Worin unterscheiden sich Chambon und Gouge in ihren Funktionen und was von beiden ist besser?

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3 Antworten

keins von beidem ist besser. beides sind marterinstrumente.

beide wirken mit einer "umlenkung" auf das maul des pferdes. macht das pferd eine "falsche" bewegung, bekommt es einen potenzierte ruck im maul.

bei beidem wird der kopf fixiert, auch wenn es nicht so aussieht. es wirken starke hebelkräfte. im falle eines stolperns kann das pferd stürzen und sich das genick brechen.

ich kann mir in keiner weise vorstellen, was ein "kombinierter" stoss-schlaufzügel für "korrekturen" bewirken kann.

dagegen ist eine kombination von stosszügel, ausbindern und thiedemannzügel noch harmlos...

zu empfehlen ist keiner. beide sind unter berücksichtigung dessen, was ich über biomechanik, biostatik und gymnastizieren von pferden weiss, brutale tierquälerei.

Das Chambon ist die nettere Variante davon und ist der einzige Hilfszügel, den ich zeitweise akzeptieren würde. Die Nase kann vor und der Druck hört auf, sobald der Hals fallen gelassen wird.

Das Gogue hat nochmal einen riemen zurück, daher wieder ein starrer Hilfszügel, die Nase kann nicht vor, das Pferd kann sich nur einrollen.

Die Frage ist aber, wofür möchte man sowas benutzen? Longieren kann man hervorragend am Kappzaum dem Pferd die Biegung erklären, da braucht man keine Hilfszügel für.

Salomchen 05.05.2016, 19:00

Ich longiere ja auch mit Kappzum, wollte mich nur einfach mal Informiren, weil ich mir nicht sicher war was jetzt besser wäre.

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ponyfliege 06.05.2016, 11:36
@Salomchen

das was der chambon an einwirkung auf die nase weniger hat, hat er mehr über das genick. 

der chambon funktioniert wie ein flaschenzug. das genick ist die "umlenkrolle" und am gebiss kommt jede einwirkung etwa dreimal so stark an.

beide funktionieren nicht über druck und druck wegnehmen, sondern über SCHMERZ!!!

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Punkgirl512 06.05.2016, 11:52

das Chambon lässt aber wirklich locker, wenn das Pferd die nase vor und runter streckt. Ein Flaschenzug ist das nicht, dazu müsste der Riemen vom Gebiss wieder zurück zum Genick laufen. zb. bei einer Doppellonge entsteht ein Flaschenzug, wenn man vom Gurt zum Gebiss zum Gurt laufen lässt. Das ist beim Chambon nicht der Fall, da läuft kein Riemen doppelt und auch kein Flaschenzug. Entsprechend verschwindet dabei der Druck in Maul und Genick sofort, wenn das Pferd mit der Nase vor und runter kommt, großer Vorteil gegenüber jedem anderen Ausbinder. Heißt nicht, dass ich Hilfszügel befürworte. selbst wenn Chambon, dann nur fur wenige Einheiten und wenige Minuten.

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ponyfliege 06.05.2016, 15:44
@Punkgirl512

ich finde nicht, dass das in irgendeiner weise so aussieht, wie es soll.

da wo der chambon am genick durchläuft, entsteht der effekt der umlenkrolle. man kann mit NICHTS, was die bewegung einschränkt einen "verlängerungseffekt". das ist physikalisch unmöglich.

https://i.ytimg.com/vi/dcxhSnf9sg0/hqdefault.jpg

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Punkgirl512 08.05.2016, 11:27
@ponyfliege

Eine Umlenkrolle ist aber kein Flaschenzug - sie leitet den Druck in eine andere Richtung um, ohne irgendwas zu verstärken dabei. 

Du hast dir da aber auch das denkbar grauenvollste Bild rausgesucht - an diesem Pferd hat ein Chambon gar nichts zu suchen, und die Longe gehört weiterhin an einen Kappzaum. 

Hier erkennt man zwar, dass es so frei läuft - warum auch immer, würde ich niemals machen oder befürworten! - aber man sieht, dass das Chambon schön locker eingestellt ist, das Pferd die Möglichkeit bekommt, die Nase vor zu strecken. Dies ist der absolut einzige Hilfszügel, bei dem sich ein Pferd nicht einrollen kann!

http://s732.photobucket.com/user/mimo-katla/media/DSC_1034_zps6d0e44f1.jpg.html

Ponyfliege, du vergisst ein wenig wie ich selbst arbeite. Ich halte auch nichts vion Hilfszügeln - und ich rede beim Chambon nicht alles schlecht, weil ich die Physik davon verstanden habe. Selbstverständlich bedarf es guter Arbeit trotzdem, ein HZ ersetzt niemals korrekte Arbeit, ein Chambon kann gerade bei "Hirschen" für wenige Minuten, wenige Einheiten und in top erfahrenen Händen auch wirklich mal helfen - eben weil es danach wirklich locker lässt. Selbstverständlich mit Kappzaum vorher und nachher longiert - im Grunde wird ein Chambon dadurch überflüssig, das weiß ich auch. 

Übrigens schrieb ich nicht von einem Verlängerungseffekt - aber das Pferd bekommt halt die Möglichkeit, die Nase vor zu nehmen und das Genick zu öffnen dabei. 

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falsch, beide dienen zur korrektur von unfähigen pferdeausbildern...
zu empfehlen ist gar keins, und die unterschiede findest du bei wikipedia...

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