Wozu ist der Kondensator im Kohlekraftwerk da?

2 Antworten

Beim Verbrennen wird eine Menge Entropie erzeugt, diese Entropie kann aber nicht durch das flüssige Wasser allein aufgenommen werden, auch nicht durch Wasserdampf alleine, sondern gerade der Phasenwechsel flüssig->gasförmig bringt's, da Wasserdampf wesentlich mehr Entropie besitzt als flüssiges Wasser. Der Entropiestrom trägt bei hohen Temperaturen aber auch viel Energie, hinter der Turbine ist die Temperatur niedriger, der Entropiestrom trägt also weniger Energie (die Differenz hat jetzt die Turbine und der Generator aufgenommen), trotzdem ist die Entropie noch da und muss für die nächste Runde erst einmal entsorgt werden. Dies geschieht, indem der Wasserdampf kondensiert und damit sehr viel Entropie abgibt. (Die dann in Flüsse etc. wandert). Das entstehende flüssige Wasser hat dann wieder genau so wenig Entropie wie am Anfang und es kann von vorne losgehen.

Der Wasserdampf strömt über Rohrleitungen zur Dampfturbine, in der er einen kleineren Teil seiner Energie durch Entspannung abgibt. Unterhalb der Turbine ist ein Kondensator angeordnet, in dem der Dampf den größten Teil seiner Wärme an das Kühlwasser überträgt. Während dieses Vorganges verflüssigt sich der Dampf durch Kondensation

0
@newcomer

Schönes Zitat.

Was genau willst du mit dem Kommentar denn jetzt sagen?

Der Fragesteller wollte wissen, warum man den Wasserdampf wieder kondensieren muss, da nutzt es ihm nichts, wenn man einen Wiki-Artikel zitiert, vor allem dann, wenn auch da die Antwort auf seine Frage nicht steht.
Die beiden mengenartigen Grundgrößen der Thermodynamik sind nun mal die Entropie und die Energie. Es ist leider nicht gut möglich, die Funktionsweise eines Wärmemotors oder eines Kraftwerks nur mit einem der beiden Begriffe zu beschreiben. Lustigerweise benutzt du die Größe Entropie in deinem Kommentar auch, ohne dass dies klar zum Ausdruck kommt. ".. größten Teil seiner Wärme an das ..." Du schreibst über die "Wärme" wie über eine mengenartige, bilanzierbare Größe. Die physikalische Größe "Wärme" ist dies aber nicht, denn sie ist eine Prozessgröße, also eigentlich gar keine richtige physikalische Größe. Der besagte Satz stimmt, wenn du "Wärme" (in deinem Satz) durch "Entropie" ersetzt. Dann steht aber genau das in dem Satz, was auch schon in meiner Antwort steht.

0

die Feuchte des Rauchs muß raus weil die die Verbrennung kühlen würde

http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlekraftwerk Prinzipielle Funktionsweise [Bearbeiten]

Elektrische Energieverteilung eines KohlekraftwerkesIn einem Kohlekraftwerk wird zuerst in einer Kohlemühle Braun- oder Steinkohle gemahlen und getrocknet und in den Brennerraum der Staubfeuerung eingeblasen und dort vollständig verbrannt. Bei einem mit Steinkohle gefeuerten Kraftwerk beträgt die notwendige Menge etwa 50 Kilogramm pro Sekunde, bei einem mit Rohbraunkohle betriebenen Kraftwerk sind bis zu 250 Kilogramm in der Sekunde typisch. Die dadurch frei werdende Wärme wird von einem Wasserrohrkessel aufgenommen und wandelt das eingespeiste Wasser in Wasserdampf um. Der Wasserdampf strömt über Rohrleitungen zur Dampfturbine, in der er einen kleineren Teil seiner Energie durch Entspannung abgibt. Unterhalb der Turbine ist ein Kondensator angeordnet, in dem der Dampf den größten Teil seiner Wärme an das Kühlwasser überträgt. Während dieses Vorganges verflüssigt sich der Dampf durch Kondensation.

0

Was möchtest Du wissen?