Worauf gründen Atheisten ihre Werte?

19 Antworten

Zumindest bei uns im Land auf dieselben Rechtsgrundlagen (Menschenrechte, Grundgesetz, Gesetze) wie die (gesetzestreuen) Katholiken, Protestanten, Evangelikalen, Moslems aller Couleur (zumindest wenn sie sich nicht an ihre schrottigen Regeln halten), Juden, Zeugen Jehovas, Hindus, Buddhisten etc....

Allein die Tatsache, dass alle die Anhänger der verschiedensten Religionen mit teilweise recht gegensätzlichen Vorstellungen zu Götter, Glauben, Werte usw., auf der Basis unseres Rechtssystems zusammenleben können scheint ein recht klarer Beweis zu sein, dass die Religion absolut keine Rolle spielt.

Ich kann an dieser Stelle natürlich nur für mich sprechen.

Unterschiedlich und eine Mischung aus vielem. Erfahrung, Empathie, Vernunft, Gegebenheiten, der Möglichkeit zur Verbesserung,... Dazu kommen diverse Philosophien wie John Rawls Staatsphilosophie bzw. explizit seinen "Schleier des Nichtwissens" oder der Utilitarismus.

Soweit zumindest in der Kürze.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensive Recherche über mehr als 6 Jahre

Ich binde meine Werte daran, wie sehr mir etwas zur Glückseligkeit verhilft ... oder wenn wir es auf gesellschaftliche Tugenden beziehen daran, was mir ansehnlich/würdevoll erscheint und zugleich eine weitflächig stabile Gesellschaft mit möglichst vielen glückseligen Individuen begründet.

... aber naja; da gibt es sicherlich bei anderen Atheisten auch andere "Wertekodexe".

Auf Vernunft, Erziehung, Bildung, Ethik, Philosophie... Da gibt es so einiges. Natürlich gibt es auch Atheisten, die nichts von ethischen Werten halten. Das ist aber bei den Gottesgläubigen nicht anders.

Auf der Aufklärung.

Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Würde des Menschen, Rechtstaatlichkeit, Gleichheit vor dem Gesetz - alles Werte der Aufklärung und NICHT der Religion.

Diese Dinge mussten gegen den erbitterten Widerstand der Religionen durchgesetzt werden. Erst, als man diese nicht mehr aufhalten konnte, hat man sich diese von Seiten der Religion zu eigen gemacht und jetzt behauptet man frech, man habe sie erfunden.

"Die unumschränkte Freiheit des Denkens und die öffentliche Bekanntmachung der Gedanken eines Menschen gehören nicht zu den Rechten der Bürger".
( Papst Leo XIII. ) 

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