wozu einen steuerberater?

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9 Antworten

Vielleicht noch ganz kurz, nachdem schon sehr viel gutes geschrieben wurde:

Ist man Lohnempfänger und hat keine sonstigen Einkünfte: Ein Computerprogramm wie Elster, Wiso-Steuer und wie sie alle heissen, führen ganz gut durch den Formulardschungel und am Ende holt man das optimale raus, ohne selbst investieren zu müssen.

Ist man Lohnempfänger, hat noch das ein oder andere Zusatzeinkommen, wechselnde Arbeitsstätten etc. Also einige nicht so ganz einfache Sachverhalte, dann gibt es Vereine, wie z. B. Lohnsteuerhilfe. Kosten auch nicht viel, helfen aber, möglichst nichts falsch zu machen.

Muss man aber eine umfangreiche Einkommenssteuererklärung machen, lohnt es sich auch trotz der Kosten oft, einen Steuerberater einzuschalten. Abgesehen von dem manchmal recht komplizierten bürokratischen Teil hat die Steuererklärung, die ein Steuerberater macht noch einen ganz entscheidenden Vorteil:

Die Finanzämter glauben viel eher, dass das, was erklärt wurde, auch richtig ist und sie wissen auch, dass ein guter Steuerberater sofort Einspruch einlegen wird, wenn was abgelehnt wurde und der Sachverhalt nicht ganz eindeutig ist.

Möglicherweise spart man schon allein dadurch locker ein, was der Steuerberater kostet.

Ein normaler Arbeitnehmer braucht keinen Steuerberater. Hat man allerdings Grundbesitz, anderes Vermögen, Firmenbeteiligungen etc. sollte man schon einen Steuerberater für die Erstellung des Steuerantrages einsetzenb. Gerade die Steuergesetzgebung ist so umfangreich und wird jedes Jahr durch neue Gesetze vergrößert, daß man den Überblick verliert. Ein Steuerberater hat das aber genau im Blick, weil es ja sein Beruf ist.

schreibdirwas 14.03.2014, 02:01

Hinzuzufügen wäre noch, dass ein Steuerberater nicht gerade wenig Geld kostet, aber eben bei Vermögen, Immobilien usw. meist notwendig ist.

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kevin1905 14.03.2014, 08:30
@schreibdirwas

Auch sind die Kosten für diesen als Betriebsausgaben abzugsfähig, so man denn entsprechende Gewinn-Einkünfte hat (selbständige Arbeit, Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft).

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die frage ist tatsächlich etwas komisch, aber mich würde mal interessieren wozu man einen Steuerberater braucht?

Allein das leidige Thema der Umsatzsteuer ist mir meine Zeit nicht wert um mich damit zu befassen. Ich habe nämlich Umsätze die gänzlich davon befreit sind, und andere die es nicht sind. Dazu kommt der Vorsteuerabzug.

Gewerbesteuer ist auch ein leidiges Thema und die Einkommensteuer inkl. Gewinnermittlung als Einzelunternehmer ebenfalls.

Dies selbst zu machen braucht nicht nur viel Fachwissen sondern auch Zeit und Zeit ist bekanntlich Geld, die ich viel lieber mit meinem Mitarbeitern und Kunden verbringe um mehr Geld zu verdienen.

Na ja, zuerst einmal braucht man ihn, wenn man selbststaendig ist, damit er sich um alle steuerlich relevanten Fragen kuemmert, ansonsten waere eine ordentliche Abrechnung nicht moeglich. Im Privaten Bereich ist es so, dass manch einer einfache Steuererklaerungen auch alleine machen kann, wenn man ein bisschen Ahnung hat (ich mache meine auch und manchmal die von Bekannten), aber nicht jeder hat nur Einkommen aus nichtselbstaendiger Arbeit, ein paar Versicherungen, Kilometergeld und sonst gar nichts. Wenn man Mieteinnahmen versteuern muss, da muesste ich schon mal passen, oder man arbeitet teilweise im Ausland, hat einen zweiten Wohnsitz, will seinen Computer oder Arbeitszimmer absetzen. Und da sollte man zumindest beim ersten Mal, wo das der Fall ist, einen Steuerberater ran lassen, damit da nichts falsch laeuft. Danach kann man es sich ggf. abgucken. Und Fehler bei der Steuer kann oft wesentlich mehr kosten als der Besuch beim Steuerberater.

Von daher, wer es sich zutraut und ein bisschen was weiss, der kann und sollte das durchaus selbst machen, aber jeder andere sollte zumindest erst mal einen Steuerberater ran lassen und es sich im naechsten Jahr ggf. abschauen. Es gibt heute ja auch ganz guenstige Programme fuer ca. 4 Euro, die einem dabei helfen koennen.

Für viele Steuerpflichtige ist der Gang zum Steuerberater einfach kosmetischer Natur. Sie verhindern graue Haare und weitere Falten. Dazu kommt das Sortieren von Unterlagen, mit den nötigen Zusammenfassungen. Oft gibt es da einfach Unsicherheiten. Dazu kommen in den Medien veröffentlichte Steuerrechtsänderungen, die häufig auch noch falsch oder mindestens mit Fehlern behaftet sind.

Darum braucht man sich nur noch bedingt zu kümmern. In meiner aktiven Zeit habe ich einigen Mandanten raten können: Sammeln sie ein Jahr lang durch ihre Post, von mir aus im Schuhkarton. Ich suche die relevanten Sachen raus.

Achtung, diesen Service kann man nur machen, wenn es um bestimmte Einkünfte geht. Ist ein Gewerbe dabei oder eine freiberufliche Tätigkeit ist das ganz schnell Selbstmord.

Die Rechnung ist also eigentlich eine Service-Pauschale. Mir geht es ja in anderen Rechtsbereichen auch so, dass das Ausfüllen von Vordrucken durch das Einlesen in die Materie gekennzeichnet ist.

Das sind Zeiten die man sich durch einen steuerlichen Berater gut sparen kann.

Auch was Urteile und Gesetzesänderungen angeht. Was hat sich getan und ist für mich interessant? Wer sollte das besser wissen, als Dein Steuerberater nach Durchsicht der Unterlagen!?

Der gerade vor Gericht verhandelte Fall in der Steuerhinterziehungssache Hoeneß hat weiter gezeigt, wie schnell man in Bereichen des Steuerrechts sein kann, die schwer durchschaubar sind. Wobei es peinlich ist, wenn eine Selbstanzeige so baden geht. Sie ist von der Theorie schon nicht ganz einfach und in der praktischen Umsetzung ist sie noch schwieriger. Da können auch Steuerberater und ganz besonders Rechtsanwälte scheitern. Bei einem Steuerpflichtigen würde ich es für einen reine Glückssache halten.

Dabei ist man schneller in der Hinterziehung als man sich vorstellen kann. Selbst wer zu geringe Gewinnaussichten an das Finanzamt meldet oder eine Verbesserung der Geschäftslage nicht meldet ist im Sinne des Paragraphen bereits in der Steuerhinterziehung drin.

Die Aufgabenteilung zwischen Mandant und Berater ist enorm wichtig.

Für die kleinsten Unternehmen bereits halte ich eine Beauftragung für Steuerberater sinnvoll. Zum einen geht es um einen nötigen Mindestaufwand den man betreiben muss um die eigenen Unterlagen bearbeitungsreif der Steuerberatungskanzlei zu übergeben. Woher soll man das wissen?

Die Erstellung der daraus folgenden Meldungen, Anmeldungen und Erklärungen kann man nicht alle lückenlos verstehen. Dazu kommt die Besprechung am Anfang: Was sind Betriebsausgaben. Viele machen es intuitiv schon richtig, da merken die manchmal gar nicht, dass das schon besprochen ist. Aber auch der Hinweis auf besondere Aufstellungen usw. um bestimmte Betriebsausgaben überhaupt abziehen zu können führt schon per se zu einer steuerlichen Entlastung.

Auch wenn die Auswirkungen gering sein mögen. Durch unterschiedliche Abschreibungen wird auch um eine möglichst gute Verteilung der Betriebsausgaben gekämpft. Wenn man als Berater was auf sich hält.

Vielleicht kennst Du "Geringwertige Wirtschaftsgüter". Kleine Gerätschaften die eigenständig genutzt werden. Das kann eine Bohrmaschine sein, die in einem Preiskorridor liegt. Viele kennen das, doch es ist eine gesonderte Aufstellung über diese Gegenstände zu führen. Wer das nicht tut, verliert qua Gesetz die Betriebsausgaben.

Was ist aber mit einer Bohrmaschine unter 150 €? Will auch gar nicht solche Zweifelsfälle anführen wie: Kleinunternehmer - Gelten die gleichen Netto-Beträge? Wenn ja wie kann man das anstellen? Was sagt Gesetz und was ist in der Rechtsprechung? Gesetz ist übrigens ganz niedlich, man braucht nur einen Steuerberater mit breiten Schultern...

In der Zeit, in der man sonst seine Erklärung fertigen würde, da kann man sich entweder erholen oder Umsatz generieren. In jedem Fall sollte sich der Einsatz eines Steuerberaters lohnen. Wichtig ist eine Kommunikationsebene zu haben und Vertrauen! Ist einer dieser Punkte nicht erfüllt, dann laufe weg und suche weiter. Es wird sich lohnen.

Übrigens haben schon viele durch falsche Kaufverträge oder andere Dinge viel Geld verloren. Man macht halt gern Sachen die man "kennt" und sei es vom Hören Sagen. Leasingverträge können da ein Beispiel sein. Der Steuerberater muss aufgrund seiner Funktion eigentlich zu raten. Warum hat kaum ein Steuerberater aber ein Leasing-Fahrzeug?

Soll heißen: Mit der Beurteilung der wirtschaftlichen Konsequenzen haben viele UnternehmerInnen genug zu tun. Aber gut, wenn man dann einen Berater hat, mit dem man auch darüber reden kann.

wozu einen steuerberater?

Damit man dem Finanzamt nicht mehr Geld schenkt als ihm zusteht.

Man kann das selber machen - aber selbst wenn man nur Einkommen aus Arbeitnehmertätigkeit hat (viele Arbeitnehmer haben zusätzlich noch Zinsen, Aktien, oder eine vermietete Wohnung), ist es viel Arbeit, sich auf dem Laufenden zu halten, da sich sowohl die Gesetze als auch die Rechtsprechung dazu schnell ändern. Ganz abgesehen davon, sich zuerst einmal tief genug in die Materie einzuarbeiten.

Ein sinnvoller Weg: Die erste Steuererklärung zusammen mit dem Steuerberater machen - dabei lernt man einiges. Die nächsten Erklärungen kann man dann auch alleine machen - man weiss ja jetzt, worauf es ankommt. Und immer wenn sich was ändert an den eigenen Verhältnissen (oder eine Änderung der Rechtslage, die so bedeutend ist, dass sie auch in der Tagespresse erwähnt wird), geht man mal wieder zum Steuerberater.

Hallo, man braucht einen Steuerberater nicht nur für die steuerlichen Angelegenheiten sondern auch für viele andere Bereiche, die sowohl das Unternehmen als auch die Privatspähre betreffen. Es gibt wohl kaum einen anderen Berater, der ein entsprechendes Wissen für diese Zusammenhänge aufweist. Weiterhin benötigt man ihn häufig für Bankgespräche und Bestätigung von Unterlagen für öffentliche und andere Einrichtungen. Ein guter Steuerberater zeigt sich dadurch, dass er auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Mandanten eingeht und den Mandanten diesbezüglich berät. Seine Aufgabe ist es die Vorteile aber auch die Nachteile einer Gestaltung aufzuzeigen. Insofern sollte man immer ein Gespräch mit dem Berater führen und auch feststellen, ob der Berater einen wirklich versteht und auch beraten kann. Für mehr Informationen: www.steuerberater-lippner.de

Deutschland hat eines der kompliziertesten Steuerrechte überhaupt. Da kann man derart viel falsch machen und das kann im allerschlimmsten Fall hohe Strafen und sogar Gefängniss bedeuten. Darum brauchen manche einen Steuerberater.

Kleines Beispiel: Ein Bekannter hat sich Selbstständig gemacht. Durch Fehler in den Steuererklärungen musste er letztlich sogar Insolvenz anmelden. Grund waren falsch berechnete Steuervorauszahlung die man als Selbstständiger leisten muss.

PatrickLassan 14.03.2014, 06:52

Grund waren falsch berechnete Steuervorauszahlung die man als Selbstständiger leisten muss.

Die Einkommensteuervorauszahlungen setzt das Finanzamt fest, die Umsatzsteuervorauszahlungen muss man selbst anmelden und abführen. Ich frage mich gerade, was dein Bekannter derart falsch gemacht hat, dass er nun in Insolvenz ist (abgesehen davon, dass er entweder keinen oder einen schlechten Steuerberater hatte).

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Ein Steuerberater vertritt seine Mandanten gegenüber den Finanzämtern.

Sie unterstützen die Buchhaltung einer Firma bei den Jahresabschlüssen und bei Steuererklärungen.

Manche Firmen lassen die Lohn- und Gehaltsabrechnungen über den Steuerberater erstellen.

Du meinst wahrscheinlich wozu man einen Steuerberater im privaten Bereich benötigt.

Außer den bereits genannten Gründen gibt es viele Rentner die eine Steuererklärung machen müssen, das aber nicht mehr können.

Unsere Steuergesetze sind sehr kompliziert und ändern sich regelmäßig, wenn also Leute Vermögen besitzen lässt sich bei guter Beratung viel Geld sparen, insbesondere wenn Geld ins Ausland verbracht wird. Im Fall Uli Hoeneß zBsp ist wohl einiges schief gelaufen bei der Beratung, während Boris Becker ja seinen Wohnsitz mal nach Monaco verlegt hatte um keine Steuern hier in D zahlen zu müssen.

Ich denke es macht Sinn sich auch privat beraten zu lassen beim Immobilienkauf, wenn man investieren möchte oder sich mit der Steuererklärung überfordert fühlt.

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