

Andere Arten, wie zb Wildschweine, vermehren sich extrem Stark und haben fast keine natürlichen Feinde. Die würden der Land und Forstwirtschaft extreme Schäden zuführen.

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