Wozu soll ich noch Leben?

Support

Liebe/r Pluto5678,

auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule oder dem Beruf sein. Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

Herzliche Grüße

Oliver vom gutefrage.net-Support

17 Antworten

Hallo Pluto5678,

da Du das Gefühl hast, Dein Leben sei nur noch ein Dahinvegetieren, kann ich verstehen, dass Du keinen Sinn mehr siehst. Doch dieses Gefühl ist Teil Deiner schlimmen Erkrankung, die sich doch bestimmt behandeln lässt. Ich weiß nicht, ob Du in ärztlicher Behandlung bist. Falls nein, so möchte ich Dir sagen, dass sich Depressionen im allgemeinen gut behandeln lassen. Niemand sollte sich daher vorschnell als einen hoffnungslosen Fall sehen, sondern alle Behandlungsangebote und Hilfen in Anspruch nehmen.

Doch wenn eine Depression länger als erwartet andauert, sollte man nicht aufgeben. Auch dann gibt es immer noch Gründe für eine Weiterleben. Drei davon möchte ich Dir nachfolgend ans Herz legen.

Ein erster Grund: Deine Umstände können sich ändern

Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern können und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Ehe in die Brüche geht. Doch auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. So kommt man an den Punkt, wo man einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert ist.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen.

Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienangehörigen. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.

Ein zweiter Grund für ein Ja zum Leben: Es gibt Hilfe!

Eine Hilfe können Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken,wie ja auch in Deinem Fall, eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— und es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- In den Städten und Gemeinden gibt es auch Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen

- Eine Online-Beratung für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Vergiss bitte nicht, dass Du aus schweren Depressionen allein nicht wieder freikommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es schaffen! Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung der Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann.

Hier noch ein dritter Grund, weiterzuleben: Es gibt Hoffnung!

Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2) Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder die Krankheit beseitigt. Auf keinen Fall aber steht er Menschen, die leiden, gleichgültig gegenüber.

Ich wünsche Dir, dass es Dir mit Hilfe anderer gelingt, Deine schwere Depression Stück um Stück zu überwinden und auch in Deinem Leben wieder Freude einkehrt!

LG Philipp

da hilft nur erkenntnis
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---der sinn des lebens liegt im lernen an dem, was dir die erde geben kann.
wenn der mensch seinen physischen körper abgelegt hat (tod), geht er in seine geistige heimat wieder zurück, um dort dasjenige, mit dem er auf der erde bekanntgemacht wurde, zu verarbeiten. gibt es wieder neues für ihn zu lernen, wird er auf der erde wiedergeboren. der mensch ist auf der erde, um folgendes zu lernen, oder sich weiter zu vervollkommnen in:
---liebe
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---freiheit
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---mitgefühl mit allen irdischen wesenheiten
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---gedächtnisschulung
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---moralschulung
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---ethikschulung
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---durchhaltevermögen trainieren
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--kennenlernen des schönen, guten und wahren und deren gegenteile
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---erkennen naturgegebener rhythmen und deren kraft auf den menschen
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---erkennen kosmischer rhythmen und deren kraft auf den menschen
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---erfinden von eigenen rhythmen, um sich von der natur und dem kosmos zu emanzipieren
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---hake doch mal ab, was du schon alles erreicht hast.
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ich habe mich mit diesem text schon oft wiederholt, aber es tauchen immer wieder neue frager auf. und auch die haben ein anrecht auf eine gute antwort.

Seit Jahren bekomme ich nur noch Hartz4 weil meine Gesundheit im Arsch ist.Neben der tatsache das eine OP an der Lendenwirbelsäule ausser stärkere und nun ständige schmerzen nichts gebracht hat,sämtliche Stenosen zum Spinalkanal sind noch immer vorhanden,hat man mir zwei Stents in das Rechte Bein gesetzt und die Halsschlagader Operativ entleert .Carotis Stenose heisst das dann.Klingt gut,nicht war.Waren schöne Tage auf der Intensiv Station. Vor allem das ständige Gefühl zu ersticken hat enorm viel Spaß gebracht.Einkaufen muss innerhalb von 10 Min. erledigt sein da ich mich sonst in der jeweiligen Filiale hinlegen muss.Denn mein Rücken zwingt mich dann mich hinzulegen.Mein " Zuhause" besteht aus einem Raum in dem ausser Umzug Kartons nur noch ein TV und ein PC steht.In den letzten 4 Monaten habe ich ganze 8 WhattsApp Nachrichten bekommen und einen Anruf. Wenn ich Reden möchte muss mein Monitor herhalten.Von dem Hartz4 muss ich 50€ an den Vermieter eines Containers bezahlen in dem meine letzen Privaten Sachen nach und nach vergammeln.Jemals wieder Arbeiten zu können ist UNMÖGLICH. Und neben der weiteren tatsache das ich mal wieder seit Tagen nichts mehr zu Futtern habe geht mir die Tabletten Fresserei (Morphium seid 6 Jahren!!) auf den Sack.Meine Klage vor dem Sozialgericht um klar zu stellen das ich nicht mehr arbeiten kann geht nun ins " DRITTE JAHR". Gutachten dauern eben.Selbst die welche durch den absolut fähigen Doc (SCHERZ von mir) nach 5 Minuten beendet waren.

Was sagtet ihr doch noch gleich über das schöne Leben? Wem's gefällt kann meins haben.

Ach so. Beinahe vergessen. Meine 13 Monate ältere Schwester wartet seit mehr als einem Jahr auf ihren Tod.Lungenkrebs ist zwar stark,ihr Herz ist aber leider stärker.Ihr habe ich bereits gesagt das ich nicht zu ihrer Beerdigung komme. Noch mehr ertrage ich nicht. Bin wohl ein Weichei.

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