Wozu gibt es für Klavier und Keyboard extra Unterricht?

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8 Antworten

Du siehst nur die gleiche Tastatur. Vom Aufbau sind das ganz unterschiedliche "Tonerzeuger". Ein Ton ist laut, leise und richtig oder nicht. Aber "Klang" kann weich oder hart sein, schön und berührend, voll und reichhaltig. Schon jedes Klavier kann im Klang mehr oder weniger Farbe, Volumen und Reichtum haben. Die grossen Flügel von guten Klavierbauern bringen ein Maximum an harmonischen Schwingungen über verschiedene Resonanzflächen zum erklingen.Viele menschen hören das nicht nur, sondern fühlen es auch körperlich mit.

Das Klavier ist ein "Saiteninstrument mit einer Tastatur". Man erzeugt den Ton mechanisch und macht die Lautstärke selber mit dem Anschlag. Die komplexe Mechanik, der mit Saiten bespannte schwere eiserne Rahmen und die Resonanzen des Holzkörpers machen den besonderen und unterschiedlichen Klang jedes Instrumentes aus. Es "lebt" auf je nach Pflege und guten Spielern oder leidet und verstimmt sich. Beim klavier braucht es Muskeltraining für die Finger, weil der Anschlag auf die Tasten kräftig erfolgen muss, damit die Hämmerchen stark auf die Saiten schlagen.

Beim Klavierunterricht liegt die Schwerpunkte im Training der Fingerfertigkeit, des gleich guten Anschlags mit allen 10 Fingern und der Eigenständigkeit aller Finger. Das bedeutet, dass man zwischen dem Anschlag mit dem kleinen Finger und einem anderen Finger keinen Unterschied merkt, dass man auch lange Laufabfolgen mit Untergriffen oder Trillern gleichmässig ausführen kann.

Ein Keyboard ist ein elektronisches Gerät, welches mit Strom und über Kontakte Töne erzeugt. Auf dem Keyboard werden viele verschiedene Instrumentenklänge nachgemacht. Je nach Einstellung kannst du z. B. Orgel, Klavier, Flöte, Akkordeon, Chor, Cembalo, Bass, Schlagzeug, ......und ... und .. und ... spielen lassen. Du erzeugst jedoch keinen Ton aus eigener Kraft und Energie, sondern mit Strom und Elektronik. Meist "arbeitet" die linke Hand als Toningenieur und die rechte spielt die Melodie. Beim Üben und spielen werden keine grossen Fingerfertigkeiten trainiert. Oft wird die linke Hand sogar im Trainig sehr vernachlässigt. Wenn Keyboarder mal an ein Klavier kommen, sind sie schnell relativ hilflos, weil sie mit der linken Hand nicht viel können.

Mit dem Keyboard kannst du mehrere Instrumente gleichzeitig tönen lassen. Nur richtig spielen lernst du diese dabei nicht. Probier mal selbst Harfe, Orgel, Flöte, Geige, Schlagzeug etc. aus, dann merkst du selbst die Unterschiede. .

Es wird auch einen guten Grund haben, wieso gute Musiker und Leute mit besonderem Gehör soviel Zeit und Geld investieren, um ein akustisches Instrument richtig zu lernen. Wieso spielen sich selbst Rock-Gitarristen die Finger wund, wenn sie doch alles auch mit Elektronik und Tasten viel leichter haben könnten?

Also zunächst mal gibts auch 88-tastige Keyboards, und da man die Oktaven verschieben kann, sind davon nicht mal alle notwendig. Beim Keyboard lernst du, zur Begleitautomatik zu spielen, das kann kein Klavier. Dabei ist es wichtig dem Lehrer zu sagen, dass man es mit beiden Händen lernen will und nicht nur alleinunterhaltermäßig mit der rechten. Beim Klavierunterricht liegt der Schwerpunkt auf Musiktheorie, aber das kommt auch auf den Lehrer an. Jedenfalls solltest du dir klarmachen, dass der Begriff Keyboard sehr breit gefächtert ist - Hammond, microKorg, Synthesizer, Workstations, Arranger Keyboards, Moogsynthese etc. Wenn du das weißt, und auch noch wofür sie eingesetzt werden, dann werden dir auch die wichtigsten Unterschiede klar. Du lernst einfach, mit jeweils beiden richtig umzugehen.

der Anschlag bei einem Klavier ist anders du musst fester drücken auch die lautstärke durch die stärke also fest du drückst ist anders gibt es zwar auch beim keyboard aber auf dem Klavier ist es immer noch ein anderes Gefühl.

zum thema Pedale die gibt es für ein keyboard auch ;)

Vlt weil sich unterschliedliche Chords gut darauf anhören und ein Keyboard mehr Funktionen hat? Hab noch nie ein Klavier gesehen wo sie die Linke Tastatur wie ein Streichorchester und die rechte Seite wie einer Blockflöte anhört.

Das einzige was am Keyboard und am Klavier gleich ist, ist das Aussehen der "Tastatur". Ansonsten sind das vollkommen unterschiedliche Instrumente, die auch anders gespielt werden.

Das eine glänzt mit Features, bedarf keine Intonation, Stimmenregulierungen und sonstige Wartungsarbeiten, kann mal unterm Arm oder auf den Rücken schnell mitgenommen werden. Ohne Strom geht da nichts

Ein Klavier / Flügel braucht kein Strom, es lebt. Man spürt förmlich dieses Instrument. Leider ist das Tragen derartiger Instrumente nicht möglich. Sie bedürfen regelmäßige Nachstimmungen und sonstige kleine Wartungsarbeiten.

Alle anderen Vor- und Nachteile empfehle ich am besten selbst rauszufinden. Musikhäuser sollten in jeder größeren Stadt verfügbar sein.

Beides sind Tasteninstrumente, zwischen denen Welten liegen! Somit unterscheidet sich auch der Unterricht.

Ein Klavier hat Pedale.

Die kann man auch am Keyboard anschließen

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