Worauf stehen die leseratten?

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8 Antworten

Hallo Julia, dein Werk 'Medja' strotzt schon im ersten Kapitel von Fehlern, die einen anständigen Lesefluss behindern. Kommata werden direkt hinter einem Wort gesetzt, erst danach kommt eine Freistelle. Punkte am Satzende stehen ebenfalls am letzten Wort des Satzes, gefolgt von einer Freistelle. Du hast auch Schwierigkeiten mit der Bestimmung von 'das' und 'dass', denn an vielen Stellen, an denen ein 'dass' stehen müsste, hast du 'das' geschrieben und ein Kommata vergessen. Das Thema deines Werkes erschien mir, nach dem ersten Kapitel zu urteilen, recht interessant. Zum Üben würde ich dir empfehlen, die Story aus der Sicht eines allwissenden Erzählers zu schreiben, denn die Ich- Form, die unter Autoren als Königsdisziplin gilt, ist dir nicht gut gelungen. Was ich inhaltlich zu bemängeln habe: du hast keine Spannung erzeugt. Der Anfang der Story (der Teil mit dem letzten Arbeitstag) gehört mMn nicht in der Form in den Text.
Dass deine Prota an der Blume riecht und noch am Ende des Kapitels die veränderte Umgebung wahrnimmt, ist eher ein Spannungskiller.
Jede gute Story fängt mit einem "Wumms!" an. Auf deine Story bezogen: deine Prota läuft lustlos und frustriert durch die Gegend, denkt gerade daran, dass sie ihren letzten Arbeitstag hinter sich hat. Sie erreicht den Park, sieht diese Blume, die sie näher betrachtet. Für den Moment hält sie inne, erfreut sich an deren Schönheit und riecht daran. Dann beschreibst du den unwahrscheinlich exotischen Duft, den deine Prota einatmet.
BREAK/ NEUES KAPITEL.
Deine Prota wird wach und registriert die Umgebung. Sie versucht sich zu erinnern, wie sie vom Park aus in diese verlasse, dunkle Gegend gelangt sein könnte. Plötzlich hört sie das Miauen einer Katze und setzt sich ruckartig auf. Mit vor Angst weit aufgerissenen Augen starrt sie das Tier an, von dem sie begrüßt wird. Deine Prota wähnt sich in einem Traum, in der eine Katze mit ihr spricht, bis sie die scharfen Krallen der Katze spürt. Jetzt müsste deine Prota an ihrem Verstand zweifeln und schleunigst das Weite suchen, denn sprechende Katzen sind nichts normales.
Dadurch, dass du diese Begegnung mit der Katze länger ziehst und die Gefühle der Prota in den Vordergrund stellst, baust du Spannung auf.

Wichtige Regeln für einen guten Text: du brauchst einen Konflikt. Je essentieller und bedrohlicher der Konflikt für deine Prota ist, je spannender wird der Text. Niemand möchte Texte lesen, in der die Prota, nachdem sie an der Blume gerochen hat, in diesem Paralleluniversum ankommt und glücklich bis an ihrem Ende lebt. Baue in deinem Text eine Art Hindernisslauf für deine Prota, werfe ihr Knüppel zwischen den Beinen, dass sie stolpert/ auf der Stelle tritt. Vergesse auch nicht, der Prota einen Antagonisten an die Seite zu stellen; eine Person oder Eigenschaft, die deine Prota daran hindern will, ihr Ziel zu erreichen.
Ich hoffe, du kannst aus meiner konstruktiven Kritik lernen. LG

Kommentar von bonny112
30.08.2016, 17:31

Das mag jetzt etwas merkwürdig klingen aber genau auf so eine harte und scharfe Kritik habe ich gehofft denn sowas hilft mir sehr gut weiter vielen Dank dafür 😊

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Die korrekte Anwendung der deutschen Sprache wäre schon mal ein guter Anfang. Das Buchthema ist nicht wirklich entscheidend. Wichtig ist, dass es einen roten Faden gibt und der Text einen Spannungsbogen besitzt. LG 

Wichtig ist für mich, dass mir eine gute Geschichte erzählt wird. Ein Autor muss mir außerdem zwischen den Zeilen spürbar seinen inneren Drang vermitteln, dass er mir diese gute Geschichte, die in ihm geschlummert hat, erzählen muss

Autoren, die schreiben, weil sie etwas schreiben möchten, mir zeigen wollten, was sie alles erfinden können, wie kreativ sie sind usw. dürfen gern schreiben, aber sollten ihre Ergüsse bitte nicht veröffentlichen und v.a. mich damit nicht behelligen.

Weiterhin möchte ich mich nicht über schlechten Stil und unzureichendes sprachliches Vermögen ärgern.

mir ist es wichtig, dass mich die Geschichte von anfang an packt und ich mich auch mit einer der Charaktere identifizieren kann (gleich wünsche, hnlicher charakter, dinge geschehen, welche mir bekannt vor kommen...)

ich danke euch für die vielen Tipps die werden mir sehr gut weiterhelfen habe mir auch alles aufgeschrieben.

Ich gebe nicht auf dafür liebe ich das schreiben einfach zu sehr es macht mir spaß es lässt meine Fantasie fliegen:D

liebe Grüße bonny

Es gibt auf der Welt nur 84 Geschichten, und die sind alle schon erzählt. Trotzdem werden jedes Jahr allein in Deutschland an die 90.000 Bücher veröffentlicht, von denen eingutes Drittel Erzählungen sind. Komisch, nicht?

Es kommt nicht darauf an, was "Leute lesen wollen", sondern darauf, dass du etwas schreibst, dass Leute das auch lesen können.

1. Rechtschreibung und Grammatik müssen korrekt sein. du gehst doch auch nicht mit schnuddeligen Klamotten und fettigen Haaren aus dem Haus!

2. Plot ohne Richtung, verträumte Längen ohne Wichtigkeit für die Handlung, nicht zu ihrem Grundtyp passende  Reaktionen der Protagonisten... lassen den Leser einschlafen. Wer schläft kann nicht lesen.

3. Eine Erzählung ist keine Aneinanderreihung von Und denn, und denn, und denn, sondern erfordert viel, viel mehr.

Bevor ich etwas über deine Story schreibe, womit ich ein Buch füllen könnte, hier ein paar gute Seiten mit Tipps zum Schreiben von Storys von Leuten, die etwas davon verstehen. Such dich mal durch deren Blogs:

http://www.andreaseschbach.de/schreiben/schreiben.html

Das interessanteste bei ihm ist wohl sein 10-Punkte-Text-ÜV

http://www.schriftsteller-werden.de/

Hallöle!

Ich schreibe selber auch hobbymäßig und lese sehr viel. Meine Meinung dazu ist Folgende:

Ich schreibe was mir Spaß macht, bemühe mich um sinnvolle und nachvollziehbare Charaktere und eine schlüssige Handlung. Es bringt nichts nur das schreiben zu wollen, was vielleicht gut ankommt, wenn man sich nicht dabei vollkommen wohlfühlt.

Und wer weiß? Vielleicht braucht die Welt genau deine neuen Ideen! Die Leute merken das nur nicht sonderlich schnell=))

Viel Spaß und Erfolg wünsch ich dir noch beim Schreiben!

OSS

Lass dich auf jeden Fall nicht entmutigen. Wenn du das Schreiben liebst, dann bleib dran. Nicht jeder kann gleich einen Bestseller schreiben. Woran lag es denn, dass dein erstes Buch ein Flopp war. Gab es heftige Kritiken, hast du zu wenig Werbung gemacht?

Bei einem guten Buch ist mir wichtig, dass es gut geschrieben ist, dass die Rechtschreibung stimmt und das es möglichst spannnend ist

Kommentar von bonny112
30.08.2016, 11:58

Es war wohl zu langweilig oder zu viel Fantasie auf einmal ich liebe das Schreiben weil so viel Fantasie in mir steckt nur es in Worte zu fassen die andere verstehen fällt mit oft schwer

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