Wozu wollen die deutschen Rechten so verzweifelt gerne Opfer sein?

10 Antworten

Diese Opferhaltung passt zu dem Wunsch, zu einer starken Gemeinschaft zu gehören, die Bewunderung autoritärer Staatsformen wie in Ungarn. Den Wunsch nach einem Sündenbock und die Ausgrenzung des "Fremden".

Interessant finde ich den Vergleich mit der Arbeiterbewegung, die bis in die 80er Jahre ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft war. Das waren ja auch die Schwachen der Gesellschaft. Aber die haben Solidarität und Gleichheit für alle Menschen angestrebt.

Möglicherweise liegt es an unserer Leistungsgesellschaft. Die baut immer mehr Druck auf. Die Abgehängten, prekäre Selbstständige, eine Landbevölkerung ohne Aussichten, ...

Wer sich im Internetarchiv den Webauftritt des "Werbeunternehmens" und Pegida-Gründers Bachmann ansieht, erkennt die Hilflosigkeit dieser rechten Szene. Jedes Kopftuchmädchen aus Syrien kann nach drei Jahren Deutschland bessere Werbung ins Netz stellen.

Weil das empathisch ist, als Opfer kann man Angst, Wut, Hass usw. kreieren und Rechte sind Populisten und Populisten arbeiten mit Emotionen, die lassen sich leichter kanalisieren und müssen auch nicht kritisch hinterfragt werden.

Wenn man sich selbst als Opfer darstellt, erscheint der Gegner doch gleich viel gefährlicher.

Das ist doch die einzige Strategie der Rechten. "Wir sind die Opfer, die da sind das Feindbild". Immer.

Opfer von "Frauendominanz", Opfer von "Rassismus gegen weiße Deutsche", Opfer von "Genderwahn", Opfer des "Ökokommunismus"

Ganz einfach, weil das Linke Themen sind.

Verzerrungen haben Hochkonjunktur. Eher bei den Freiheits-Demokratieretter-Wahrheits-ZurückindieSteinzeit-Rebellen.

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