Wuchsdichte beim Kulturweizen optimieren?

5 Antworten

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Was hast Du denn als Ertragsmeßzahl genommen?

Ist damit die güte des Bodens gemeint? Wenn ja habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Es könnte natürlich sein, dass der im Experiment verwendete Boden wesentlich nährstoffreicher war als es im realen leben möglich ist aufrecht zu erhalten!

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Ist damit die güte des Bodens gemeint? Wenn ja habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Es könnte natürlich sein, dass der im Experiment verwendete Boden wesentlich nährstoffreicher war als es im realen leben möglich ist aufrecht zu erhalten!

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@fishy4

Nein, damit meine ich, was Du als "Ertrag" bezeichnest? Anzahl Körner? Oder auch TKG? Inhaltsstoffe?

Ein Landwirt muß ja nicht nur "möglichst viele Körner" ernten, oder "möglichst viel Gewicht", sondern die Körner sollen auch bestimmte Inhaltsstoffe haben, und eine bestimmte Größe.

Darüberhinaus ist es so, daß je dichter die Pflanzen stehen, desto größer ist die Gefahr von Verpilzung >> erhöhter Aufwand Pflanzenschutz, Ertragsausfälle

Last not least rechnet sich der Ertrag auch in Geld: eine 4mal höhere Menge an Saatgut muß also auch 4x mehr Gewinn bringen (was sie nicht tut, wenn Du immer einen ganzen m² bzw ha betrachtest (google abnehmender Grenzertrag)

Guckst Du zB auch da: http://tinyurl.com/3gld78q

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@pecudis

Kompliziertes Business. Da es definitiv nicht Ziel des Experiments war die Ertragsmenge zu analysieren würde ich sagen kann ich mit den hier genannten Faktoren wohl ganz gut begründen warum die Zahl 2100 utopisch ist. Vielen, vielen Dank für die Antworten!

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@fishy4

Danke fürs Sternchen - SOOO kompliziert ist das gar nicht, kann man mit Hauptschulabschluß lernen duck , man muß halt nur vieles zugleich bedenken. Aber man gewöhnt sich dran ;-) ;-)

In welchem Fach hast Du Dein Experiment denn gemacht?

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@fishy4

Oh ... LOL (sorry) ... ja. Ähm. räusper Ich liebe Biologen. Das sind die, die nachher bei Greenpeace die Welt retten, weil sie mit solchen Zahlen arbeiten. Anwesende natürlich ab sofort ausgenommen, schön, daß Du gefragt hast!

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@pecudis

Da kann ich ja kaum Ironie entnehmen :P Naja immerhin habe ich gefragt, richtig! Es gibt schon genug Fachidioten, die sich selbst von Menschen mit Praxiserfahrung nichts sagen lassen wollen! Ein hoch auf unser praxisorientiertes Bildungssystem!

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Geh doch mal auf einen Praxisschlag, und mach da die entsprechende Messungen!

Da kannst du dann die Unterschiede allein auf einem einzigen (möglicherweise für diesen Standort optimal gelungenen) Platz feststellen!

mit 15 cm² brauchst du allerding gar nicht erst anzufangen, es gibt ja entsprechende Zählrahmen für Versuche , zb 1 m² ! Musste halt umrechnen.

Nicht beachtet wurde offensichtlich der Randeffekt. Pflanzen am Rande einer Fläche oder z.b. in einer Fahrspur bestocken stärker und haben ein höheres TKG=Tausendkorngewicht. Ein grundsätzlicher Fehler besteht m. E schon in der Versuchsanstellung mit "Pflanzen". Üblicherweise wird eine bestimmte Anzahl "ährentragender Halme" auf einem qm angestrebt. Die Anzshl hängt ein bischen vom Sortentyp (TKG oder Bestandsdichtetyp) ab. Als Faustzahl gilt 550 ährentragende Halme/qm. Auch die Aufteilung der Düngung spielt eine Rolle.In Versuchfeldern bei z.B. Landessortenversuchen die i.d.R auf 16 qm angelegt werden beträgt der Randeffekt regelmäßig 15-20 % obwohl nicht einmal sortensprzifische Behandlungen gemacht werden. Dies bedeutet das in der Praxis in dt/ha 15-20% weniger geerntet wird, da sich die Pflanzen gegenseitig behindern. M.E. liegt der Fehler darin dass die Pflanzen ohne Berücksichtigung der Beeinträchtigung durch Nachbarpflanzen ausgewertet wurden - zumindest lese ich deine Versuchsanstellung so.

Hallo baerli40in dem Experiment ging es eigentlich um den Nachweis Interspezifischer Konkurrenz zwischen Weizen und Buchweizen. Es wurden aber auch Monokulturen angelegt, um einen Verlgeichswert zu dem Mischkulturen zu haben. In Monokulturen kann nur eine interspezifische Konkurrenz (Einschränkung im Wachstum der Individuen) stattfinden. Dass sich die Pflanzen also gegenseitig behindern ist einbezogen! Niedrige Dichten ergaben eine mittlere Wuchshöhe von ca. 34 cm, mittlere Dichten ca. 30 cm und hohe Dichten ca 26 cm. Soweit so gut. Den Randeffekt habe ich tatsächlich nicht mit einbezogen! Also: 2600-(2600/100)*20 = 2100. 2100 Pflanzen pro m^2 sind leider immernoch unverhältnismäßig viel zu der Angabe von 550 ährentragenden Halmen/m^2 !

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Geld hat er sicher auch nicht mitgerechnet ;-)

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@pecudis

Ich bin auch kein Landwirt, was man mir verzeihen mag ;)

Ich hab leider keine Ahnung wie teuer das wird solche Flächen mit Saatgut zu versehen aber kann das wirklich angehen dass Landwirte aus Geldmangel suboptimal sähen?

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@fishy4

Sie säen das Korn, sonst sähen sie nichts ;-)

Und Du kannst Dich darauf verlassen, das niemand "suboptimal" sät, nur sind die Einflußfaktoren beim Landwirt eben nicht "optimal", wenn am meisten Gewicht rauskommt, sondern dann, wenn am meisten Geld überbleibt. ;-)

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@fishy4

nicht aus Geldmangel, sondern aus kaufmännischer Kalkulation, und nicht suboptimal, sondern sparsam berechnet.

oder so

nicht "optimal", wenn am meisten Gewicht rauskommt, sondern dann, wenn am meisten Geld überbleibt. ;-)

danke

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