Worum genau geht es bei der Arbeitsmarkt Reform in Frankreich?

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4 Antworten

Arbeits und Urlaubszeiten sollen künftig auf Betriebsebene mit den Gewerkschaften ausgehandelt werden. (ich glaube, das würde in Konsequenz behaupten dass Flächentarifverträge der Vergangenheit angehören werden)

Die Zulässige arbeitszeit soll von 44 auf 46 Std. im Dreimonatsschnitt erhöht werden.

Die Zuschläge für die ersten 8 Überstunden sollen von 25 % auf 10 % gesenkt werden.

Der Kündigungsschutz soll gelockert werden. Betriebsbedingte Kündigung sollen erleichtert werden.

Kurz:

Mehr arbeiten für weniger Geld und mit weniger Sicherheit den Job behalten zu können.

Es gibt auch ein paar Ideen zu gunsten der Arbeitnehmer, meiner Meinung nach aber lachhaft wenn man sieht welche Nachteile den Leuten entstehen.

Ein Anspruch auf eine elektronische Gehaltsabrechnung. (Sollte es mir nicht egal sein ob elektronisch oder handschriftlich solange die Abrechnung korrekt ist?)

Verzicht auf obligatorische Betriebsärztliche Untersuchungen.

Und eine herrlich politische Phrase:

Das Recht darauf außerhalb der Dienstzeit vom Arbeitgeber in Ruhe gelassen zu werden (dienstliche Anrue oder Emails).

Wen wundert da der Protest? Es gibt über 5000 Änderungsanträge haufenweise Proteste etc. Hollande will die Reform aber unbedingt durchsetzen. Notfalls will er sogar die Vertrauensfrage stellen.

Ziel soll es sein, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern und so ein Beschäftigungswachstum zu erzielen.

Verlängerung der Wochenarbeitszeit, zur Zeit gibt es die 35h-Woche und Erleichterung von Kündigungsmöglichkeiten, ähnlich der Agenda 2010 von Kanzler Schröder. Damit will die Regierung mehr Jugendlioche in Arbeit bekommen, da die Arbeitslosigkeit sehr sehr hoch ist.

So soll z.B. der Kündigungsschutz gelockert werden.

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