Wovon ernährten sich damals die steinzeitmenschen?

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20 Antworten

Sie werden nicht umsonst Jäger und Sammler genannt.
D.h. sie jagten alles, was Beine oder Flügel hatte, vom Kaninchen bis zum Mammut und sie aßen, was in der Natur wuchs. Also Wurzeln Beeren, Pilze, eßbare Pflanzen und Früchte.
An Gewässen und an den Küsten auch Fische und Meeresfrüchte.

Das ist der Vorteil unserer Spezies, daß wir uns allen Gegebenheiten anpassen können, was das Essen anlangt. Von fast reiner Fleischnahrung bis rein vegetarisch kommen wir mit allem klar.

Sie waren nicht wählerisch und durften sie auch nicht sein, wenn sie überleben wollten.

Kommentar von FreakyAnimeGirl
27.05.2016, 09:09

weißt du vielleicht auch wie oft sie Fleisch essen konnten so ungefähr? 😊

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Ich war letzte Woche in einem Museum, in dem auch Moorleichen ausgestellt waren. Die sind zwar nicht aus der Steinzeit, sondern "erst" 2.000 Jahre alt, aber Untersuchungen haben ergeben, dass sie sich fast ausschließlich pflanzlich ernährt haben. So stand es zumindest in der Erklärungen.

Kleiner Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Moorleiche\_von\_Windeby\_I

Kommentar von grubenschmalz
27.05.2016, 17:06

Die Person dort hat sich in seinem letzten Lebensjahr fast nur pflanzlich ernährt und hatte auch Mangelerscheinungen. Das kann zig verschiedene Gründe gehabt haben, z.B. ein Verstoß aus der Dorfgemeinschaft oder/und eine Verletzung oder Behinderung, so dass er nicht jagen konnte.

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Ich denke mal, alles was man so im Wald findet (Beeren etc.)

Irgendwann dann auch von Fleisch. Das aber eher seltener, da die Jagd damals ziemlich Risikobehaftet war^^

Kommentar von grubenschmalz
27.05.2016, 09:06

Steinzeit war schon Homo Sapiens, und nicht irgendwelche Vormenschen

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"Steinzeitmenschen" ist leider zu wenig trennscharf.

"Steinzeit" deckt archäologisch gesehen den gesamten Zeitraum von der ältesten Altsteinzeit bis zum Übergang zu Bronzezeit ab, auf verschiedenen Kontinenten zu unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen. In der Jungsteinzeit betreibt der Mensch auch schon Ackerbau und Viehzucht.

Generell: Fleisch, Fisch, je nach Region auch Unmengen von Muscheln, Beeren, Früchte, Wurzeln, Pilze, Gräser,...

Insbesondere während der Eiszeiten war die Ernährung sehr auf Fleisch fokusiert und entgegenen anderslautender Behauptungen ist der Mensch kein geborener Pflanzenfresser, das zeigen Zähne, Verdauungssystem und archäologische Funde.

Vorsicht: Je nach Zeitstufe sind einige heute gängige Pflanzen und Tiere bei uns noch nicht heimisch.

Auch wenn hier mehrfach darauf hingewiesen wird: Paläo-Diäten und tatsächliche vorgeschichtliche Ernährung sind nicht deckungsgleich und haben nur sehr bedingt etwas miteinander zu tun!

Ich schätze von beeren, pilzen, wurzeln, Nüssen, Fischen, Früchten und fleisch

Aus Beeren, Pflanzen und im Winter aus Fleisch ...

Kommentar von engelchen0905
28.05.2016, 07:43

Nicht nur im winter immer aus fleisch

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Deine Frage ist ungenau gestellt, so dass ich dir auch keine genaue Antwort geben kann. Die Steinzeit ist nämlich keine Zeitangabe, sondern der Indikator einer Kulturstufe. Da es heute noch Naturvölker gibt, die aus Stein ihre Werkzeuge herstellen, musst du nur einen Blick auf diese Menschen werfen. Sie leben meist als Jäger und Sammler, einige betreiben aber auch Ackerbau und Viehzucht- ihre Ernährung richtet sich also danach, auf welchem Stand sie sich technologisch befinden.

Wenn du dich aber über die Ernährung von den Urzeitmenschen des steinzeitlichen Europa informieren willst, google mal Paläo-Ernährung. Dort findest du auch reichlich Rezepte, wie man heute noch urzeitlich kochen kann. 

Kommentar von grubenschmalz
27.05.2016, 10:27

Paläo-Ernährung deckt nur die vermeintliche Ernährung in der Altsteinzeit ab.

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Kommentar von Jerne79
27.05.2016, 11:34

Bitte um Himmels willen nicht Archäologie und Paläo-Ernährung in einen Topf schmeissen. Das eine hat mit dem anderen nur bedingt etwas zu tun. Davon abgesehen gibt es reichlich archäologische Quellen zu vorgeschichtlicher Ernährung, da müssen wir weder unscharf zu Naturvölkern schielen noch uns auf moderne Diäten stützen.

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Kommt drauf an, ob Alt- oder Jungsteinzeit

Vorwiegend von Fleisch ihrer Beutetiere

Sie haben Wild gejagt und Beeren, Wurzeln und andere essbare Pflanzen gesammelt.

Fleisch, Fische, Insekten, Schnecken, Muscheln, Krebse, Samen, Wurzeln, Beeren, Pilze, Wildobst, junge Triebe, Kräuter, bestimmte Blätter.

Es war dies eine recht gesunde Kost, diezu keinen Zivilisationskrankheiten führte.

Kommentar von grubenschmalz
27.05.2016, 17:10

 diezu keinen Zivilisationskrankheiten führte.

Ja, weil die Leute mit 35 verreckt sind.

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Buchtipp: Die Kinder des Prometheus von Hermann Parzinger, gibt es vielleicht ja in deiner Bücherei. Besonders die ersten Kapitel sind sehr interessant, wie ich finde.

Kommentar von MeliS1998
27.05.2016, 12:29

Ich hab mal gerade das Buch überflogen und versuche nun,
alle relevanten Textstellen wiederzugeben. Ich hoffe ich hab keine wichtigen übersehen.

Der Australopithecus, der eventuell für die ersten
Steinwerkzeuge verantwortlich ist, ernährte sich nach dem Verschwinden von Landschaften mit weichen Früchten und Blättern wohl vegetarisch, indem er Gräser, Samen und Wurzeln verspeiste.

Die ersten verwendeten Steingeräte dienten dazu, Tierkörper
zu zerteilen, Fleisch von Knochen zu lösen und hartschalige Pflanzen zu öffen. Sie stammen wohl vom Homo habilis, der eher nicht jagte sondern Aasfresser war, bzw. Omnivore, der Fleisch zuneigte.

Der Homo erectus verzehrte, seiner Zähne nach zu urteilen,
weiche Nahrung wie Früchte, Wurzeln und Fleisch. Er vollzieht den Wandel vom Aasfresser zum Jäger. An Wasserstellen lauerte er Großsäugern wie Elefant, Nashorn, Flusspferd, Giraffe, Pferd, Hirsch und Rind auf. Allerdings finden sich auch Hinweise darauf, dass er Säbelzahnkatzen, Hyänen, Wölfe und Bären erlegte, vermutlich mit Speeren. Er spaltete Tierknochen, um an das nährreiche Mark zu gelangen.

Die ersten Faustkeile stellte Homo ergaster und H. erectus her,
vielleicht auch schon H. habilis. Damit wurden auch Nüsse geknackt.

Das Verzehren von Fleisch wurde durch die Beherrschung des
Feuers erleichtert: durch Zubereitung wurde das Fleisch leichter verdaulich und durch Räuchern haltbarer gemacht. Außerdem wurde mit Feuer auch Pflanzennahrung bekömmlicher gemacht.

Während der Elster-Kaltzeit ist der Mensch wohl den großen
Herden gefolgt, um Beute zu machen.

Zum Homo heidelbergensis heißt es, dass er trotz
pflanzlicher Nahrung wohl hauptsächlich Fleisch aß, dass er erjagte, wobei er möglicherweise auf spezielle Beutetiere spezialisiert war, etwa auf die gemeinschaftliche Jagd auf das Wildpferd, mit Holzspeeren. Auch Fische wurden wohl gefangen.

Im Winter gab es auf der Nordhalbkugel kaum pflanzliche
Nahrung, und so war die Jagd die einzige Möglichkeit, dort an Nahrung zu kommen. Homo erectus musste sich auf die Jagd spezialisieren, die er in Gemeinschaft mit anderen betrieb.

Es wurde wohl auch der vorverdaute Mageninhalt der erlegten Pflanzenfresser gegessen.

Das zur Zeit von vor 2,7 Millionen Jahren bis 300.000 vor. Weiter:


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Kommentar von MeliS1998
27.05.2016, 12:32

Der Neandertaler war ein spezialisierter Jäger, der in Gruppen Mammuts, Rentiere, Wollnashörner und anderes Großwild jagte, aber auch  Kleinsäuger, Vögel, Mollusken und Fische nicht verschmähte. Fleisch war wohl der Hauptbestandteil seiner Ernährung. Wenn das Klima milde war, standen aber auch Datteln, Hülsenfrüchte, Grassamen, Wildobst, Beeren, Nüsse, Bucheckern, Eicheln, Pilze, Knollen und Grünpflanzen auf dem Speiseplan, von denen einige mit Feuer zubereitet wurden.

Der moderne Mensch lebte als spezialisierter Wildbeuter, wie
seine Vorfahren. er jagte und sammelte, fing aber auch zunehmend Fische, als er Angelhaken und Netz erfand. Dennoch war die Jagd meist die Lebensgrundlage.

Anscheinend ist er aber den Tierherden nicht mehr nachgefolgt, sondern besiedelte langfristig genutzte Plätze an denen viele verschiedene Beutetiere verzehrt wurden sowie kurzzeitige Jagdlager, an denen häufig Jagd auf nur eine einzelne Tierart gemacht wurde. Die Jagd wurde im Jungpaläolithikum mit Erfindung der Speerschleuder noch einmal perfektioniert und wahrscheinlich nahm man schon Hunde zur Jagd mit.

Jahrmillionen lang aß der Mensch fast ausschließlich Fleisch.

An Pflanzen wurde alles gesammelt, was essbar war.

Es wird spekuliert, ob der Mensch vor rund 60.000 Jahren
Steppenbrände legte in Afrika und dann auch Australien, um gezielt die Ausbreitung von essbaren Knollenpflanzen zu fördern.

Dann gibt es noch die sogenannte Overkill-Hypothese, wonach
der neu in Amerika oder Australien angekommene Mensch die dortige Riesenfauna durch Jagd ausgerottet haben soll, wobei aber auch klimatische Veränderungen als Ursache des Aussterbens diskutiert werden.

Im Natufien um 10.000 v.Chr. wurde dann im Nahen Osten schon
intensiv Wildgetreide gesammelt, aber auch weiterhin gejagt, neben den Tieren, die später domestiziert werden, wie Wildrind, -ziege, -pferd und Wildschwein auch Fuchs, Katze und Dachs, aber wohl eher des Felles wegen, und Schildkröten, Hasen, und Vögel.

Am Ende des Natufien gab es einen Kälteeinbruch, doch danach
wurde es feuchter und wärmer. Ab 9500 v.Chr. beginnt die Domestikation von Tieren und Pflanzen, die jedoch in unterschiedlichen Regionen der Welt verschieden abläuft.

Getreide wird nun auch in Regionen angebaut, in denen vorher
kein wildes Getreide wuchs. Es wird Mischwirtschaft betrieben: Ackerbau und Jagen und Sammeln.

Einkorn, Gerste und Emmer werden mit Feuer zubereitet. Die
Großsäuger sind längst ausgestorben, man macht Jagd auf Gazellen und Hirsche, die wohl die Hauptquelle für Proteine bilden.

Neben der Zucht von Getreide und Hülsenfrüchten domestiziert
man Ziege, Schaf und später auch Rind. Die Jagd rückt nun in den Hintergrund, die Jahrmillionen betriebene Form der Fleischbeschaffung wird zu einer Art Nahrungsergänzung.

Oft wurde aber trotz betriebenem Ackerbau noch intensiv gesammelt.

Dabei wird von manchen angenommen, dass die Domestizierung
von Wildgetreide im Zusammenhang mit am Göbekli Tepe veranstalteten Gelagen stehen könnte.

Gesellschaften, in denen Ackerbau und Viehzucht betrieben
wurde, lebten allerdings auch mit Jägern und Hirten gemeinsam, es gab  also damals zwei verschiedene Lebensformen,
während sich die sesshaffte Lebensweise weiter ausbreitete.

[So, im Buch steht zwar noch mehr, aber ich hab keine Lust mehr ;-)]



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Kommentar von FelixLingelbach
27.05.2016, 20:38

Ok, ich mache weiter ;-)

Die Wurzeln des Pfannkuchens

Ausgangspunkt ist zweierlei: zum einen der Begriff "Pfannkuchen", zum anderen ein Gericht, das aus einem gießfähigen Brei auf Basis von Getreide besteht, der relativ flach in einer Pfanne gebacken wird. Geht man auf diese ganz ursprüngliche Zubereitung zurück, landet man schnell beim Fladenbrot, der ältesten Zubereitungsform für Brot, als ein auf Stein gebackener Brei aus Getreide und Wasser.

Als Wurzel für den Pfannkuchen, wie wir ihn heute kennen, wird allgemein das mittelalterliche Europa angenommen. Hier finden sich mehrere Hinweise auf Pfannkuchen-ähnliche Speisen. Diese haben sich aus Omelett-ähnlichen Speisen durch Zufügen von mehr Mehl und aus Getreidebreien entwickelt, die häufig, wie Fladenbrote auch, auf heißen Steinen gebacken wurden. Eines der ersten, schriftlich überlieferten Rezepte ist eines aus dem 15. Jahrhundert aus Hirsemehl, Eiern, Käse und Zucker.

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Hauptsächlich von Fleisch, aber sicher auch von gesammelten Früchten. Wahrscheinlich haben sie auch öfter von vergorenen Früchten genascht, nachdem sie gemerkt hatten, dass man davon einen Schwips bekommt.

Fleisch und Früchte

Kein Gourmet-Gericht, das steht fest.

Nahrung die sie im Wald gefunden bzw. erlegt haben. Die Männer sind jagen gegangen und haben das dann mitgebracht.

Kommentar von MarkusKapunkt
27.05.2016, 09:23

Der Jagderfolg war wichtig, aber der Hauptbestandteil der Nahrung wurde von den Frauen bei der Sammelarbeit herangeschafft. Die Frau trug damals noch zum "Einkommen" weit mehr bei als der Mann. =)

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Was denkst du den? Von allem was da kreucht und fleucht und nicht schnell genug  war um wegzurennnen bzw. nicht  die Menschen gefressen hat.

Jäger: Fleisch (mammuts....)

&Sammler: Pilze, Beeren, Wurzeln, Blätter....

Sag´bloß, Du hast in dieser Bücherei keine entspr.  Literatur gefunden!???

Kommentar von FreakyAnimeGirl
27.05.2016, 09:06

mir kam die Frage auch erst heute morgen

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