Worin liegt für Euch der Horror des Aussterbens einer bzw. mehrerer Arten oder gar Allem jetzt Seienden?

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8 Antworten

Worin liegt für Euch der Horror des Aussterbens einer bzw. mehrerer Arten oder gar Allem jetzt Seienden?

Das ist kein Horror, sondern der natürliche Lauf der Dinge.

Artensterben, die Auslöschung ganzer Sonnensysteme, all das sind Dinge, die immer wieder geschehen und deshalb allein für sich kein Grund zur Klage.

Allerdings finde ich es bedauerlich, wenn der Mensch diese Zerstörung herbeiführt, oder beschleunigt, weil er zu kurzsichtig ist und nicht global denkt.

Der "Horror" liegt aus meiner Sicht in den Konsequenzen falschen Handelns, dem vermeidbaren Leiden durch Zerstörung von Ökosystemen usw.

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Nun stell Dir mal einen überschweren Stern vor, so ein richtig großer Eumel. Nicht nur so wie unser kleines Minisönnchen, sonden einer, der so groß ist, dass der mit seinem Durchmesser bis zur Marsbahn reicht.

Und das Ding macht jetzt den Abgang.

Mit seiner Masse fällt der in ein schwarzes Loch zusammen (blöder Name). Hierbei sendet der jedoch noch was aus, einen Gammablitz.

Genauer gesagt zwei, jeweils einen in Richtung der Ereignisachse.

Sodele. Das Ding ist jetzt also unterwegs und durchläuft die Weiten des Raumes.

Und da läuft es so vor sich hin, ein paar Tausend Lichtjahre weiter, nun wirds hypothetisch, liegt dessen Bahn exakt durch unser Sonnensystem. Das Ding erwischt die Erde.

Kommen wir nun dazu, allem jetzt Seienden, die Dröhnung übersteht hier nichts, aber wirklich gar nichts, nicht mal eine Mikrobe auf dem Grund des Mariannengrabens. Von jetzt auf gleich weg, futsch, Geschichte.

Ohne jede Vorwarung, das Ding ist vorher weder Messbar noch erkennbar noch sichtbar noch sonstwas. Man wüsste erst, dass das Ding da ist, wenn es da ist - wenn man dann noch was wissen könnte, denn dann ist Ende Gelände mit Wissen.

Aber nur keine Angst, dem Gammablitz gehts gut, der wurde dadurch nicht einmal messbar abgeschwächt.

Wo ist der der Horror dabei? Nirgendwo, denn niemand wird es bemerken. Weg in Mikrosekunden, ohne jegliche Wahrnehmung. Als wenn Du den Fernseher ausmachst, Bild aus, Ton aus, das wars.

Der Horror fängt eigentlich erst an, für mich, wenn Leute einzelne Arten dezimieren, aus reinen Profitgründen. Robben abschlachten für Pelzmäntel, Elefanten für Silberlöffel mit Elfenbeingriff,mit dem dann das Frühstücksei an den falschen Zähnen vorbei gemapft wird, Nashörner, nur um ein Horn zu verkaufen, dass ein Japaner davon träumen kann, selbst in seinem Greisen Alter besser poppen zu können dank dem Pulver aus dem Horn.

Der Horror ist für mich hierbei die Dummheit.

Und das geht noch weiter. Die Dummheit, irgendwelchen Märchen nachzuhängen statt faktisch und kritisch zu überlegen. Leute zu diffamieren, wenn sie nicht den gleichen erfundenen Imaginäronkel haben, oder auch nur auf sie herabzublicken - oder schlimmeres - viel schlimmeres.... unsagbar schlimmes.

Genau da liegt für mich der eigentliche Horror. In der Dummheit der Menschen.



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Kommentar von Presbyter
02.02.2017, 19:41

Danke für Deine Antwort.

Der Horror ist für mich hierbei die Dummheit.

oder auch Thorheit -  genauer Beschränktheit und die Unmöglichkeit zukünftige Schäden, durch jetziges Handeln nicht absolut kalkulieren zu können?

Habe ich Dich so richtig verstanden?

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Ein Ornitologe hat bei einem Vergleich von seinen alten und neuen Tonaufnahmen festgestellt, dass in unseren Breiten etwa nur noch halb so viele Vögel leben, wie vor 50 Jahren. Einige Arten fehlen ganz. Mir ist aufgefallen, dass man im Sommer von Berlin nach Hamburg fahren kann und nicht ein einziges Insekt von der Frontscheibe des Autos kratzen muss. Vor 30 Jahren sah das noch ganz anders aus. Da klebten so viele Insekten auf der Frontscheibe, dass man auf einer langen Fahrt mehrmals anhalten musste und für freie Sicht sorgen musste. Da ist es nicht verwunderlich, dass jetzt viel weniger Vögel hier leben. Insekten sind ein Grundnahrungsmittel vieler Vögel. Wir haben die Insekten vergiftet und ihnen den Lebensraum genommen und die Vögel dabei gleich mit entsorgt. Jetzt wird es langsam still in Deutschland und diese Stille ist für mich kaum zu ertragen. Jede noch so kleine Fläche wird für die Landwirtschaft genutzt und die Felder werden so intensiv genutzt, dass kein wildes Tier in der Ackersteppe überleben kann. Wir Menschen beanspruchen einfach alles für uns selbst. Wir lassen der Natur keinen Raum mehr. Wenn das so weiter geht, frage ich mich wo es enden wird. In einer Welt ohne Natur wird das Leben sinnlos und deshalb müssen wir uns beschränken. Nur, wann fangen wir damit an?

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Kommentar von Meatwad
02.02.2017, 18:41

Vor 30 Jahren sah das noch ganz anders aus. Da klebten so viele Insekten auf der Frontscheibe, dass man auf einer langen Fahrt mehrmals anhalten musste und für freie Sicht sorgen musste.

Tatsache. Jetzt, wo du es sagst. Als wir früher mit dem Auto die zweitägige Reise nach Spanien machten, war da auch immer alles zugekleistert. Wie das teilweise geknallt hat! Vor zwei Jahren: Nichts! Daraus allein lässt sich natürlich noch nichts ableiten. Aber dennoch...

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Kommentar von Giustolisi
02.02.2017, 20:57

Mir ist aufgefallen, dass man im Sommer von Berlin nach Hamburg fahren kann und nicht ein einziges Insekt von der Frontscheibe des Autos kratzen muss. Vor 30 Jahren sah das noch ganz anders aus.

Vor 30 Jahren sahen die Autos auch noch anders aus. Dank aerodynamischer Formgebung werden die Insekten mit dem Luftstrom ums Auto geleitet. Ich fahre einen Lada Niva und kann mich nicht über zu wenig Insekten an der Frontscheibe beschweren.

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Es sind schon immer Arten ausgestorben, das ist nichts Besonderes. Es führten auch schon vor dem Menschen Spezies zu Umweltveränderungen, auch das ist nichts besonderes. Dumm nur, dass diese Entwicklung am Ende zu unserem eigenen Aussterben führen könnte oder zumindest zu einem Massersterben unter den Menschen.

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Kommentar von Presbyter
02.02.2017, 17:58

ja? was ist daran schlimm wenn die Menschheit ausstirbt?

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Horror wuerde ich es jetzt nicht unbedingt dazu sagen, vielleicht einfach das Leben, das so ist, wie es sich praesentiert.

Stirbt nun der Mensch aus oder eine seltene Antilopenart oder die Dinosaurier, dann ist es so, wie es ist. Es passiert und wir betrachten es und machen uns Gedanken.

Fuer das Bewusstsein, das was wir wirklich sind, spielt sowas keinerlei Rolle, wir koennen uns jederzeit eine andere Spielwiese erschaffen, weil wir uns ja nur selbst kennenlernen wollen.

Ist es hier auf der Erde vorbei, dann spielen wir vielleicht auf einem Planeten beim Sirius oder gleich auf einer anderen Galaxie dann unsere Spiele.

Es ist halt nicht so wichtig, wo wir spielen, sondern das wir ueberhaupt spielen. Kinder stoert es nicht, wenn sie der Nachbar wegjagt, dann gehen sie eben eine Strasse weiter. Alles Gute!

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Die Vorstellung erzeugt bei mir keinerlei Gefühl von Horror.

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Kommentar von Presbyter
02.02.2017, 17:58

Kaum Einer stirbt 'sanft'

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wenn eine Tierart ausstirbt, finde ich das schade

eine Vielartigkeit geht zu Ende...

aber ich habe keinen Horror davor, wenn die Menschheit ausstirbt

bekomme ich ja nicht mit, bin ja ausgestorben ;-)

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Naja wenn gewisse Tiere ausgestorben sind kann ich die nicht mehr essen. Dies ist für mich eine unangenehme Vorstellung.

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Kommentar von Patchouli
02.02.2017, 23:22

Hihihi!

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