Worauf muss ich achten wenn ich Fantasy Geschichten schreibe?

10 Antworten

Mach dir einen groben Umriss über die Handlung, so eine Art
Gliederung. Wie es anfangen soll, was dann passiert usw usw. und wie es
enden wird.

Dann entwirfst du deine Hauptfiguren. Du brauchst mindestens einen
Protagonisten und einen oder mehrere Antagonisten. Diese Figuren müssen
sehr deutlich entworfen werden. Alter, Aussehen, (Haarfarbe, Augenfarbe)
Kleidungsstil, Charakter, Ausdrucksweise. Körperbau, Hobbys, Namen,
Herkunft.

Dann denkst du dir ein paar Nebenfiguren aus. Diese können auch
skurril sein, wenn sie wenige Auftritte haben, oder mit einem besonderen
Merkmal, was man wiedererkennt, ansonsten ganz normale Leute. Die
brauchst du nicht so deutlich entwerfen, wie die Hauptfiguren.

Dann machst du die Gliederung vom Anfang feiner. Du denkst dir
genauer aus, was in den Kapiteln passieren soll und umreißt grob die
Szenen.

Damit hast du einen Rahmen, in dem du frei agieren, also frei
schreiben kannst. Dann setzt du dich hin und fängst einfach an! Schreib
drauflos, laß die Personen in deinem Kopf bzw. auf dem Papier agieren.
Da du sie sehr gut kennst, fällt es dir leicht, zu beschreiben, wie sie
handeln.

Denke immer daran, daß es einen zentralen Konflikt geben muß und
viele kleinere Konflikte, in dem die Hauptperson agieren muß. Es muß
immer eine Spannung da sein, auch in den Dialogen, also das heißt, daß
beide Figuren, die den Dialog führen, immer eine Spannung in dem Dialog
miteinander ausführen. Also immer Rede und Gegenrede, es muß immer ein
Widerspruch da sein. Falls du das nicht hast, laß den Dialog weg!

Empfehlenswert ist "wie schreibt man einen verdammt guten Roman" von
James N. Frey. Da sind sehr hilfreiche Tips enthalten und es ist so
geschrieben, daß es sehr kurzweilig, lustig, aber nicht mit dem
Zeigefinger belehrend ist.

Noch ein Tip: Schalte den kleinen Korrekturleser im Kopf aus! Laß es
einfach fließen! Überarbeiten kannst du später, du mußt erstmal in
deinen Flow kommen! In dem Moment wo du versuchst, den perfekten Satz zu
entwerfen, blockierst du dich selber. Einfach nur schreiben, schreiben
ohne nachzudenken, laß deine Ideen durch deine Finger strömen ohne den
eingebauten kleinen Lektor im Kopf der immer fragt "o war das jetzt die
richtige Zeitform?" - "habe ich das Komma da jetzt richtig gesetzt?" -
usw usw.

Viel Erfolg.

Und denke daran, Schreiben ist ein Handwerk, daß man genauso wie ein
Lehrling im Handwerk durch Üben und Üben und Rückschläge und
Fortschritte erlernen muß. Das ist ein lang dauernder Prozess und du
solltest dich nicht überfordern mit deinen eigenen hohen Ansprüchen. Der
Schreinerazubi baut auch nicht im 1. Lehrjahr eine Frisierkommode mit
Spiegel und geschwungenen Schubladen und Geheimfach... wenn du verstehst
was ich meine!

Hi,

ich schreib selbst grad an einen Buch. Vielleicht kann ich dir ein paar Tipps geben.

Ich fing an meine Geschichte zu schreiben und irgendwann merkte ich, das ich bestimmte Sachen nicht mehr wusste und musste zurück gehen um nachzuschauen wie das nochmal war und das hat mich halt dann ziemlich gestört. Also hab ich angefangen mir am PC, da wo ich mein Buch schreibe eine word datei anzulegen, wo ich einfach reinschreibe. Wann habe ich das letzte Mal an den Buch geschrieben, bei welchen Kapitel war ich zuletzt (Hilfreich wenn man länger nichts mehr geschrieben hat oder grad dabei war das Buch nochmal durchzulesen). Auch eine To-Do-Liste, also was ich in der Handlung noch überarbeiten muss usw.

Hier hab ich auch einen Steckbrief von jeder Figur erstellt. Als erstes die Hauptcharakteren, dann die Nebenfiguren und dann Figuren die nur einmal in der Geschichte auftauchen sollen und welche die in der Geschichte nur erwähnt werden und dann sonstiges z.B. Gegenstände, Orte, Landschaften, Fähigkeiten und weitere Ideen zu der Geschichte.

Ich mach es immer so, das wenn ich an meinen Buch schreibe, das ich einmal die Datei öffne in der ich alle Stichpunkte zu meinen Buch rein hab und dann das Kapitel selbst, wenn ich mir also bei z.B. der Haarfarbe nicht mehr sicher bin schau ich die andere word Datei nach. Schreibe ich z.B. das blonde Haar wehte im Wind. Schau ich in der anderen Datei ob ich ihre Haarfarbe schon mal erwähnt hab wenn nicht schreibe ich ihre Haarfarbe rein, dann kann es mir nicht passieren das ich aus einer Blondine eine Brünette mach usw.

Schau bei deiner Handlung einfach das du nicht zu verwirrend schreibst nicht zu komplex. Am besten gibst du Freunden/innen deine Rohfassung mal zu lesen, die könnnen dir dann sagen, was du besser machen könntest oder was unklar in der Geschichte ist.

Übertreibe nicht mit Informationen. Stopf den Leser nicht mit unwichtigen Informationen voll. Ein paar Infos sind völlig ok, aber nicht jedes Detail.

Schweif nicht zu sehr aus, weil das langweilt irgendwann den Leser.

Ich hoffe ich konnte dir ein paar gute Tipps geben.

Ich finde direkt etwas falsch machen kann man da nicht. Manche Autoren schreiben in der realen Welt, in der es nur irgendwelche übernatürlichen Kreaturen gibt, bei manchen gibt es irgendwelche zusätzlichen Welten und manche Autoren erschaffen auch komplett ihre eigene Welt, mit ihren eigenen Regeln.

Terry Pratchett beispielsweise lässt alle seine Romane auf der Scheibenwelt spielen. Diese Welt ist eine Scheibe, die auf dem Rücken von 4 Elefanten liegt, die wiederrum auf einer Riesenschildkröte stehen. Man kann von dieser Welt runter fallen, es gibt extrem viele übernatürliche Wesen, bekannte sowie unbekannte und auch die Menschen, die es dort gibt, sind auf einem anderen Stand als wir. Dann gibt es in dieser Welt ebenfalls noch Länder, die miteinander verfeindet sind oder eben nicht usw.

Also klar kann man nicht alles auf einmal aufnehmen, wenn eigentlich alles neu ist, aber man kommt eben rein. Es ist nur wichtig, dass der Fantasy Teil für sich Sinn macht und wenn eben alles anders ist, dann muss das irgendwie auch klar sein, sodass man sich nicht fragt, was für eine seltsame Welt das sein soll

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