Worin liegt die Bedeutung der Chassidim (im Judentum)

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4 Antworten

Chassidismus ist eine zutiefst fromme Bewegung innerhalb des Judentums. Sie entstand im Gebiet des zaristischen Russland als Reaktion auf die Pogrome. Die Botschaft war, alles hinzunehmen im Vertrauen auf Gott. Der Chassidismus ist mit der jüdischen Mystik verbunden. Das Studium der Tora und des Talmuds ist der Lebensinhalt eines jeden Chassiden. Die Rabbiner Baal Shem Tov und Dov Bär sind Gründungsgestalten. Der letzte Rebbe der Lubavitscher Chassiden Menahem Mendel Schneerson wurde von seinen Anhängern als Messias angesehen.

Anhänger versch. relig. Bewegungen im Judentum, so des aschkenasischen Chassidismus, einer Strömung in Mitteleuropa im 13. und 14.Jh. , später mit dem kabbalistischen System des jüdischen Mystikers Isaak Luria verschmelzend.

Im engeren Sinn sind Chassidim Anhänger der von Baal Schem Tov in der Ukraine und Polen gegründeten Bewegung, die in Osteuropa weite Verbreitung fand. Sie betonten die Liebe Gottes und strebten eine Verinnerlichung des religiösen Lebens an. Kennzeichnend ist auch eine Neigung zur Askese und die enge persönliche Bindung an einen Meister (Rebbe) als Lebendigen Gotteslehrer. Innerhalb des Judentums gehört der Chassidismus zu den konservativsten Kräften und ist heute außerhalb Israels in den USA vertreten.

(c) Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 1999

http://de.wikipedia.org/wiki/Chassidismus

Es gibt verschiedene Arten des Chassidismus. Du meinst wahrscheinlich den osteuropäischen des 18. Jahrhunderts.

Er ist im Judentum eine tiefgehende Frömmigkeitsbewegung, mit mystischen Elementen, eine Art geistliche Erweckung und ein Weg nach innen.

Vergleichen würde ich ihn in etwa mit dem Pietismus im Protestantismus.

Große jüdische Denker wie Martin Buber standen sehr positiv zu dieser Bewegung.

Die Chassidim sind sehr mystisch orientiert, sie glauben an Wunder und vor allem natürlich an Wunderrabbis.

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