Wozu braucht Gott eine Kirche oder braucht der Mensch die Kirche?

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15 Antworten

Gott braucht gar nichts, auch keine Menschen. Er ruht in sich selbst.

Jesus hat Gemeinschaft gepflegt und gestiftet. "Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen."

Auch der Mensch braucht als soziales Wesen Gemeinschaft.

Gleichgesinnte tun sich zu Vereinen zusammen. Das ist eben bei Religionen genauso und führt zu Kirchen und anderen Glaubensgemeinschaften. Mit allen Folgeproblemen großer, mächtiger und besitzender Institutionen.

Ich fühle mich in meiner christlichen Gemeinde wohl und möchte sie nicht missen. Den "Oberbau" nehme ich als organisatorisch und finanziell notwendig in Kauf.

stoffband 31.08.2017, 06:54

Gott braucht den Menschen, es ist ein irrtum das er ihn nicht braucht!

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RudolfFischer 31.08.2017, 13:57
@stoffband

Irgendwelche Argumente dafür, dass Gott den Menschen braucht?

Gott braucht den Menschen sicher nicht, um sich ewig beweihräuchern zu lassen ('luja! saog I). Ohne davon einen Vorteil zu haben, hat er die Welt erschaffen, in der die Menschen die Gelegenheit haben, Liebe fließen zu lassen.

Denn aus selbstloser Liebe, nicht aus einem eigenen Bedürfnis heraus, hat Gott alles gemacht.

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Gott braucht keine Kirche, aber die Gemeinschaft von Gläubigen kann eine gegenseitige Stärkung im Glauben und damit verbundenen Werten darstellen, was der Zweck einer Kirche ist, da diese Gläubigen sich an solchen Orten versammeln können.

Kirche kann man verschieden auslegen.

Einmal als ein geweihtes Gebaeude, in dem sich Leute treffen um einen Gottesdienst zu haben bzw. zu beten.

Oder aber als eine Organisationsform einer christlichen Gemeinschaft, in der man sich zu einer Konfession bekennt.

Oder aber einfach als Gottesdienst.

Gott braucht kein Gebaeude. Als Person dagegen ist es schoen zu wissen, wo man hingehen kann, wenn man einen Ort sucht, der fuer Gebete, Gottesdienste, Meditation fuer einen offen steht.

Wenn man dann Kirche als christliche Gemeinschaft betrachtet, dann wuerde ich sagen, dass es einfacher fuer eine Person ist zu einer dazuzugehoeren. Aber nicht ein Muss. Freunde bzw. Gemeindemitglieder mit denen man den Glauben teilt und zusammentrifft, ist etwas schoenes.

Ivan69 03.08.2017, 18:55

Völlig richtig, Kirche ist ein Homonym.

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Viktor1 03.08.2017, 20:26
Kirche kann man verschieden auslegen.

das wollen wir hier mal nicht tun, der FS hat den Bezug festgelegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ekklesiologie.
Sie ist die Gemeinschaft all derer, welche sich zum "Herrn" (Jesus) und seiner Botschaft bekennen.

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MTbear 03.08.2017, 20:46
@Viktor1

Selbst als Christ kann man es einmal als Gebaeude sehe und dann als Glaubensgemeinschaft.

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Ivan69 03.08.2017, 20:57
@MTbear

schon interessant, was man teils so liest. Soweit ich mich erinnere bist du der einzige, der diesen wichtigen Punkt genannt hat, dass man mit Kirche wesentlich mehr bezeichnet, als ein Gebäude. Insbesondere finde ich deinen letzten Absatz sehr passend, da es bei einer Religion eben manchmal auch um mehr geht als nur den Glauben, sondern auch den Glauben teilen, was in einer Kirche als Glaubensgemeinschaft für viele sehr wertvoll ist.

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Da gibt es eine schöne Geschichte von dem großen englischen Literaturwissenschaftler C.S. Lewis:

Ein kleiner Junge möchte seinem Vater ein Geschenk kaufen, weil er ihn mag und diese Liebe ausdrücken will. Der Junge lebt allerdings auf dem Land. Deshalb muss er seinen Vater fragen, ob er ihn in die nächste Stadt fahren kann. Also fährt der Vater ihn in die Stadt. Im Geschäft liegt das Geschenk zu weit oben, sodass der Vater den Sohn hochheben muss, dass er das Geschenk aus dem Regal holen kann. Die beiden gehen zur Kasse. Der Junge hat allerdings kein Geld und ist zu klein. Also gibt ihm der Vater das Geld und hält ihn wieder hoch, dass er bezahlen kann und fährt ihn heim. Daheim gibt der Sohn seinem Vater das Geschenk.

Man kann über den Sinn der Kirche lange dogmatische Überlegungen niederschreiben. Ich finde allerdings, dass kein noch so theologischer Aufsatz annähernd so schön ist wie diese Metapher. Ich kann mich selbst an ähnliche Situationen erinnern, als ich ein Kind war, wofür ich meinen Vater um Dinge gebeten habe, die ich im schenken wollte. Natürlich braucht Gott die Kirche nicht. Aber der Mensch braucht die Kirche. Gott hat die Kirche instituiert, dass das Wort Gottes nicht mehr nur dem jüdischen Volk zuteil wird, sondern allen Menschen zu allen Zeiten. Die Kirche soll dieses Wort wahren und vor Veränderung, die durch die Zeit entstehen schützen. Deshalb ist die Kirche katholisch: all-umfassend. Sowohl zeitlich, als auch räumlich. Gott braucht die Kirche nicht, aber der Mensch schon. Sie allein kann dem Menschen das geben, was er braucht. Die Kirche ist diese Liebe zwischen Vater und Sohn: das, was die Menschheit braucht, um die Liebe Gottes zu erfahren.

gottesanbeterin 05.08.2017, 02:20

Gott hat mit der Institution Kirche gar nichts zu tun und die Institution Kirche hat mit Gott nichts zu tun!

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Es ist ein Irrtum zu glauben, Gott benötige ein Gebäude, benötige Rituale, benötige Sakramente, benötige gläubige Menschen, benötige Stellvertreter auf Erden etc., pp.

Die Kirche ist ein Treffpunkt gleichgläubiger Menschen, ein Ort des Gemeinschaftsgefühls innerhalb religiöser Gruppierungen

Da der Mensch ein Herdentier ist und sich in einer gleichgesinnten Gemeinschaft sicher und auch verstanden fühlt, ist so ein Gebäude, in dem man gemeinsam ein Gemeinschaftsgefühl verspürt, nachvollziehbar.

Jedoch ist jeder Ort, an dem mehrere Gleichgesinnte sich treffen und gemeinsam beten und sich austauschen ausreichend genug...

Gruß Fantho

Der Mensch hat Gott erfunden um seinen Sehlenmüll abladen zu können, wenn sonst gerade niemand da ist der zuhört.

Und die Kirchen sind aus diesem Glauben heraus entstanden. Finanziert durch Kreuzzüge, Raub, Mord und Totschlag.

Heute viellleicht weniger brutal aber nicht minder dreißt wird bereits den kleinen Grundschülern das Geld aus der Tasche gezogen, indem man ihnen Opferkästchen auf die Schulbankk stellt ... der mündige Bürger hingegen wird über Steuerzahlungen ganz legal um sein Geld gebracht.

in erster Linie brauchen also die katholischen Herrscher die Kirche um Ihren Prunk und Reichtum finanzieren zu können.


Anthropos 04.08.2017, 00:41

Wie kannst du nur so über die Kirche reden? Wer hat damals in Rom den Armen etwas zum Essen gegeben? Wer hat die Menschen im Mittelalter vor der Machtgier der Aristokraten geschützt? Wer sammelt heute die armen Waisenkinder in den Straßen Afrikas und Asiens auf und kümmert sich um sie? Sind das hier die konsumsüchtigen Menschen aus Deutschland? Oder sind das die Nonnen mit ihren Schleiern, ihr Habit schon dreckig vom Schmutz der Straßen, die Priester in ihren weißen Soutanen, die sich um die Leute kümmern und nicht zuletzt die zahlreichen Ordensmänner in ihren schwarzen, braunen und weißen Kutten, die den Menschen ein zu Hause geben und ihnen das Lesen beibringen? Ziehen diese Menschen den Kindern, die nichts haben das Geld aus der Tasche? Nein, denn sie haben selbst nichts. Sie werden in manchen Ländern für ihren Einsatz ermordet. Wo ist da der Prunk? Ich sage dir etwas: Das ist Kirche. 

Ich kenne selbst Priester und Ordensleute, die selbst jahrelang bei den Ärmsten der Ärmsten gelebt haben. Und was passiert mit ihnen, wenn sie nach Deutschland kommen? Sie werden von Leuten wie dir geächtet, dass sie den Leuten das Geld nehmen würden. Ja, sie sammeln Geld. Aber sie haben nichts von dem Geld. Sie bauen Schulen und Krankenhäuser. Warst du jemals in einem Kloster bei richtigen Ordensleuten? Etwa bei den Schwestern der Nächstenliebe? Jetzt ärgern sich alle. Wenn es dann aber plötzlich eine Hungersnot gibt, stehen dann alle wieder Schlange vor den Klöstern, weil es dort etwas zu Essen gibt. Man braucht eben Geld, um Gutes zu tun. Und die prunkvollen Kirchen? Ja, die gibt es. Und? Was haben denn diese "katholischen Herrscher" davon? Sie können selbst nicht darin wohnen, denn die Kirchen werden nicht für sie selbst gebaut, sondern auch für die Menschen. Und die Klosterkirchen? Meinst du im Ernst, dass da ein paar arme Bettelmönche die armen Bauern geplündert haben? Wäre es dann nicht in Afrika auch so? Wie sehen denn da die Kirchen aus? Das sind Bruchbuden aus Holz. Nicht wirklich mehr. Ist es also wirklich das Ziel der Kirche, die Leute auszubeuten? Nun wirst du vielleicht sagen, dass es eben einige gibt, die da Gutes tun, aber die Päpste? Nun, es gab wohl wirklich einige Menschen auf dem Stuhl Petri, die nicht wirklich Servi servorum Dei waren. Aber steckt da nicht viel Propaganda der Modernisten dahinter? Was muss man sich alles über Papst Benedikt XVI. anhören! Ich kenne persönlich Menschen, die mit ihm gelebt und gespeist haben. Von Protz keine Spur! Da war nichts mit vier-Gänge-Menü. Es gab oft nur Suppe zum Mittagessen und er ist ein wirklich bescheidener Mensch. Er lebt heute als Mönch mit Sandalen und seiner weißen Soutane in einem kleinen Kloster und weilt den Tag im Gebet. Ist da etwa der Protz? Ist in Afrika bei den Ordensleuten, die sich um die Waisenkinder kümmern der große von dir verheißene Reichtum der Kirche? Von einigen Bischöfen in Deutschland kann man denken, was man will; aber das ist nicht die Kirche.

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Rosswurscht 04.08.2017, 00:57
@Anthropos

Du weißt was hierzulande Priester und Bischöfe verdienen? Du weißt, dass deren exorbitanten Gehälter durch Steuergelder finanziert werden? Du weiß, dass die caritativen Einrichtungen der Kirche zum Großteil durch den Staat finanziert werden?

Würde man die Kirche endlich strikt vom Staat trennen würde es duster aussehen!

Ein Kardinal verdient bis zu 15.000,-€! Dienstwagen, Wohnung etc. alles oben drauf ...

Vielleicht sieht man nicht bei jedem den Protz so deutlich wie beim "Limburger". Aber eines haben sie alle gemeinsam:

Wasser predigen und Wein saufen!

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Die Antworten erstaunen mich immer wieder. Für fast alle besteht die Kirche aus dem Gebäude, den Gottesdiensten und dem Bodenpersonal, welches darin wirkt. Doch das ist, zumindest in unserer Stadt, etwa 20 % an Zeit und etwas mehr an Geld.

Doch Kirche ist heute viel, viel mehr. Sie besteht aus vielen freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die sich ohne Entschädigung für Flüchtlinge, soziale Randgruppen, Schlüssel-Kinder, Rentnerinnen und Rentner, Insassen in Pflegeheimen usw. einsetzen.

Personen, welche nur für Spesen ein vielfältiges Programm für Menschen zusammenstellen, welche kein Geld für Theater- und Konzertbesuche sowie Vorträge haben. Gute Schauspieler, Sänger, Orchester-Musiker sowie  Referenten werden eingeladen. Die Veranstaltungen sind in der Regel kostenlos. Bezahlt durch die Kirchensteuern.

Mit den Einnahmen der Kirchensteuer werden Hilfsorganistionen im In- und Ausland unterstützt. Gelder gehen an Altenheime, Spitäler, Waisenhäuser, Landwirtschaftsbetriebe usw.

Ivan69 03.08.2017, 20:15

bei all den Verbrechen, die die Kirche begangen hat, ist das nur ein Tropfen auf einem heissen Stein zur Wiedergutmachung und auch hier bei deinen Beispielen müsste man sich im Konkreten sowohl die Struktur als auch die finanziellen Verknüpfungen anschauen um wirklich zu beurteilen, was selbstlose Hilfe ist und was nicht. Es liegt in der Hinsicht einiges im Argen, wo nach Aussen selbstlose Aufopferung kommuniziert wird.

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Bodesurry 04.08.2017, 08:12
@Ivan69

Gut, dann bringe mal Belege für ...nur ein Tropfen auf einem heißen Stein... Bildlich tönt ja das sehr gut, aber bitte auch Fakten. 

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Ivan69 04.08.2017, 17:03
@Bodesurry

Auch auf die Gefahr hin, dass du mit simpler Rethorik meine Aussage negieren möchtest: Die Geschichte ist wie sie ist und wer offen und reflektierend damit umgeht, der ignoriert nicht, was in den letzten 2000 Jahren passiert ist. Und nein ich zähle dir jetzt nichts davon auf, das würde viel zu weit führen. Zudem: Wer das, was die Kirche den Menschen angetan hat in Frage stellt, mit dem möchte ich auch nicht weiter diskutieren.

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Bodesurry 04.08.2017, 19:41
@Ivan69

Was hat das mit simpler Rhetorik zu tun? Du machst eine recht happige Feststellung und dann ist deine einzige Begründung: ...was in den letzten 2000 Jahren passiert ist. 

Was hat meine Antwort mit den Kreuzzügen, Hexenverbrennungen und Inquisition zu tun. Das sind so die gängigsten Vorwürfe an die Kirche in den letzten 2000 Jahren. 

Ich nahm Stellung zur aktuellen Lage der Kirche und da antwortest Du ...ein Tropfen auf einen heißen Stein.... 

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Fantho 03.08.2017, 21:32

Es ist schön, dass Du das mit der Kirchensteuer erwähnst, welche von allen Bürgern getragen wird, die Mitglieder der Kirche sind

und nicht von der im Überfluss an Kapital schwimmenden Kirche selbst...

Was die freiwilligen Helfer betreffen, die es Gott sei Dank gibt: Erfüllen sie ihre Aufgabe, weil sie der Kirche angehören, oder erfüllten sie diese auch, wenn sie nicht Mitglied einer Kirche angehörten?

Gruß Fantho

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Bodesurry 04.08.2017, 19:51
@Fantho

DIE KIRCHE gibt es gar nicht.

Denn "meine" (evangelisch-reformiert) Kirchgemeinde und die Gemeinden, die ich kenne, die schwimmt nicht in Geld. 

Das mag auf die katholische Kirche zum Teil zutreffen, aber auch dort sind die Unterschiede groß

Du sprichst die Freiwilligen an. Eine Mehrheit der Frauen, Männer fast keine, erfüllen Aufgaben, weil sie der Kirche angehören.  Das heißt, dass die Stadt sich aus mehreren Bereichen zurück- gezogen hat und vor allem bei den Senioren fast nichts mehr unternimmt. Sei es bei Besuchen im Alten- und Pflegeheim, im Spital, bei kulturellen Veranstaltungen usw. Die Stadt hat praktisch keine Freiwilligen und ist natürlich, auch aus finanziellen Gründen, dankbar, dass das die Freiwilligen der Kirche abdecken. 

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Gott braucht eine/die (welche auch immer) Kirche nicht; die Menschen brauchen die /eine (welche auch immer) Kirche nicht, doch die Kirchen (welche auch immer) brauchen (gutgläubige) Menschen (um existieren zu können).

Ivan69 28.08.2017, 18:50

doch die Kirchen (welche auch immer) brauchen (gutgläubige) Menschen (um existieren zu können).

!

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Der Mensch braucht Gott.

Gar nicht, wenn ich Beten möchte kann ich das Überall und wird bestimmt
auch von Gott angenommen . Was der Bau und Einrichtung gekostet hat und das
alles auf dem Rücken des kleinen Mannes. Ach ja Maria  war  auch mit Jesus  im Tempel.

Ein Vorteil, der Pfarrer hat ein schönen Arbeitsplatz

Ivan69 28.08.2017, 19:06

Ok

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Gott braucht keine Kirche. Sie war ursprünglich auch nicht vorgesehen. Adam u. Eva beteten ohne Kirche zu Jehova Gott.

Erst nach dem Sündenfall änderte sich das. Jetzt sorgte Gott für ein organisiertes Volk (Israel). Später dann schickte er seinen Sohn. Der schuf im 1. Jh. die Christenversammlung:

"es war zuerst in Antiọchia, daß die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen genannt wurden." (Apg. 11:26)

Es war Gottes Wunsch, dass sich die Nachfolger seines Sohnes regelmäßig versammeln:

"Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben," (Hebr. 10:24, 25)

In diesem Sinn braucht der Mensch die "Kirche" — bzw. sollte er sich innerhalb der Organisation Gottes aufhalten.

Vielleicht implementierst Du in Deine Frage den Gedanken, ob der Mensch die vielen Organisationen braucht, die unter dem Oberbegriff "Kirche" existieren, wenn sie den Lehren Christ widersprechen? 

Von mir ein klares NEIN!

Braucht es nicht ich zum beispiel bin theist und glaube an keine Religion da ich finde diese sind nur daraus entstanden da Menschen macht über andere Menschen ausüben wollen. Ob es Gott gibt? Keine ahnung aber ich glaube dran. Aber ich lebe meinen "glauben" eig nur privat aus und nerv erst recht niemanden damit. Auch wenn ich mir zu 95% sicher bin das es Gott nicht gibt, glaube ich an ihn oder es oder sie . Aber wenn es einen gott gäbe oder gibt dann interessieren wir ihn sowieso nicht schätze ich.

Leute die Geld brauchen haben der Gesellschaft eingeredet, dass irgendwer eine Kirche braucht. Wozu sollte Gott (falls es einen oder mehrere gibt) eine Kirche brauchen? Wozu sollten Menschen eine Kirche brauchen? Also ich kenne niemand der eine Kirche jemals gebraucht hat, aus einem anderen Grund als für den Empfang eines Sakraments welches von anderen Menschen erfunden wurde.

Ein Gott, der in der Lage ist, ein Millionen Lichtjahre großes Universum aus dem Nichts zu zaubern, wäre von solch gigantischer Erhabenheit, daß wir winzigen Menschlein gar keine Beachtung finden können. Geschweige denn, daß ihn das ständige Gebabbel von 7 Milliarden Menschen interessieren könnte.

Und mit völliger Gewissheit ist er nicht auf das ständige Lobpreisen von uns angewiesen. Also: Es gibt keinen Gott, der uns braucht.

Ein aufgeklärter Mensch braucht auch keinen Gott, denn Hilfe kommt eh nie "von oben".

Aber es gibt noch ein paar Milliarden Einfaltspinsel, die sich zur Beute der Religionen bzw. Kirchen machen lassen.

Anthropos 04.08.2017, 00:47

Soll das wirklich ein logischer Schluss sein?

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Klarmann 04.08.2017, 08:23
@Anthropos

Daß JEDER einfache logische Gedankengänge kapiert, kann man nicht erwarten.

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AllesLiebe12 05.08.2017, 16:05

Bezüglich Religionen / Kirche bin ich ebenfalls Deiner Meinung.

Gottes Wirken dürften schier unvorstellbar mega-gigantisch sein.

"Er" ist mit Sicherheit höchst intelligent sowie höchst erhaben.

Diese besonderen Eigenschaften bzw. Werte schützen aber auch "Ihn" nicht vor Einsamkeit und Sehnsucht ! 

"GOTT" ist in seiner ALL-gegenwärtigen Ur-FORM EINZIG-ES ! 

Darum spaltete "er" sich auf und erschuf die (illusionäre) dualitäre, endliche "raum-zeitliche" Existenz des Universums / Multiversums.

Um sich primär in der Essenz von LIEBE erweitern zu können !

Die stärkste Kraft von LIEBE steht in Dualität mit Einsamkeit und Sehnsucht. Evtl. ist LIEBE sogar Teil des"Treibstoffes" seines sämtlichen Wirkens (neben Information und Energie) !

Gott durchdringt ALL-ES, steht als Persönlichkeit über ALL-EM.

Gott ist in uns "Seelen-Fragmenten" (aber wir sind nicht in "ihm").

Gott ist in unendlicher Gegenwärtigkeit (außerhalb der Existenz).

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Klarmann 05.08.2017, 16:30
@AllesLiebe12

"AllesLiebe12", Du schreibst, als wüßtest Du all diese Dinge. Du kannst sie aber gar nicht wissen.

Weiterhin kann wegen den "Zeitabständen" Deine Hypothese überhaupt nicht stimmen.

Ein liebes-sehnsüchtiger Gott hätte nicht ewige Zeiten gewartet, bis er ein Universum herbeizaubert.

Danach hätte er nicht 8 Milliarden Jahre gewartet, bis eine bewohnbare Erde vorliegt.

Danach hätte er nicht noch 4,5 Milliarden Jahre gewartet, bis er Menschen schafft.

Dann hätte er nicht noch 2,5 Millionen Jahre gewartet, bis er Jesus schickt.

Daher sind Deine Liebeswolken ganz für die Katz.

Wenn man Dein Profil ansieht, muß man sich schwere Sorgen um Dich machen. Du scheinst tief in sektenartige Esoterik verstrickt und die Gefahr besteht, daß Du so dein reales Leben kaum mehr auf die Reihe bekommst.

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AllesLiebe12 05.08.2017, 18:37
@Klarmann

An "Klarmann":

Vorab - Du brauchst Dir um mich keine Sorgen zu machen !         Ich stehe mitten im Leben, bin "klar" und es geht mir soweit gut.

Besonderes - richtungsweisend zu fundamentalem Wissen hin - lässt sich durchaus als zutreffend oder logisch erkennen - auch ohne den "normal-verständlichen" Beweis, wo unser begrenztes (EGO)-Denken bzw. Verstehen ständig so gierig nach verlangt !

Ich möchte gerne versuchen, Dir meine Aussagen etwas näher     zu bringen, weil / wo es - sorry - offenbar (noch) bei Dir "hakt".

Versuche Dich doch bitte mal ganz von dem Gedanken zu lösen, dass ein zeitlicher Anfang und ein zeitliches Ende zur "wirklichen" REALITÄT gehört. Einfach mal so denken, als wenn es so ist !

Wäre das bei Dir evtl. möglich ? Ich sage einfach mal - JA.

Gehe weiter mal davon aus, dass das existierende "Raum-Zeit-Universum" ein komplett rein illusionär erzeugtes Konstrukt ist.

D.h. die Zeit-Begriffe von Anfang und Ende sind nicht REAL !

Es - die UrForm - welche man "GOTT" nennt - ex-ist-iert nicht. 

Es ist außerhalb Existenz - in "raum-zeitloser" Gegenwärtigkeit.

Diese Ebene der absoluten Gegenwärtigkeit dürfte also nicht     den "normalen" Voraussetzungen von existierender "Raum-Zeit" unterliegen - sondern diese Ebene ist einfach unendlich DA

Es gibt keine "höhere" Erweiterung dazu, welche sein kann.

Ein "Nichts" gibt es nicht. "Nichts" ist definitiv nur ein Unwort !

"Raum-zeitliche" Begriffe von Anfang und Ende können "dort" -       in der Ebene der absoluten Gegenwärtigkeit - nicht REAL sein !

Soweit als evtl. annehmbar verstanden !?  Ich nehme an -  JA.

Wann bzw. warum "Gott" innerhalb seiner gegenwärtigen Seins-Ebene die (mögliche) Einsamkeit und Sehnsucht erfasst haben könnte - das wissen wir nicht und können wir nicht definieren !   (dies ist "nur" eine rein gedankliche Vermutung - auch von mir).

Weil - das Raum-Zeit-Universum (bzw. erweitertes Multiversum) - so wie es "Gott" aus der Ebene der unendlichen Gegenwärtigkeit (für "sich" ?) erschuf - evtl. völlig unabhängig davon - ex-ist-iert !     Wir wissen also auch nicht, ob, wie und warum ein annehmbarer "Schöpfer" GOTT" in welcher Form denkt, (re)agiert und handelt.

Es kann sein, dass die ILLUSION der Existenz schon billionen- oder trilliarden- oder septrilliarden-fach wie ein sich permanent wiederholender Film (mit neuen "Darstellern" ?) "abgelaufen" ist.

Logischer und sinnvoller erscheint mir, dass die Illusion nur 1 x "abläuft" - mit parallel dazu unendlich vielen Varianten - innerhalb aller möglichen Gegensätze - aufgrund (be)wirkender Dualität.      

Wie ein vorbestimmter, unendlicher, "multiverseller" Kreislauf in "raum-zeitlicher" Abfolge, welche von uns - uns dessen bewusst - nur individuell (!) in zeitl. Vergangenheits-Form wahrnehmbar ist (Gegenwart und Zukunft sind nur rein illusionäre Begriffe für uns).

Der verständliche Beweis für "individuell" - wir wachen jeden Tag -   uns dessen bewusst - immer wieder im selben Körper wieder auf !

Die Ur-Form "Gottes" dürfte dabei den absolut freien Zugriff auf sämtliche x-beliebige Zeit- und Raum-Punkte innerhalb der   Raum-Zeit-Illusion des Universums / Multiversums haben.

Ob, warum und wie "er" darin (be)wirkt - das wissen wir nicht.

Die ILLUSION dürfte - unter der Voraussetzung von gewissen Schicksals-Variablen (z.B. individuell anwendbarer Intelligenz      von uns "ICH-BIN-Einheiten" Mensch) - wie ein absolut mega-gigantisches mathematisches Programm - vorbestimmt sein.       (es gibt bekanntlich wissenschaftliche seriöse Ansätze dazu)

Evtl. auch damit dessen Funktion(en) nicht gefährdet ist (sind).

Bezüglich der Annahme der ILLUSION bzw. warum LIEBE so extrem wichtig ist und (auch) für "Gott" sein könnte - dieses lässt sich in dem 1. Link meines Profiles sehr ausführlich nachlesen     (ein durchaus seriöser philosophischer Beitrag von Rudi Berner).

Bezügl. erwähnter ILLUSION siehe auch den - ebenfalls seriösen - wissenschaftlich untermauerten Beitrag im 2. Link meines Profiles (das ab und zu dort erwähnte "Allah" kann man vernachlässigen).

Ich würde nun sagen,  ich habe mich sehr bemüht Dir zu erklären.   Ob Du davon etwas für Dich annehmen kannst oder eben nicht, das steht Dir völlig frei. Ich möchte hier auch nicht "missionieren".

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AllesLiebe12 05.08.2017, 18:56
@AllesLiebe12

An "Klarmann":

Kleiner Nachtrag (die max. 5000 Buchstaben waren wohl voll):

Die weltweit bekannte biblische Jesus-Erzählung ist meiner Ansicht nach "nur" eine Geschichte von eher rein symbolischem Wert.

Ob Jesus als Mensch jemals existiert hat ?  

Vermutlich ja, als ein spirituell "erwachter", weiser Prediger seiner damaligen Zeit, der für sehr großes öffentliches Aufsehen sorgte !

Ich habe sehr großen Respekt vor der Person Jesus und seinen Worten und (angeblichen) Taten, so wie diese überliefert wurden.

Vielleicht besaß er auch wirklich gewisse heilende Kräfte.

Aber Jesus als "Gottes Sohn" und die (angebliche) Auferstehung ?

Nein !  Das passt meiner Ansicht nach absolut nicht zusammen. 

Alles Liebe !

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Gottes Sein und Wirken ist völlig unabhängig von der Kirche und deren Auffassungen.

Von daher der Mensch braucht eigentlich auch keine Kirche.                 (höchstens zum Unterstellen bei einem Unwetter).

Die Institution Kirche ist scheinheilig und zudem mega-stinkreich (!). 

Das trifft vor allem auf die katholische Kirche und den Vatikan zu.

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