Wozu gibt es den Druckwasserreaktor?

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4 Antworten

Siedewasserreaktoren sind vom Aufbau gesehen einfacher.

Aber:

Beim Druckwasserreaktor ist nur das Primärsystem mit radioaktiven Stoffen verunreinigt, die jährlichen Wartungsarbeiten z.b. an der Turbine können dann ohne Schutzkleidung und ohne Strahlenbelastung für die Mitarbeiter durchgeführt werden, was natürlich für die Arbeiter gut ist und auch günstiger für den Betreiber (weniger Schutzausrüstung, keine Begleitung von Strahlenschutzpersonal usw.).

Auch beim Rückbau des Kraftwerkes ist ein Druckwasserreaktor optimaler, da der Sekundärkreislauf wie bei den Wartungsarbeiten auch abgebaut werden kann ohne die radiologischen Gegebenheiten zu beachten, da das System ja "sauber" ist.

Außerdem hat ein Siedewasserreaktor einen Nachteil in Punkto Sicherheit: die Dampfblasenbildung. Einfach mal danach googeln.

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Kommentar von juttaschollamg
01.06.2016, 20:50

Wow, danke für die ausführliche Antwort! Du scheinst dich ja echt auszukennen😉

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Beim siedwasser kommt Radioaktives Wasser an die Turbienen, diese nützen sich dchnell ab und müssen oft gewechselt werden, beim Siedwasser sind diese dann konterminiert (Alao verseucht) beim Druckwasser nicht

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Kommentar von Iamiam
29.05.2016, 13:37

Heissen die Turbienen so, weil sie so summen? ;)

aber inhaltlich ok, DH!

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Druckwasserreaktoren sind im Aufbau und Betreuung einfacher als Sidewasserreaktoren, die Energieeffizienz ist wohl besser.

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Kommentar von Aszoks
29.05.2016, 13:30

Siedewasserreaktoren sind im Aufbau einfacher und auch Effektiver

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Beim Druckwasserreaktor bleibt das Wasser immer flüssig, sodass aus neutronenphysikalischer Sicht ein Aggregatzustandswechsel des Moderator (und des Kühlmittels) nicht berücksichtigt werden muss. Beim Siedewasserreaktor sieht das anders aus. Im oberen teil des Kernes siedet das Wasser und bildet dabei Gasblasen. Diese Gasblasen sind jedoch so dünn, dass die Neutronen darin fast nicht mehr moderiert werden. Das wiederum hat Konsequenzen auf die lokale Kernspaltung (negativer Hohlraum-Koeffizient). Beim Siedewasserreaktor muss also aus Sicht der Neutronenphysik ein Aggregatszustandswechsel unbedingt berücksichtigt werden. Das macht die mathematisch-physikalische Behandlung des Siedewasserreaktors komplexer als die des Druckwassers.

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