Wünscht ihr euch, das Nachrichten auch Hintergrundinformationen erwähnen?

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Das Ergebnis besteht aus 9 Abstimmungen

Meiner Meinung nach... (wennn 1 & 2 nicht zutreffen) 66%
Ich möchte auch gern die Hintergründe erfahren 33%
Nein... kurze Fakten reichen mir völlig um up-to-date zu bleiben 0%

12 Antworten

Meiner Meinung nach... (wennn 1 & 2 nicht zutreffen)

Nachrichten sind dazu da, Fakten zu vermitteln - kurz und knapp. Zur Vermittlung der Hintergründe gibt es andere "Formate", dazu gehören beispielsweise die Kommentarseiten in den Zeitungen und die politischen Magazine im TV oder Radio. Wer diese aus Bequemlichkeit oder Desinteresse nicht wahrnimmt sondern sich lieber das Dschungelcamp oder "Bauer sucht Frau" anschaut, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Der läuft den am lautesten schreienden Dumpfbacken hinterher und stimmt in den Chor der Uninformierten ein. Und so erhebt sich eine "Stimme des Volkes", welche zwar als Geräusch, nicht jedoch als inhaltstragende Äußerung zu vernehmen ist.

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Kommentar von W4hrheitsf1nder
27.10.2016, 10:40

Nachrichten sind dazu da, Fakten zu vermitteln

Aber Fakten die man ohne Kontext vermittelt, kann man auch weg lassen denn diese dienen dann vor allem einem, der Verdummung des Volkes.

Darüber hinaus ist es nicht die Aufgabe der Nachrichten Fakten zu vermitteln.

Die wesentliche Hauptaufgabe der Medien ist Meinungsbildung der Bevölkerung. Schon vor hunderten Jahren wusste man das man in einer Demokratie Meinungen für die Bevölkerung vorgeben muss und dazu eigenen sich die Medien am besten.

Dort nutzt man z.B. unterbewusste Botschaften und Erkenntnisse aus der Psychologie um die Bevölkerung zu beeinflussen. 

Mfg 

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Ich möchte auch gern die Hintergründe erfahren

Hallo,

du hast es sehr gut erfasst.

So funktioniert das bei unseren großen "Qualitätsmedien" heutzutage.

Es ist egal ob du Lanz guckst oder Abendnachrichten .. die Zeit ist einfach viel zu kurz und dort werden Dinge extrem oft ohne den dazugehörigen Kontext genannt. Diese Sendungen sollen einem den Eindruck vermitteln das man informiert sei, was tatsächlich aber nicht so ist.

Vergleiche mal eine Sendung wie Markus Lanz mit einer Talkrunde bei z.B. KenFM. Man kann von ihm halten was man will aber seine Talkrunden sind Spitze. Die gehen 2 1/2 - 3 Stunden und dort ist nicht annähernd alles gesagt.  

Auch sind seine Interviews sehr gut. Dort reden Leute auch mal 1 1/2 Stunden über ein Thema und stellen z.B. ihr Buch vor und dort erfährt man wirklich Dinge die in keinem TV zu sehen sein werden.

Gleiches gilt für Zeitungen. 

Nehmen wir mal den Syrienkrieg. Was man immer hört ist, "Russland bombardiert Zivilisten", "Assad schlachtet seine Bevölkerung ab" .. das ist schlimm, keine Frage aber wenn der Bericht nur halbwegs neutral und objektiv wäre würde er ebenfalls sagen das die USA und die NATO das gleiche machen und schon seit Jahrzehnten. Denn so entsteht ein Bild das einfach nicht wahr ist. Nämlich dass das wir die "Guten" sind und die die "Bösen".

Es ist genauso wie du sagst. Man bekommt dort was hin geworfen so nach dem Motto "friss und stirb" aber völlig ohne Kontext/Hintergründe.

Darüber hinaus nutzt man Dinge aus der Psychologie um die Bevölkerung bzw. deren Meinung zu beeinflussen. 

Ein Beispiel wäre folgendes: du hörst im Radio jeden Tag wie rücksichtslos Russland und Assad Zivilisten töten, hörst/siehst es jeden Tag im TV und auch in jeder Zeitung

Nun ist es so das beim Menschen der gefühlte Wahrheitswert einer Aussage steigt, je öfter man sie hört auch wenn sie vorher als falsch deklariert wurde. 

Man kann also im Grunde alles behaupten und für die Leute wird es gefühlt wahrer, je öfter man es wiederholt.

Das Thema ist eigentlich endlos .. 

Mfg 

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Ich meine, die Wahrheit (also Fakten plus klarstellende Hintergrundinformationen) erhält man nicht durch Massenmedien. Egal, wie das Kind genannt wird, Medien sind Unterhaltungseinrichtigungen, die eine möglichst große Masse bedienen wollen. Und das funktioniert nur, wenn das Wunschdenken und Schönreden dominierend ist.

Wer die Wahrheit ungeschminkt erfahren will, muß auch in den Hinterzimmern dabei sein und darüberhinaus dort, wo kurz darauf doppelzüngig noch ganz andere Intrigen gesponnen werden. Mögliche Statistiken können zwar korrekt sein, sind aber in dem meisten Fällen auch nur Symptome ganz anderer und nicht öffentliche gemachter Dinge.

Doch solches "Dabeisein" kann nur eine Fiktion sein. Tatsächlich kann niemand überall dabei sein.

Ein brauchbarer Ausweg aus diesem Dilemma ist deshalb nur, selbst zu denken, es zumindest für möglich zu halten, daß vieles auch ganz anders sein kann, als es geglaubt wird, und vor allem sehr geschult darin zu sein, wie Menschen wirklich ticken.

Wer nie begriffen hat, daß Hühner völlig andere Ansichten vertreten als ein Fuchs, der hat die Welt nicht  verstanden und dem würde es überhaupt nichts nützen, wenn es Medien gäbe, die auch Hintergrundinformationen erörtern.

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Ich möchte auch gern die Hintergründe erfahren

Ohne Hintergrundinformationen kann man einen Sachverhalt meist nicht oder nicht angemessen beurteilen. Es bleibt eine bloße Vordergründigkeit, die jedweder Spekulation und bloßer Mutmaßung Tür und Tor öffnet.

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Meiner Meinung nach... (wennn 1 & 2 nicht zutreffen)

... sind die sog. "Hintergründe", die dem Fragesteller so sehr fehlen, den öffentlich-rechtlichen Medien, auch den Nachrichten, ebenso wie der etablierten Presse und dem Internet, also den allen Bürgern zugänglichen Medien, zu entnehmen. Mir waren diese "Hintergründe" daher ebenso bekannt wie dem Fragesteller.

Medienvielfalt ist heute der Standard! Wenn ich lese: "doch die große Masse ist (was nachhaltige Informationsbeschaffung betrifft) lesefaul und warum sollte man eine Reportage im TV schauen, wenn doch 'Bauer sucht Frau' läuft", dann erklärt der Fragesteller damit eindeutig, dass das ihn störende Problem eigentlich keine Angelegenheit der Medien, sondern der Dummheit und mangelhaften Bildung der "großen Masse" der politisch uninformierten Bürger im Lande ist!   :-)

MfG

Arnold

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Ich möchte auch gern die Hintergründe erfahren

Eine Abgespeckte Version von Fakten reicht durchaus, so lange diese die Realität nicht verzerren.

Dies kommt jedoch leider zu oft vor.

Ein Beispiel:

In der Ukraine Krise wurde ein Stadion "voll mit Anhängern der pro Westlichen Opposition gezeigt." In der im Einspieler gezeigten Perspektive sah es tatsächlich so aus, als ob das Stadion voll war. Leider gab es das selbe bei Youtube in einer anderen Perspektive zu sehen...und da sah man, dass das Stadion komplett leer war, bis auf ein einzigen Rang, den die Tagesschau mit der Überschrift "volles Stadion" zeigte.

Oder diverse Einspieler (selbes Thema), wo videos als aktuell verkauft wurden, die nachweislich schon fast ein Jahr im Youtube standen.

Also wenn schon den Deutschen Michel verarschen, dann doch bitte nicht so dilettantisch... :D

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Meiner Meinung nach... (wennn 1 & 2 nicht zutreffen)

Hei, MickyFinn, glattes Jein. Fernsehen ist auch ein Geschäft, und Nachrichten folgen journalistischen Regeln. In den bekannten 1:30 lässt sich nicht alles reinpacken; das ist nun einmal so bei Nachrichtensendungen. Aber dem Fernsehen vorzuwerfen, es unterlasse, Hintergründe aufzudecken, kann ich nicht folgen (oder auch den anderen Nachrichten-Medien). Woher wüssten wir denn sonst, dass die geringe Arbeitslosenquote dank geringfügig Beschäftigter zu registrieren und die Milliardenüberschuss dem geringen Zinsniveau zu verdanken sind?

Oft, scheint mir, prügelt man den Sack statt des Esels. Und so. Grüße!  

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Kommentar von MickyFinn
27.10.2016, 11:27

,,Woher wüssten wir denn sonst, dass die geringe Arbeitslosenquote dank geringfügig Beschäftigter zu registrieren und die Milliardenüberschuss dem geringen Zinsniveau zu verdanken sind?"

Das weiß man nicht aus den Nachrichten... und hier sehe ich das Problem. Diese Informationen habe ich selbst beschafft und hierzu ist die Mehrheit zu bequem. Gegenüber steht diese Mehrheit, die mir erzählt das doch alles wunderbar ist und weshalb ich denn ,,nörgle"... und da bekomme ich Kopfschmerzen.

Für mich ist das Manipulation der öffentlichen Meinung.

... auch möchte ich nicht ALLES in den 1:30 Minuten reingepackt wissen. Doch es kann nicht sein, die breite Masse mit kurzgeschorenen berichten bei Laune gehalten wird... und wie bereits geschrieben, der Redefluss beträgt nur zusätzliche 6 - 10 Sekunden.

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Meiner Meinung nach... (wennn 1 & 2 nicht zutreffen)

Unser "Problem" scheint mir mehr darin zu bestehen, dass wir zu viele Informationen haben, die wir oftmals gar nicht (objektiv) bewerten können. Am Ende bleibt, dass jeder Mensch die Informationen nach seinem eigenen politischen Denken interpretiert. 

Der Fragesteller redet z.B. von nachteiliger Zinspolitik, ein Anderer könnte mit gleichem Recht eine (mögliche) Hochzinspolitik verurteilen


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Kommentar von MickyFinn
27.10.2016, 11:05

Ich prangere lediglich an, das eine dumpfe Masse (durch eben diese Medien) bei Laune gehalten wird. Nach dem Motto: ,,Gib ihnen was zu jubeln und sie springen auf dem Zug mit auf".

Es ist nicht die Mehrheit, die sich informiert wie z.B. die Milliarden Überschüsse überhaupt erzielt wurden. Sie haben die Information aufgesaugt und sagen schlicht ,,Unsere Regierung ist super, mit denen haben wir voll viel Geld eingespart" Punkt.... und mehr braucht/soll der 0815-Bürger nicht wissen.

Wenn ich so etwas erfahre, dann mache ich mich schlau und versuche heraus zu bekommen woher dieser Überschuss kommt. Damit gehöre ich aber zu den wenigen. Gegenüber steht eine Mehrheit die mir erzählt das doch alles wunderbar ist und weshalb ich denn ,,nörgle"... und da bekomme ich Kopfschmerzen.

Für mich ist das Manipulation der öffentlichen Meinung.

 

 

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Hintergründe zu jedem Thema würden einfach den Ramen sprengen. Themen kurz ansprechen und dem Zuschauer den Rest überlassen, ist mMn in Ordnung. Die Leute sollen sich ruhig selbst Gedanken machen und verschiedene Perspektiven aus verschiedenen Quellen erhalten. Es ist nicht die Aufgabe der zB Tagesschau, uns das Denken abzunehmen

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Kommentar von Hikez
27.10.2016, 10:15

Was deine Beispiele angeht: Die Welt ist kein Ponyhof und da Deutschland ein extrem hohes Lohnniveau hat, muss man den Arbeitsmarkt eben etwas anpassen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Alles hat eine Kehrseite und es bleibt jedem selbst überlassen, wie er so etwas wertet. Die staatl. Sender berichten frei und nicht (wie in anderen Ländern) besonders staatsfreundlich.

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Kommentar von voayager
27.10.2016, 10:18

Recht viele Leute machen sich dann zwar Gedanken, kommen aber zu falschen Schlüssen, etliche sind ausgesprochen unsinnig. Das eigenständige Denken ist bei vielen Menschen daher mit großer Vorsicht zu genießen.

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Meiner Meinung nach... (wennn 1 & 2 nicht zutreffen)

Die öffentlich rechtlichen Medien sind heute sowieso nicht mehr wirklich relevant, da sich (hoffentlich) jeder bewußt ist, dass diese nicht neutral berichten, sondern die Regierung untersützen und das Volk auf Linie halten sollen. Naja, das ist vielleicht ein wenig zu optimistisch, aber ich hoffe, dass den Zuschauern diese Dinge auffallen.

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Meiner Meinung nach... (wennn 1 & 2 nicht zutreffen)

Hallo Micky,

auch wenn du ja meine Antwort schon kennst, hier nochmal.

Du kannst die Faulheit der Menschen, doch nicht den Medien vorwerfen. Wer sich seine Meinung anhand von Überschriften bildet, weil er zu faul ist, den Artikel zu lesen, hat seine Entscheidung eben getroffen.

Der ursprüngliche Grund für die Diskussion war aber eben, dass du den ÖR-Medien unterstellt hast, hier absichtlich beschönigend zu berichten. Wäre das der Fall, würde ja negative Nachrichten dann aber lang und breit entschuldigt. Das passiert aber nicht. Insofern erfüllen Nachrichten genau den an sie zu stellenden Anspruch. Sie zeigen kurz die Fakten.

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Kommentar von MickyFinn
31.10.2016, 08:51

Du kannst die Faulheit der Menschen, doch nicht den Medien vorwerfen. Wer sich seine Meinung anhand von Überschriften bildet, weil er zu faul ist, den Artikel zu lesen, hat seine Entscheidung eben getroffen.

Du ahnst ja nicht, wie viele Menschen sich auf diese Medien verlassen und sich für vollkommen aufgeklärt halten, sodass kein Bedarf mehr bestünde sich anderweitig, oder tiefer zu informieren.

Sie schlucken gierig das hinunter, was man denen gibt.

Was ich den ÖR vorwerfe ist, dass sie nicht mal einen kleinen Denkanstoß geben, weshalb etwas soooo super ist.

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Was soll man gegen die Denkfaulheit der Masse machen? Vielleicht die Hintergrundinformation ein bißchen flotter verpacken. Eigentlich hat es keinen Sinn mehr über Seriösität von Informationsträgern zu diskutieren. Die deutschen Dumpfbacken haben ihre Keulen ausgepackt. Kopp-Verlag ist wahrhaftig. Die Zeit oder die SZ unterliegt dem bösen System.

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