Wozu ändert sich ständig die Rechtschreibung?

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So oft ist das gar nicht. Die Rechtschreibreformen von
1996, 2004, 2006 und 2011 folgten so schnell aufeinander,
weil sie - wie jede Reform auf dem Bildungssektor -
dilettantisch gemacht wurden. Die letzte größere
davor war 1901.

Sprache ändert sich, da kann die Schriftsprache nicht so bleiben, wie sie ist.
Dann packt man zu den notwendigen Anpassungen noch ein paar Vereinfachungen dazu - und schon ist gefühlt alles anders.

Dabei empfinde ich Deutsch als sehr konservativ: Während sich "Rhythmus" immer noch am altgriechischen Original orientiert, sind die Italiener und Spanier schon längst th- und rh-frei bei "ritmo" angekommen. Warum nicht "Rytmus" oder "Rütmus"?

Die letzte Reform ist ja schon eine ganze Weile her. Auch wenn ich nicht alles gelungen finde, gibt es doch ein paar sinnvolle Dinge, etwa die Schreibungen
"Fuß", "Gruß", "Fluss", "muss" usw.

Das -ß steht nach einem langen Vokal (oder nach einem Diphthong, also "Strauß"), -ss nach einem kurzen Vokal.  

Man wollte etliche Schreibungen konsequenter und nachvollziehbarer machen. Ob das gelungen ist, ist sicher auch eine Geschmacksfrage.

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