Worauf sollte man bei einem kauf einer (profikamera ) achten?

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2 Antworten

Ich nehme and, dass Du mit "Profikamara" eine Spiegelreflexkamara meist. Bei denen kann man die Objektive austauschen.

Welche am besten geeignet ist hängt ausser vom Buget etwas davon ab, was Du mit der Kamara fotografieren willst. Bei Aufnahmen von bewegten Objekten oder bei ungünstigen Lichtsituationen ist die Lichtempfindlichkeit des verwendeten Sensors und das Signal-Rauschen-Verhältnis sehr wichtig. Bei Spiegelreflexkamaras ist dies zwar meist ohenhin besser als bei Kompaktkamaras es gibt aber dennoch Unterschiede, insbesondere zwischen den semi-professionellen und den professionellen Modellen, die dann aber auch schnell über 5000 Eur kosten.

Weitere Aspekte wären die Auslöseverzögerung und die Geschwindigkeit des Fokussierens. Auch die Geschwindigkeit mit der Serienaufnahmen gemacht werden können und die Zahl der dabei zu schiessenden Fotos kann für z.B. für Sportfotografie wichtig sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die anschliessbaren Objektive. Wenn man schon Objektive einer bestimmten Marke hat, so ist man meist auf diese Marke festgelegt, da der Objektivpreis den der Kamara schnell übersteigt und die Objektive verschiedener Marken unterienander nicht kompatible Anschlüsse besitzen. Ähnliches gilt für weiteres Zubehör wie Blitze.

Die Möglichkeit, viele Einstellungen manuell vornehmen zu können, ist ebenfalls ein Pluspunkt. Die Automatiken heute erledigen vieles sehr gut, sind aber bei einigen speziellen Aufnahmesituationen immer noch überfordert.

Nicht ganz so wichtig ist meist die in der Werbung häufig als einzigers Verkaufsargument dargestellte Auflösung. Selbst 4 Megapixel erlauben Vergrösserungen bis ins A4 und manchmal ins A3-Format, ohne dass sie "pixleig" wirken. Nur wer noch grössere Aufnahmen braucht oder häufig das Objekt nicht genau fokussiert und den Ausschnitt hinterher in Photoshop auswählt braucht wirklich mehr und selbst die Einsteigerkamaras dieser Klasse bieten heute deutlich mehr Pixel.

Viele Kamaras dieser Klasse bieten heute auch die Möglichkeit, Filme aufzunehmen. Durch die grossen Sensoren wirken die damit aufgenommenen Streifen "kinoähnlicher". Die Schärfentiefe ist bei geöffneter Blende geringer als die von Kamaras mit kleinem Sensor, was helfen kann, das zu filmende Objekt scharf zu stellen und den "unwichtigen Rest" unscharf zu lassen. Wer eventuell Expeimente in dieser Richtung machen möchte, für den wäre dies ein weiteres Entscheidungskriterium.

Letztendlich kann auch die Farbwiedergabe der Kamara entscheidend sein. Einige Sensoren tendieren zu warmen, andere zu kalten Tönen. Der abgedeckte Farbraum ist auch nicht immer gleich. Vor einigen Jahren galten Sensoren von Signum ("Forevon") als besoders gut in der Farbwiedergabe (dafür wren sie besonders unempfindlich und hatten geringere Auflösungen). Inzwischen scheinen aber andere Sensoren mindestens genau so gut zu sein, ohne die entsprechenden Nachteile zu haben. Ausserdem kann man viele Defekte in der Nachbearbeitung noch ausbügeln. Dafür sollte man aber in "RAW"-Format fotografieren, in der die Kamara deutlich mehr Informationen pro Bild speichert. Die Speicherkarte ist dann aber auch schneller voll.

Mit einer Spiegelreflexkamera macht man normal nicht falsch

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