worauf sollte man bei einem Kauf von einem fernglas oder Teleskop achten?

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4 Antworten

Hallo,

findest du auf einem Fernglas die Angabe 30x50, dann bedeutet das, dass das Gerät bei einer Öffnung von 50 mm 30-fach vergrößert.

Bei Teleskopen guckst du primär auf die Öffnung wenn es um die Vergrößerung geht. Du multiplizierst die Öffnung in Millimeter mit dem Faktor 1,5 und du somit hast du die max. sinnvollste Vergrößerung.

Nun weiß ich nicht genau was du so beobachten willst, kann mir aber gut vorstellen, dass ein Teleskop da vermutlich unhandlich wird wenn du dich in die Natur begeben willst. Da wäre ein Fernglas sicherlich besser. Du schreibst was von stundenlangen Halten. Da wäre ein Stativ-Adapter ganz sinnvoll für das Fernglas. Ich habe mir letztens erst einen für 10,- Euro bei eBay Kleinanzeigen gekauft - sehr praktisch beim Beobachten.

Auch über die Option "Spektiv" solltest du mal nachdenken. Das Ding ist klein und handlich und kann auch auf ein Stativ gesetzt werden. Damit sind sogar verschiedene Vergrößerungen möglich.

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...aus 30x50 bei einem Fernglas...

Dieses Fernglas vergrößert 30mal und besitzt eine 50mm Objektivlinse.


...10x42 und 10fache Vergrößerung Was ist die maximale Vergrößerung? Und
ist die Sicht nach 30,40,50facher.... Vergrößerung noch scharf?...


Ein 10x42 vergrößert 10fach und besitzt eine 42mm Objektivlinse. Du siehst., daß es eine vergleichsweise größere Objektivlinse besitzt, als das obige Glas. Das bedeutet, es ist bedeutend lichtstärker. Höhere Vergrößerungen machen dann nur noch wenig Sinn, da Du das Glas dann auf ein Stativ stellen müßtest, um noch einigermaßen zitterfrei beobachten zu können. Wildtierbeobachtung ist mit einem Stativ aber unmöglich.


Schau Dich nach einem guten 10x70 oder 10x80, oder wenn Du viel Geld hast, 10x100 um, damit kannst Du gut beobachten, insbesondere auch abends und nachts.


Die Linsen sollten natürlich vergütet sein, aber nicht mit diesen hochreflektierenden orangefarbenen Spielzeugbeschichtungen (das Licht soll ja nicht reflektiert werden, sondern ohne Verlust durch das Glas durch).


Wenn Du durch ein Glas schaust und (insbesondere an den Rändern) Farbsäume siehst, ist das Fernglas von minderer Qualität. Es muß von innen bis außen gleichmäßig scharf abbilden.


So in etwa auf die Schnelle das Wichtigste.

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Kommentar von stephan17184
11.02.2016, 23:24

Wofür soll ein 10x100 gut sein?

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Wenn darauf allen Ernstes 30x50 steht, dann heißt das nur eins: Die chinesischen Pfuscher haben keine Ahnung, was diese komischen westlichen Zeichen bedeuten, die sie auf ihren Dreck drucken, und es ist ihnen auch egal.

Geh mal in ein gut(!) sortiertes Geschäft und probiere ein paar aus.

Wenn du lange ansitzen willst, ist es vielleicht nicht so wichtig, ob du es aus freier Hand ruhig halten kannst oder wie schwer es ist, weil du es eh aufgestützt oder sogar auf dem Stativ benutzen wirst. In dem Fall wäre es aber schon praktisch, wenn direkt ein Stativgewinde eingebaut wäre.

Wenn nicht - wenn man es freihändig benutzen will - nützt einem die beste Vergrößerung nichts, wenn man es nicht ruhig genug halten kann. Im Gegenteil schadet hier eine hohe Vergrößerung, weil sie das Zittern der Hand ja "mitvergrößert". Muss man ausprobieren.

Weiterhin machen sich viele Leute nicht klar, dass der Durchmesser der Austrittspupille dem Quotienten aus Objektivdurchmesser und Vergrößerungsfaktor entspricht. Das ist aber insofern entscheidend, weil diese Pupille bestimmt, wie viel Licht "durch passt", und damit, wie schnell man in der Dämmerung nichts mehr erkennen kann. Der sinnvolle Maximalwert liegt hier in der Größenordnung der größten Öffnung der menschlichen Pupille und sinkt halt auch entsprechend mit dem Alter.

Und ein weiterer wichtiger Wert ist das Bildfeld, irgend ein Längenwert in Metern "auf 1000 m". Das hängt nämlich keineswegs (nur) von Faktor und Objektivdurchmesser ab. Entsprechend gibt es Gläser mit weiterem und engerem Bildwinkel bei gleichen Eckwerten. Weiter ist generell immer besser. Weniger Vergrößerungsfaktor erleichtert die Konstruktion von Gläsern mit weiterem Bildfeld.

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Wildtiere wo? Großwild in Afrika oder kleine Zugvögel in Deutschland?

Natürlich sind Wildtierbeobachtungen grundsätzlich auch mit Stativ möglich, es kommt halt auf die Art der Tiere und die Umstände an, vor allem darauf, ob sie sich schnell von einem Ort zum Anderen bewegen. In dem Fall tut man sich mit einem Stativ schwer.

Ein Stativ braucht man, wenn man bei der Vergrößerung (etwa ab 12fach) oder bei dem Gewicht das Gerät nicht mehr ruhig in der Hand halten kann. Wenn man zu zittern anfängt, findet man das Tier nicht mehr.

Kleine Vögel oder Tiere in kurzer Entfernung wird man wohl eher mit 8facher Vergrößerung beobachten, da sie bei Nähe, etwa im Garten, bei großer Vergrößerung unscharf werden.

Der Objektivdurchmesser, die Lichtstärke, ist wichtig bei Nachtbeobachtung. Da braucht man mindestens x40, besser x50.

Wichtig ist noch die Größe des Blickfelds, die man extra erfragen muss. Wenn man ein bewegtes Objekt beobachtet, ist ein möglichst großes Blickfeld wichtig, sonst findet man das Objekt nicht.

Ich verwende im Alltag ein Taschenfernglas 10x20 und komme am Tag bei normalen Entfernungen gut zurecht.

Auf Exkursionen nehme ich meistens ein Glas 10x40 mit.

An der See - oder auch z.B. bei Schnepfenvögeln oder Schwimmvögeln in großer Entfernung - verwende ich ein Stativ, ich glaube, 20 oder 30fach vergrößert das Spektiv.

Jäger im Wald bei nächtlichem Ansitz werden wohl ein 7x50 bevorzugen.

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