Worin genau unterscheidet sich eine Freundschaft von einer guten Bekanntschaft?

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3 Antworten

Es gibt den Spruch " Bei Geld hört die Freundschaft auf ". Das ist für mich keine Freundschaft.

Bei Freundschaft hört das Geld auf, wichtig zu sein. Die Freundschaft fängt an, wenn es mir egal ist, ob ich etwas für mich oder meine Freunde ausgebe. Das gilt natürlich nicht nur für Geld, sondern genauso für Zeit, Mühe, Aufmerksamkeit ...

Das sehe ich genau so. DH!   :-)

Zudem (apropos Spruch): Blutsverwandte kann man sich nicht aussuchen, aber (Freunde) Herzverwandte schon.

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Für mich ist es eine Frage, wie nah man einander kommen darf.

Eine Bekanntschaft wird gemeinsame Interessen haben, gegenseitige Sympathie, aber nur bei einer Freundschaft ("Freundschaft ist Liebe mit Vernunft") kommt man sich so nah, dass es eine Herzenssache ist, man jemanden tief in seine "Seele" einlädt, einander herzlich verbunden ist.

Nur einem Freund kann man sein Herz ausschütten, in einer Weise und in einer Tiefe, dass man dadurch verletzlich ist. Und ihm seine Verletzlichkeit zeigen, in dem Wissen, dass man verstanden wird, dass das Verständnis, die Liebe, die uns entgegen gebracht wird, nicht weiter verletzt, sondern heilt.

Freundschaft ist tiefstes Verstehen und riesengroßes Vertrauen. Nur so jemandem kann man sich öffnen, kann alle Masken ablegen. Und man darf man selber sein und wird trotzdem oder gerade deswegen geliebt.

Freundschaft, wie auch Liebe, ist, dass man den anderen auch mit den Fehlern und auch gerade mit den Fehlern akzeptiert. Einen wirklichen Freund zu haben, bedeutet, sich in bedingungslosen und absoluten Vertrauen fallen lassen zu dürfen.

Ein wirklicher Freund, der so tief versteht, so viel Feingefühl hat und so viel Liebe, ist ein ganz ganz seltener Schatz. Und man muss für so eine Freundschaft auch selber ein solcher Freund sein. Weil es eine Beziehung auf Gegenseitigkeit ist, sich so öffnen zu können und zu dürfen.

Zwischen Bekannten, mit dem man mal ein Bier trinken geht und einem Freund und einem Herzensfreund liegen ganz viele Stufen der Vertrautheit und der Nähe.

Das kommt ganz auf deine Emotionen bezüglich der "befreundeten" Person drauf an.

Eine klare Grenze gibt es nicht, aber wenn du von einer Person denkst dass sie dein Freund ist und du auch so fühlst, wird es so sein. Natürlich kommt es auch auf die Häufigkeit des Kontaktes an, bei Freunden hat man gerne und weitaus häufiger Kontakt als bei Bekannten (im Normalfall).

Die Mischung aus Emotion und Kontakt macht es aus.

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