Worauf muss ich beim Kauf eines Fahrrads achten?

Das Ergebnis basiert auf 3 Abstimmungen

Fahrräder sind ein Hobby. 67%
Erfahrung. 33%
Ich bin gelehrter. 0%

4 Antworten

Ähm... Welchem Zweck dient die Umfrage?

Ich brauche ein Fahrrad das für lange fahrten und Wälder geeignet ist. Ich denke da an ein Mountainbike.

Hm, und wenn du mir jetzt noch erklären möchtest, warum ein Fahrrad, das für eine bessere Offroad-Eignung bewusst Langstreckentauglichkeit und Leichtläufigkeit opfert, deiner Meinung nach die richtige Wahl ist...

Ein Mountainbike ist nicht dafür gedacht, auf Schotterwegen oder gar Teerstraßen schnell und effizient zu fahren. Wenn ein Mountainbike das kann, dann ist das nur "nice to have". Ein Mountainbike macht somit dann Sinn, wenn du explizit auf unbefestigten Wegen ("Trails") fahren möchtest und die Wege, auf denen Autos fahren könnten, eine Notwendigkeit sind um die Trails zu erreichen.

Wenn du Touren auf asphaltierten und geschotterten Wald- und Feldwegen fahren möchtest, bist du mit einem Trekkingrad besser bedient. Es rollt leichter und die Sitzposition ist entspannter.

Aber auf was genau muss ich beim Kauf eines Fahrrads achten

Nach Prioritäten:

  1. Es sollte grundsätzlich zum Einsatzbereich passen. Ein leichtes Hardtail mit 100mm-Federgabel kann dir noch so gut passen und ein noch so gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben... es ist trotzdem nutzlos, wenn du damit an Enduro-Wettbewerben teilnehmen willst.
  2. Du solltest angenehm darauf sitzen. Es nützt dir nichts, wenn ein Bike die bessere Schaltung und die bessere Bremse hat als ein anderes zum gleichen Preis, wenn es sich beim Fahren anfühlt wie eine mittelalterliche Folterbank. Eine identische Rahmenhöhe bei zwei Bikes bedeutet übrigens nicht, dass die Sitzposition auf beiden gleich ist. Nein, genau wie Menschen unterschiedlich proportioniert sind und unterschiedliche Vorlieben bei der Sitzposition haben, sind auch die Fahrräder von Marke zu Marke unterschiedlich proportioniert und die eine Marke passt, die andere nicht.
  3. Bei der Probefahrt sollte das Bike sich auch angenehm fahren. Es ist schön, wenn dir die Sitzposition passt... aber blöd, wenn du das Gefühl hast, die Fuhre wollte beim besten Willen nicht geradeaus fahren, oder im Gegenteil: müsste mit Gewalt in die Kurve geprügelt werden, weil es zu starr gradeaus fahren will.
  4. Jetzt kannst du nach dem Budget schauen; die meisten Modelle gibt es mit unterschiedlichen Komponenten zu unterschiedlichen Preisen. Es gibt z.B. von Marke X das Modell Y in vier Ausstattungen von 500€ bis 1200€. Weil alle das gleiche Modell sind, wirst du auf allen die gleiche Sitzposition und das gleiche Fahrverhalten finden.
  5. Wenn du jetzt noch zwischen zwei Modellen schwankst, kannst du schauen wo die Ausstattung besser ist. Sei' dir aber bitte darüber im Klaren, dass man als Gelegenheitsfahrer den Unterschied zwischen der etwas teureren und der etwas günstigeren Schaltung, Federgabel oder Bremse oft gar nicht wahrnimmt.
was ist der durchschnittliche Unterschied zwischen einem 200€ und einem 800€ Fahrrad?

Viele Leute haben keine Ahnung über die Preisverhältnisse bei Fahrrädern. Da wird schnell mal behauptet, dass 200€ ja viel Geld seien, für ein Fahrrad. Wo die Leute eher Ahnung haben, was günstig und was teuer ist, sind Autos. So, einfache Umrechnung: Ein Fahrrad kostet etwa 1/20 von einem Auto. Das heißt: Ein Fahrrad für 1000€ ist in etwa so gut wie ein Auto für 20.000€. Und ein Fahrrad für 200€ ist entsprechend etwa die Preisklasse wie ein Auto für 4000€.

Man kann tatsächlich ein Auto für 4000€ bauen. Hat die indische Firma Tata vorgemacht. Allerdings würdest du wohl jedem, der erwartet für diesen Preis ein qualitativ hochwertiges Auto zu bekommen, den Vogel zeigen. Und es ist ziemlich klar, dass du mit einem Gebrauchtwagen zu diesem Preis was Besseres bekommst. Genau so sieht es auch bei Fahrrädern für 200€ aus: Man kann zu diesen Preis etwas bauen, das als Fahrrad bezeichnet werden kann. Und das auch grundsätzlich funktionstüchtig ist. Aber das ist dann bei absolut jedem Einzelteil, bis hin zur kleinsten Schraube, das ausgesucht Billigste vom Billigen.

Ein 800€-Fahrrad wäre demnach gleichwertig zu einem Auto für ca. 16.000€. Dafür bekommt man als jemand, der keine großen Ansprüche stellt und einfach nur von A nach B fahren möchte, einen ordentlichen Kleinwagen. Aber niemand würde zu diesem Preis einen Sportwagen mit 350 PS und Lederausstattung erwarten. So ist es auch beim 800€-Fahrrad: Als anspruchsloser Gelegenheitssportler, der keine Rennen und keine Alpenüberquerungen fahren möchte, bekommt man ein brauchbares Sportgerät. Nichts, bei dem jemand sagen würde "boah, geil"; aber durchaus Markenware.

Erfahrung.

bei günstigen zu teueren gibs unterschiede an den bauteilen die verbaut sind und manchmal auch material unterschiede selbst bei fahhrädern.

ansonsten sind wahrscheinlich unterschiedliche dämpfer, bremsen, reifen etc verbaut.
wer qualität will muss natürlich auch in die taschen greifen. ansonsten kann ich nur empfehlen bei nem fachhändler zu kaufen da diese dich auch besser beraten können als der baumarkt oder real neben an ne.

Fahrräder sind ein Hobby.

Man achtet auf die Komponenten. Die sind neben dem Gewicht auch Grund der Preisunterschiede.

Du scheinst ein wenig im Gelände fahren zu wollen, aber nicht zu heftig mit krassen Sprüngen etc. Ein Cross Country Hardtail mit 100 mm Federweg scheint da ganz gut zu passen.

  1. Gabel sollte keinesfalls von RST oder Zoom sein. Je nach Budget am besten auch Suntour vermeiden. Mit Rock Shox und Fox macht man wenig falsch bzw sowas wie Manitou oder so.
  2. Schaltung am besten Shimano Deore aufwärts (bzw Äquivalent von Sram). Shimano Tourney möglichst vermeiden.
  3. hydraulische Scheibenbremsen sollten es sein. Keine mechanischen. Da gibt es aber auch ziemliche Unterschiede. Sowas ab Shimano BR-MT400 wäre schon ganz gut (optimal natürlich wieder Baugruppe SLX oder so). Sram Guide oder alle Modelle von Magura sind auch gut.
  4. Gewicht sollte unter 14 kg liegen

Zu den Gabeln: Zoom kenne ich nur als Fake, keine Ahnung, ob die überhaupt richtige Federgabeln unter dem Namen Zoom anbieten. Ganz anders RST - die haben schon ganz ordentliche Komponenten, jedenfalls für den Trekkingbereich. Man kann Gabelschaft und Gabel frei kombinieren, was sehr nützlich sein kann.

Suntour sollte man auch eher meiden. Die Gabeln funktionieren zwar, aber irgendwann leiern sie aus und fangen an zu ruckeln. Meiner Meinung nach sind solche Gabeln geplante Obsoleszenz. Das gilt für alle billigen Federgabeln. Die Reparatur ist zu aufwendig, ein neues Fahrrad wird fällig. Die Lebensdauer eines Fahrrads verkürzt sich von 50 auf 5 Jahre.

Auf die Shimano Tourney-Komponenten bin ich oft angewiesen, wenn ich Teile bei alten 6-, 7- und 8-fach-Rädern ersetzen muss. Man kann die TX- und die TY- Serie unterscheiden. Keine Probleme mit TY bis jetzt.

Was der Fragesteller auf jeden Fall meiden sollte, ist ein Rad mit weniger als 8 Ritzeln hinten (keine '21 Gänge', mindestens '24'.)

Er sagt 'lange Fahrten und Wälder'. Die langen Fahrten finden also nicht im Wald statt. Ist ein Mountainbike dann angebracht? Außer dem reinen Rennrad sind alle Fahrräder für Fahrten im Wald geeignet, Mountainbikes aber eher weniger für befestigten Untergrund. Billige Mountainbikes schon gar nicht.

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@FelixLingelbach

Hab auch schon Zooms gesehen, die offiziell Federgabel sind. Glaub sogar , dass die eine „Downhill" Gabel haben. Federt halt nicht so wirklich.

RST im MTB Bereich hab ich noch nie was anständiges gesehen. Die Federn wenig und siffen relativ leicht. Suntour ist von der Haltbarkeit recht mies meistens. Gibt aber auch gute Gabeln wie die Epixon. Dann ist man aber auch schon in einem Preisbereich, wo ich eher eine andere Marke kaufen würde. Diese XCT usw. sind nicht gut, aber unter 700€ kommt man da nicht drum herum.

Er hat natürlich seine Definition von „Wälder" nicht präzisiert. Ich gehe mal davon aus, dass darunter nicht breite Schotterforststraßen gemeint sind, sondern eher das Terrain, in dem Trekking- und Crossräder nicht mehr richtig mithalten können.

Letztlich läuft es so oder so auf einen Kompromiss raus. Entweder mäßig effizient auf der Straße oder mühselig im Gelände. Finde mit einigermaßen Training und Reifen kommt man auf dem Hardtail auf der Straße noch gut vorwärts. Für die Ganzen E-Bike Fahrer reichts bei mir noch, wenn die bei 25 kmh abgeriegelt sind

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@elenano

Ja, mein Mountainbike läuft auch ausgesprochen gut auf Asphalt, wenn der richtige Druck auf den Reifen ist.

Na ja, die eBikefahrer sollen mich ruhig überholen. Zur Zeit reagiere ich mich beim Laufen ab und fahre nur zum Spaß Rad. Da tun mir die eBiker eher leid, weil sie die Strecke nicht genießen können.

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las dich in einem Fahrradgeschäft beraten  für 200€ bekommst Du kein neues  Fahrrad,  so wie bei elenano  beschrieben musst mit mindestens 1000€ rechnen eher etwas mehr

Woher ich das weiß:Hobby

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