Worin exakt besteht der Unterschied zwischen Männchen und Weibchen? In Sinne einer wissenschaftlichen Klassifikation? Also NUR EIN EINDEUTIGES Kriterium?

5 Antworten

Hi,

der besteht im Hinblick auf eine ganze Reihe von Geschlechtsmerkmalen, die im Einklang mit Merkmalen des Erbgutes ("Geschlechtschromosomen") stehen.

Bei der Umsetzung des genetischen Programms ("männlich" bzw. "weiblich"), welches schon im Mutterleib beginnt, entstehen nicht nur unterschiedliche Zeugungsorgane, was gemeinhin sichtbar ist :) sonder eine ganze Reihe weiter Merkmale, die man ggf. nachlesen kann, falls sie nicht bekannt sein sollten.

Wenn man es sich einfach machen möchte, die mit dem Schniedel sind die Männchen, die mit der Vagina die Weibchen (bezogen auf den Menschen und manche Tierarten). Gruß, Cliff

Hm, viele wollen es sich einfach machen.

Das Teil zwischen meinen Beinen wird meist eher als Klitoris bezeichnet. Es ist auch erigiert nicht so echt heftig groß.

Bei einer Freundin von mir ist es viel größer. Sogar größer, als das entsprechende Teil eines Freundes von mir. 

Ist die (oder so) jetzt "männlicher" als er (oder so) ?

Oder könnte es sein, dass die Realität manchmal phantasievoller ist, als unser Denken in Schubladen?

Bei Menschen wie bei übrigens allen anderen Viechern auch.

Oh... sie ist Bankkauffrau. Er Mechatroniker. Beide haben Kinder (nicht miteinander). Er trägt Vollbart. Sie nicht.

Aber was wäre, wenn das genau anders herum wäre?

In meiner Schulzeit hieß die Nummer Eins beim Fußball Claudia. Sie ist heute Schlosser-Meisterin. Thomas war extrem fit bei Gymnastik. Er ist heute Hair-Stylist. Aber definitiv nicht schwul. 

Klaus fiel damals nicht auf. Ein völlig normaler Junge. Erst als er kurz vor dem Abitur offensichtlich schwanger wurde...

Ich habe damals über das alles mitgelacht, um mich davon abzulenken, dass andere über mich gelacht haben.

Könnte es sein, dass wir alle "Menschen" sind?

Und jede weitere "Schubladisierung" nur von beschränkten Geistern zum Zweck der Beschränkung anderer Geister ausgesponnen wurde?

(Oki, rhetorische Frage....)


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@Incognito88

Hi,

"Ist die (oder so) jetzt "männlicher" als er (oder so) ?"

nein, das hängt nicht nur von der Größe der Klitoris ab, im Vergleich zu seinem Dödel, sondern von einer ganzen Reihe von Geschlechtsmerkmalen. Du kannst ja mal nachschauen, ob deine Freundin Eierstöcke hat und dein Freund Hoden, falls ja, sollten sich die Zweifel in Luft auflösen.

"In meiner Schulzeit hieß die Nummer Eins beim Fußball Claudia. Sie ist heute Schlosser-Meisterin. Thomas war extrem fit bei Gymnastik. Er ist heute Hair-Stylist. Aber definitiv nicht schwul. Klaus fiel damals nicht auf. Ein völlig normaler Junge. Erst als er schwanger wurde..."


entspricht das denn der Realität?

Nein, es ist science-fiction... das Umdrehen von Realität, vielleicht "Wunschvorstellungen" in einigen Köpfen, mag sein. Wir wollen aber doch kein Drehbuch schreiben, sondern die Frage beantworten.

"Ich habe damals über das alles mitgelacht, um mich davon abzulenken, dass andere über mich gelacht haben."

Wieso sollte man über dich "lachen"? Das ist nicht Teil der Frage, also eine persönliche Erfahrung. Wehr dich, mehr kann man nicht empfehlen.

"zum Zweck der Beschränkung anderer Geister ausgesponnen wurde?"

das ist Unsinn, der Geschlechtsdimorphismus ist ein weit verbreitetes Phänomen und lässt sich ja, wie ich ausführte, anhand mehrerer innerer und äußerer Merkmale nachvollziehen. Wer sollte damit auch "beschränkt" werden? Meine Klassenlehrerin war eine Frau, manche meiner Vorgesetzten waren weiblich. Ich konnte da nichts "beschränkendes" finden. Gruß, Cliff

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@CliffBaxter

ah, jetzt ahne ich, aus welcher Richtung der Wind weht :/ 

du hast keine Startberechtigung als Sportler/in bekommen? aufgrund deiner Geschlechtsmerkmale? 

Ja, o.k. da würde ich die Welt auch nicht mehr verstehen. Das hat aber nichts mit dem üblicherweise beobachteten Geschlechtsdimorphismus zu tun, sondern mit durch den Menschen getroffenen Regeln. Man kann die Unterschiede dann nicht einfach als "blöden Ballast" wegreden.

Es gibt in der Natur immer Abweichungen von der "Norm". 

Die sind, soweit man es überschauen kann, von ihr gewollt oder benötigt, um neue Wege gehen zu können. Bei einem gewissen Promilleanteil der Bevölkerung sind die Geschlechtsunterschiede nicht in typischer Weise vorhanden. Es kommen dann alle möglichen Ausprägungen im Sexualisationsgrad vor, auch Zwischenformen (Intersexe). Auch das ist normal. Dass man dich deswegen evtl. diskriminiert (hat), ist sicherlich nicht richtig. Gruß und alles Gute, Cliff

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@CliffBaxter

Nuja. Fast richtig.

Dank fehlender Herzklappe war Sport nie so meins. 

Mein persönlicher Chromosomensatz wäre aber immerhin olympia-konform gewesen.

Die Frau... oder so... aus unserem Dorf, die sich vor ein paar Jahren umgebracht hat, hat aber wohl nicht in die offiziellen Schubladen gepasst.

Ihr Sohn wanderte zwangsweise - gegen ihren erklärten Willen - in den Besitz ihrer Eltern. Er hat sich zwei Jahre später (mit 15 Jahren) aufgehängt.

Dass seine Mutter ein Mann gewesen sein soll... 

In einem katholischen Dorf. 

Sorry: 

Könnte es nicht einfach sein, dass die Realität manchmal nicht ganz so beschränkt ist, wie das typische menschliche Hirn?

Sie war Mensch. Er war Mensch. Ich bin das. Du auch.

Ist wer was Anderes?

An die Schublade "Mensch" glaube ich.

Jedem Versuch, diese Schublade weiter zu unterteilen, um damit Rechte oder Verbote für bestimmte Menschen abzuleiten...

Geschlecht. Hautfarbe. Religionszugehörigkeit. Und was auch immer...

Sorry.

Ich WEISS mittlerweile, dass das beschränkter Schwachsinn ist. Und kann jedes Argument, dass jemand der Welt überstülpen will, mit natur-, sozial-, formal- oder geisteswissenschaftlichen Mitteln eindeutig widerlegen.

Setzt natürlich voraus, dass mein Gegenüber irgendwelche Art von Wissenschaft akzeptiert.

Tun leider sehr wenige Menschen.

Und die, die nicht in die beschränkten Schubladen ihrer idiotischen Umgebung passen, werden sich weiter einsam und unverstanden fühlen. Und zum Suizid neigen.

Das tun alleine in Deutschland mehr als tausend von diesem Problem betroffene Menschen. Pro Jahr.

JA: Diese Frage von mir hat hier kaum wen interessiert.

Es geht der beschränkten Masse am Arsch vorbei. 

Die Frage war in erster Linie ein Check von mir, ob es sich lohnt, sich in diesem Forum herumzutreiben. 

Du scheinst was drauf zu haben. Kennst du ein besseres?

Liebe Grüße,

Tanja

 

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@CliffBaxter

Claudia lebt heute noch. Mit eigenem Betrieb. In "eingetragener Partnerschaft" mit ner deutlich weiblicheren Frau. Ohne Kinder. Thomas hat damals Suizid begangen, ist also nicht mehr "real".

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@Incognito88

Nein, ich kenne kein besseres, nur Themenforen, falls man bestimmten Hobbys nachgeht, z.B. Börse, etc. 

Danke für die Blumen. 

Hier im Forum ist man froh, wenn man ehrenamtlich eine Frage beantwortet hat, ein "Danke schön" zu bekommen. 

Sobald ein(e) Fragensteller/in suggestiv/trollhafte Fragen oder rhetorische Fragen stellt, deren Antwort er/sie schon vorgeformt in seinem/ihrem Kopf hat, um sich dann angriffslustig auf etwaige Antwortgeber zu stürzen und der Inhalt aus "nein" und Kontra geben besteht, ziehen sich die meisten Leute spontan zurück oder meiden die Diskussion. Da sie da einfach keinen Bock drauf haben.

Ich kann deinen Gram verstehen, was die Mutter und den Sohn betrifft. Jedoch schau dich einmal um, was alles durch unser Land wandert, wieviele Menschen welche Probleme haben. Da hat jeder schon genug zu tun.

"Ich WEISS mittlerweile, dass das beschränkter Schwachsinn ist. Und kann jedes Argument, dass jemand der Welt überstülpen will, mit natur-, sozial-, formal- oder geisteswissenschaftlichen Mitteln eindeutig widerlegen.

Setzt natürlich voraus, dass mein Gegenüber irgendwelche Art von Wissenschaft akzeptiert."


Das ist deine persönliche Meinung. Das hat nichts mit "akzeptieren" zu tun, Geschlechtsdimorphismus ist eine gültige Lehrmeinung und durch eine ganze Reihe von Merkmalen belegt. Den Unterschied zwischen Mann und Frau kann man weder aufheben noch wegreden.  

"JA: Diese Frage von mir hat hier kaum wen interessiert. Es geht der beschränkten Masse am Arsch vorbei."


das ist insoweit korrekt


da es sich für 99% nicht als Problem darstellt, dass es Männer und Frauen gibt und sie diese Rolle annehmen und leben und sie nicht infrage stellen. Vor dem Hintergrund, dass sie durch einen eindeutig ausgeprägten Sexualisationsgrad dazu animiert und darin bestärkt werden und diesen auch feiern. Die Minderheit, die durch das System durchfällt, hat es schwer, ernst genommen zu werden.

Wie gesagt, ich kann die persönliche Betroffenheit und den Wunsch etwas umzuändern nachvollziehen, jedoch lässt sich da so leicht niemand drauf ein und man wird viele fromme Wünsche auch schlicht mit ins Grab nehmen. Auch das ist leider Realität. 

Daran kann dieses Forum übrigens gar nichts ändern. Dazu muss man z.B. an eine Universität oder in die Politik gehen, wo man etwas bewegen kann und für eine abweichende Lehrmeinung oder Auffassung einstehen. Hier würden solche Ambitionen vollkommen verpuffen und nicht weiter beachtet werden. Wir können nur bei kleineren Fragen helfen. Gruß, Cliff

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Weibchen sind alle, die Eizellen bilden, Männchen bilden Spermien. Das gilt im gesamten Tierreich, außerdem auch bei Pflanzen und sogar vielen Algen.

Ups.... ah... und wenn ich nie Bio gehabt (und studiert) hätte, könnte mich das jetzt voll überzeugen.

Und nö: Es gilt echt nicht im "gesamten Tierreich". Nicht mal so echt für auch nur eine einzige Spezies.

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@botanicus

Hm grins. DU behauptest, dass sich die Natur an bestimmte Regeln hält.

Ich zweifle sie an.

DU sagst quasi: " Alle Pflonks sind himmelblau."

Dass du noch nie nen beigen Pflonk gesehen hast, mag gut sein.

In Naturwissenschaften gilt der kritische Rationalismus. 

(Um es mit Einstein zu sagen:) Widerlege mich!

Nenne EINE Tierart, in der es tatsächlich nur klar definierbare Männchen und klar definierbare Weibchen gibt. 

Öhm... wenn du Ahnung hast, wirst du keine finden können.

Sorry,

Tanja

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@Incognito88

*kopfschüttel*

okay, der Fragesteller soll entscheiden, ob er etwas mit solchen Spitzfindigkeiten anfangen kann. Wenn ich Dich nach dem eindeutigen Merkmal eines Tetrapoden frage, wirst Du wahrscheinlich auch nicht akzeptieren, dass er vier Beine hat, weil es ja auch Hunde mit - durch Fehlbildung ab der Geburt - drei Beinen gibt.

Den Quatsch muss ich nicht mitmachen. Komm runter von Deinem hohen Ross, auch ich habe Biologie studiert.

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@botanicus

In Bio habe ich nur ein Vordiplom. Promoviert bin ich in anderen Fächern. 

"Quatsch"... hm... 

Könnte es jetzt sein, dass du Intersexuelle, Transsexuelle, Cross-Dresser usw. implizit als "Fehlbildung" bezeichnet hast?

Öhm, hast du. Obwohl ich mir sicher bin, dass du es nicht so meinst.

Meine Frage (s.o.)... okay, ich habe sie aus einem eher religionspsychologischen Hintergrund gestellt.

Ich lebe von Nachhilfe. Insgesamt sehr schlecht bezahlt, aber mit gutem Gewissen.

Einer meiner Schüler, 18, hoch intelligent, hat Vollbart. Und deutlich wahrnehmbare Brüste. 

Meiner Schwester ging es in dem Alter ähnlich. Sie hat sich mehrmals täglich rasiert. Und hat später drei Kinder geboren und groß gezogen.

Oki, hormonelle Störungen...

Eines meiner ersten Nachhilfe-Kids (15 Jahre her) hat sich aufgehängt, weil er / sie nicht wusste, in welche von den beiden zulässigen Schubladen er / sie passt.

Die Schublade "Mensch" hätte ideal gepasst, Adrian wäre da ein echtes Vorzeige-Exemplar gewesen.

Seine Umwelt dachte in beschränkteren Schubladen. Mobbing...

Und sorry, diese Beschränktheit mag "normal" im Sinne von "sehr verbreitet" sein. 

Wissenschaftlich fundiert ist sie definitiv nicht. 

Viele Menschen glauben heute noch an Horoskope. Oder an Hexerei.

Das ist "normal". Aber definitiv daneben!

Aufklärung.... (jo, KANT!)

Grüße,

Tanja


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y-chromosom ist Männchen

Das ist der Unterschied zwischen Weibchen und Männchen. Dass es außerdem noch Zwitter gibt, hat ja nichts damit zu tun.

Wenn der Unterschied zwischen Jaguar und Schwarzem Panther die Farbe ist, gibt es außerdem noch Leoparden.

Das gilt nicht für alle Tiere. Es gibt enorm viele Arten, bei denen bei de Geschlechter genetisch völlig gleich sind.

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Sag das mal den Verantwortlichen für sportliche Wettkämpfe. 

Es wäre sicher spannend, wenn sich z.B. "Olympische Spiele" an deiner Weisheit orientieren würden.

Tun sie aber nicht. 

Woran könnte das nur liegen?

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@Incognito88

Warum das so schwer zu kapieren ist, weiss ich auch nicht in allen Säugetierarten kommen Zwitter vor, warum sollte der Mensch eine Ausnahme sein.

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@Quaeror

Der Begriff "Zwitter" ist recht negativ besetzt. Aber du hast völlig Recht.

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