Wovon werden die monatlichen Fondskosten berechnet?

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6 Antworten

Du hast bei Fonds ganz verschiedene Kosten; manche sind fixe Absolutbeträge (z.B. Prüfungskosten), andere sind relativ (z.B. die Verwaltungsgebühr) und noch andere sind ggf. variabel (z.B. performanceabhängige Vergütungen).

Beiden meisten Fonds findet für diese Kosten eine tägliche Abgrenzung statt: Wenn also z.B. der Fonds eine monatliche Verwaltungsgebühr von 0,025% (üblich ist eigentlich die Angabe des Jahressatzes) hat, dann wird anhand der Bankarbeitstage im Monat dies auf einen Tagessatz herunter gerechnet und dieser wird dann dem gesamten Fondsvolumen entnommen und fließt der KVG als Ertrag zu. Also z.B. täglich 0,001% des gesamten Fondsvolumens. Dadurch vermindert sich der Wert jedes Fondsanteils ein wenig; sprich für Dich in Deinem Depot sind nicht die Gebühren sichtbar, sondern eine etwas geschmälerte Wertentwicklung. Die Gebührenbelastung des gesamten Fonds kannst Du dann in den Halbjahres- und Jahresberichten nachlesen.

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So ein Fonds ist ein Sondervermögen. Täglich wird da erfasst, welche Werte der Fonds besitzt. Meinetwegen also Aktien mit ihren Schlußkursen + Barreserven auf dem Konto. Wenn der Fonds 3 Milliarden schwer wäre, würde man ihm am Monatsende also 750.000 entnehmen. Der Fonds würde dann auch entsprechend 0,025% an Wert verlieren.

Du selbst bekommst davon wenig mit. Wenn du 10 Anteile je 100 = 1000 Euro im Fonds hättest, ginge der Kurs am Monatsende so zurück, dass du plötzlich auf 999,75 stehst.^^


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Damit ist meist die Total Expense Ratio oder TER gemeint.

Da es ein Prozentsatz ist, gilt er unabhängig von der Summe und setzt sich aus Transaktionskosten ( Umschichtungen innerhalb des Foinds,  Kosten der Prüfung und Berichterstatung zusmmen.

Die Angabe ist seit einigen Jahren verpflichtend, da verschiedne Fonds oft mit deutlich unterschiedlichen Kosten arbeiten.

Der Wert wird meist  in Prozent / Jahr angegeben.

Man tut dies deshalb, weil die Kosten den Ertrag schmälern.

Hätte ein Fondsanteil etwa von seinem " reinen Wert - also allem as in ihm enthalten ist " ( genauer Nettoinventarwert ) um 10 % zugelegt macht es natürlich einen Unterschied, ob die Kosten 0,3 % oder 2 % pro Jahr ( das wäre schon extrem ) ausmachen:

Im ersten Fall bleiben Dir 9,7 % Wertentwicklung - im zweiten 8,0 %.

Man kann aber nur gleichartige Fonds miteinader vergleichen:

Wenn ein Fonds einfach nur en DAX nachbildet, verursacht das natürlich weniger Kosten als ein Fonds der auf südostasiatische Spezialwerte spezialisiert ist.

Im zweiten Fall braucht man in aller Regel mehr Fachleute vor Ort, um den Wert einschätzen zu können.

Hilft dir das weiter ?

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Vom Fondsvermögen, ganz einfach. Diese Kosten werden nicht vom Ertrag abgezogen, sondern von Deinem Vermögen. Das ist der Grund, warum sie so leicht übersehen werden. Unberechtigterweise. Wenn nämlich die TER (total expense ratio = gesamte Kostenquote) Deines Fonds 2% beträgt, dann frisst die Fondsgesellschaft in 10 Jahren knapp 22% Deines Vermögens, das im Fonds steckt. 1,02 hoch 10 = 1,219.

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Kommentar von Andreas Starke
10.02.2017, 10:06

Sorry, falsch gerechnet. Es sind "nur" knapp 18,3%.

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0,025% von dem Wert deiner Anteile natürlich.

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Du musst 25 % Abgeltungssteuer bezahlen, aber nur auf den Gewinn, nicht auf den Wert deines Depots.

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