Worauf soll man beim Unterschreiben einer Kündigung mit falschem Kündigungsdatum achten?

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9 Antworten

Die Kündigung ist zugegangen, sobald er sie dir übergibt.

Auf der Kündigung stand kein Briefsdatum. Auch deswegen wollte ich die Kündigung nicht unterschreiben. Er konnte dann ein Datum von vor 2 Monaten eintragen.

Welches Datum dort steht ist egal! Die Kündigungsfrist beginnt nämlich nicht an diesem Datum, sondern am Tag nach der Zustellung. Deshalb falls du unterschreibst, dann immer mit Datum!

Wenn du etwas unterschreibst, dann mit dem Zusatz "erhalten" oder "zur Kenntnis genommen" + Datum. 

Allerdings rate ich davon ab, überhaupt zu unterschreiben, denn im Zweifel muss dein AG nachweisen, dass du die Kündigung bekommen hast. Warum solltest du ihm dabei behilflich sein?!

Was noch? Wenn auf der Kündigung "einverstanden" oder sowas steht und ich es sie unterschreibe, ist das so eine Art Aufhebungsvertrag?

Möglicherweise kann man das dann so auslegen, ja.

Bekomme ich eine Sperre beim Arbeitslosengeld?

Bei einem Aufhebungsvertrag oder bei eigener Kündigung. Dann hast du nämlich deine Arbeitslosigkeit selbst verschuldet.

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Kommentar von Mojoi
27.06.2017, 12:41

"Warum solltest du ihm dabei behilflich sein?!"

 

Sehr richtig, Mario!

Das Schwein kann dem Metzger gerne das Schlachtebeil schärfen. Aber warum sollte es das tun?

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Wie ja schon mehrfach geschrieben wurde, brauchst du gar nichts zu unterschreiben. Es schadet aber auch nicht, mit dem Zusatz "Erhalten am ..." zu unterschreiben. Damit bestaetigst du nur, das Kuendigungsschreiben erhalten zu haben und nicht auch, dessen Inhalt zu akzeptieren.

Ganz wichtig erscheint mir aber noch einmal ein Hinweis auf die Frist zur Erhebung einer Kuendigungsschutzklage (zumal seit dem Zugang ja bereits einige Zeit vergangen ist). Die Kuendigungsschutzklage muss unbedingt innerhalb von 3 Wochen ab Zugang der Kuendigung erhoben werden! Zwei davon sind schon fast rum. Also spute dich jetzt mal!

Verpasst du die Frist, dann bleibt die Kuendigung genau so wirksam, wie sie ausgesprochen wurde und dein Arbeitsverhaeltnis endet am 15.7.

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Kommentar von DarthMario72
27.06.2017, 14:28

Verpasst du die Frist, dann bleibt die Kuendigung genau so wirksam, wie sie ausgesprochen wurde und dein Arbeitsverhaeltnis endet am 15.7.

So ist es!

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Hallo garc560,

zu allererst würde ich mich mal bei der zuständigen Stelle für das Arbeitslosengeld (ARGE) erkundigen, unter welchen Bedingungen du Arbeitslosengeld erhältst, und bittest um eine Beratung, wie du hier verfahren sollst. Das Ergebnis der Beratung hältst du schriftlich fest und lässt es dir bestätigen.

Was du immer unterschreiben kannst, wäre, wenn du Ort und Datum und  den Vermerk: Erhalten am... und zur Kenntnis genommen am....mit der Unterschift selbst einträgst.

Damit dokumentierst du dann ja noch kein Einverständnis und lässt dir alle Möglichkeiten offen.

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Kommentar von Nadelwald75
27.06.2017, 12:33

.... und noch etwas: Wenn du ein Kündigungsschreiben erhältst, dann bleibt es ja als dein Eigentum bei dir. Eine Unterschrift kannst du also höchstens auf der Kopie des Schreibens leisten, das der Arbeitgeber behält. Und davon wiederum machst du dir eine Kopie.

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Du musst überhaupt nichts unterschreiben. El Cheffe muss im Zweifelsfall dafür sorgen, dass er die Zustellung der Kündigung nachweisen kann.

Aber der gekündigte Mitarbeiter muss ihm da nicht auch noch zuarbeiten!

"Ich unterschreibe grundsätzlich keine Kündigungen. Punkt!"

Wenn er nicht total grenzdebil ist, wird er langsam auf die Idee kommen, sie dir per Einschreiben zukommen zu lassen. Sobald sie in deinem Briefkasten liegt, gilt sie als zugestellt.

Er kann sie dir auch unter Zeugen übergeben. Dann gilt sie auch als zugestellt.

Dann musst du reagieren und Kündigungsschutzklage einreichen!

Aber wenn ich so auf den Kalender schaue... zum 15.7.17 wird das sowieso nichts mehr.

Bisher hast du dich richtig verhalten. Aber unterschreib bloß nichts! Es gibt nicht den geringsten Grund, warum du etwas unterschreiben solltest. Hinterher trägt er das Datum von vor drei Monaten ein.

Und grundsätzlich bestehst du auf eine Fotokopie von allem, was du unterschreibst, vom Cheffe gegengezeichnet.

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Wichtig ist weder deine Unterschrift, noch ob auf dem Schreiben ein Datum steht. Allein entscheidend ist der Zugang der Kündigung. Der Zugang fand nach deiner eigenen Aussage am 16.06.17 statt.

Wenn du tatsächlich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende hast, dann kann die Kündigung erst zum 30.09.2017 greifen. Falls du aber noch in der Probezeit wärst, könnte die Kündigung sogar zum 15.07. wirksam sein.

Wenn du klagen willst, solltest du dich beeilen, denn die 3-Wochen-Frist für die Klageeinreichung hat definitiv am 16.06. begonnen.

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Kommentar von DarthMario72
28.06.2017, 08:39

Falls du aber noch in der Probezeit wärst, könnte die Kündigung sogar zum 15.07. wirksam sein.

In der Probezeit gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von 2 Wochen - ohne festes Ende.

Wenn du klagen willst, solltest du dich beeilen, denn die 3-Wochen-Frist für die Klageeinreichung hat definitiv am 16.06. begonnen.

So ist es. Selbst wenn die Kündigungsfrist falsch berechnet wurde, würde ohne Klage die falsche Kündigung dennoch wirksam werden.

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unterschreiben kannst, das ist nur eine Bestätigung dass du es gelesen hast. 

Ein Datum sollte schon stehen wann das Schreiben erstellt wurde - maßgeblich ist aber der Empfang des Schreibens.

diese Kündigung ist unrechtmässig - 

dein Chef hat sich an die Fristen zu halten



Da laut meinem Vertrag habe ich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende,

der Vertrag würde damit ende September auslaufen

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Kommentar von DarthMario72
27.06.2017, 12:39

unterschreiben kannst, das ist nur eine Bestätigung dass du es gelesen hast

Warum sollte man das tun? Im Zweifel ist der Kündigende verpflichtet, den Zugang beim Gekündigten nachzuweisen. Warum sollte man also dessen Arbeit erledigen?

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bei einer Kündigung vom Arbeitgeber ist nicht soviel zu beachten ein Datum sollte schon drauf sein aber mit einer Unterschrift auf der Kündigung bestätigt man lediglich das erhalten der Kündigung worauf man achten sollte ist ein !!AUFHEBUNGSVERTRAG!! das ist eine einstimmung  beider seiten den Vertrag aufzuheben (macht eine Klage unmöglich)

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Grundsätzlich bist du nicht verpflichtet den Erhalt der Kündigung zu bestätigen. Sollte dies, aus welchen Gründen auch immer, gewollt sein, reicht es tatsächlich, wenn du auf der Kündigung erhalten schreibst.

Ausgehend von dem Datum des Zugangs läuft dann die Dreiwochenfrist zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage. Wenn du diese Frist versäumt, ist die Kündigung rechtskräftig. Solltet ihr euch nicht einigen und weiter darüber streiten, ob die Kündigung bzw. deren Erhalt gegen zu zeichnen ist, solltest du das Datum des 1. Übergabeversuchs als Datum des Zugangs neben um hier kein Risiko bei der Fristenberechnung für die Kündigungsschutzklage einzugehen.

Das Datum selbst muss sich nicht auf der Kündigung befinden.

Ich poste anbei ein Link mit weiteren Informationen zu der formellen Seite der Kündigung

http://www.kanzlei-mudter.de/die-kuendigung-im-arbeitsrecht-11-fragen.html

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Eine Kündigung ist eine einseitige  Willenserklärung und braucht keine Unterschrift. Hier handelt essich um einen Aufhebungsvertrag, der jeden Rechtsweg ausschließtl

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