Work and Travel in den Sommerferien in Europa?

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1 Antwort

Da ist es gut, dass du bereits ein Jahr vorher dich mit der Frage beschäftigst. Schau doch mal auf www.interconnections.de - das ist zwar ein Buchverlag, der sich besonders mit "Aussteigerliteratur und Auslandsratgebern" beschäftigt, aber die haben auch einen Link zu Angeboten und Foren zum Thema "Ferienjobs" bzw. Work & Travel. Allerdings ist deine Idee von verschiedenen Arbeits-Städten in nur eineinhalb Monaten ein bisschen problematisch. Dazu gehört viel Risiko und Eigeninitiative

Zusatzantwort: So "locker" und flexibel wie ihr euch das vorstellt, geht es eigentlich nicht über eine Organisation, sondern nur mit viel Eigeninitiative, verbunden mit einigem Risiko. Man kann nämlich nicht ein paar Tage Arbeit in einer Stadt lange vorher organsieren (also festmachen), und dann in die nächste (vor-organisierte) Stadt ziehen. Die meisten Ferienjobs oder Work & Travel bedeuten, dass man sich für einen bestimmten Ort während einer bestimmten Zeit vorher festlegt und das dann auch durchzieht. Bei euch habe ich aber mehr den Eindruck, dass ihr aufs "Geradewohl" losziehen und gleich mehrere Städte abklappern wollt. Das geht auch, ist aber mit Risiko verbunden und ihr solltet nicht nur ein bisschen Reservegeld für sicher auftauchende Notfälle dabei haben, sondern auch eine Auslandskrankenversicherung.

Ich habe das früher wie folgt gemacht: Ich bin nach Paris getrampt, habe dort eine Woche in der Großmarkthalle gejobt, dann nach London rüber, konnte eine Woche als Tellelwäscher in einem Hotel unterkommen, in Amsterdam habe ich auf Parkplätzen Autos gewaschen und in Rotterdam und Antwerpen im Hafen Tagelöhnerarbeiten verrichtet. Geschlafen meistens im Schlafsack, und das Essen war auch nicht immer vom Feinsten. Ob das aber auch heute noch, in Zeiten von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftkrise, noch so klappt, wage ich zu bezweifeln. Trotzdem wünsche ich euch Mut und Erfolg. Eine "Erfahrung" wird es in jedem Fall.

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@SetzKuss

Vielen Dank für deine Antwort! Das mit den Jobs hatten wir uns auch schon gedacht, weil Gehalt ja auch oft erst am Ende eines Monats überwiesen wird... Wie hast du das mit dem Schlafsack denn gemacht?Eimfach auf die Parkbank?:)

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@sdh98

Das liegt bei mir schon "einige" Jährchen zurück, da konnte man noch ungefährdet mit dem Schlafsack am Strand oder - in Gemeinschaft - unter einer Brücke schlafen, oder man ist in eine Jugendherberge gegangen, auch waren die kleinen Hotels noch bezahlbar. Vor allem gab es noch mehr Arbeit. Als ich so alt war wie du (oder ein bisschen älter), da gabs in Deutschland UND in den Nachbarländern noch Arbeit en Masse, vor allem wurden Hilfsarbeiter und Tagelöhner gesucht, wo das Geld gleich abends nach Feierabend ausgezahlt wurde. Heute läuft das nur noch in Ausnahmefällen, weil alles bürokratisch abläuft und fiskalisch korrekt abgerechnet werden muss. Die Zeiten haben sich total geändert. Heute empfehle ich doch etwas mehr "Vorbereitung", also lieber über eine Organsiation laufen lassen. Oder abenteuerlich, aber dann mit genügend Geld im Hintergrund. Denn wenn dir im Ausland etwas passiert, bekommst du vom deutschen Konsulat NUll-Hilfe!!! Höchstens eine Rückfahrkarte nach Deutschland, die du innerhalb von vier Wochen zurückzahlen musst. Schade, dass heute alles "organisiert" ist und dass junge Leute nicht mehr so einfach "mit eigenen Ideen" durch die Welt reisen können. Ich konnte das noch "genießen". Obwohl es mitunter kein Zuckerschlecken war, aber ich habe viel dabei gelernt.

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