Worauf bauen Atheisten ihre Moralichen Werte auf?

27 Antworten

„Wir Gläubigen können nun als Referenz Gott angeben und sagen, ,,das ist falsch und schlecht".“‘

Ein Atheist beschäftigt sich mit dem Grund dieser Verstümmelung, forscht nach, woher dieser Brauch kommt und argumentiert rational mit so einer Person. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch – egal ob männlich oder weiblich. Für ein friedvolles Zusammenleben darf keiner der beiden unterdrückt werden. Woher das ein Atheist weiß? Er reflektiert, setzt sich mit Geschichte, Kulturen und Bräuchen auseinander – ohne dabei zu werten. Der religiöse Mensch kann durch den Glauben an Gott hier nicht objektiv argumentieren. Denn diese Tradition/Brauch ist im Prinzip das gleiche wie für religiöse Menschen ein Gott – etwas überliefertes, was richtig sein soll. Da steht Aussage gegen Aussage. Man wird wohl niemanden von einem Brauch/Tradition abbringen können, weil man glaub, dass die eigene Tradition/Brauch/Gott behauptet, dass es schlecht ist.

Auch ein fanatischer KZ Wärter wird sich nicht von seinem „Glauben“ abbringen lassen, wenn man mit einem anderen Glauben argumentiert. Wobei in diesem Fall zu dieser Zeit womöglich eher Übereinstimmung gefunden werden konnten. Wie man hier argumentieren würde, ist schwer zu sagen – da diese Menschen so fest an eine bestimmte Ideologie glauben. Am ehesten wahrscheinlich wieder mit Menschlichkeit. Ein friedvolles Zusammenleben ist nur dann möglich, wenn man sich gegenseitig achtet

Generell - Stichwort Immanuel Kant.

Meine Basis ist der Kategorische Imperativ von Immanuel Kant.
Das reicht, der ganze religiöse Firlefanz ist dann absolut unnötig,
zumal ich ja weiß, wie die religiösen Herrschaften "ticken".

Worauf bauen Atheisten ihre Moralichen Werte auf?

Kurzfassung zu meinen Erkenntnissen: Auf dem Verständnis von Bedürfnissen und Gefühlen, den Folgen von Handlungen und dem, was diese Folgen in anderen Menschen hervorrufen.

Gläubige Menschen bauen ihre Moralischen Werte auf die Grundlage von Gott auf.

Solange die Existenz eines bestimmten Gottes nicht bewiesen ist, bauen Gläubige ihre moralischen Werte nicht auf die Grundlage von Gott auf, sondern auf die Grundlage von ihrem Gott. Dies Erkenntnis wird für die weitere Ausführung von dir noch wichtig werden.

Es bedarf bei dieser Sache ja einer  Objektiven Quelle.
  1. Wieso sollte es einer objektiven Quelle bedürfen?
  2. Was macht Gott objektiv? Wenn die Moral von Gott vorgegeben wird, ist diese doch subjektiv von ihm.
  3. Solange die Existenz keines Gottes bewiesen ist, kann kein Gläubiger behaupten, er würde sich nach objektiven Maßstäben seines Gottes richten, denn da ihr Glaube rein subjektiv ist, ist dadurch auch die von ihrem Gott angeblich vorgegebene Moral rein subjektiv. Das kann sich eventuell ändern, wenn die Existenz eines bestimmten Gottes bewiesen wäre. Allerdings muss hier auch Punkt 2 beachtet werden.
Da Gott bei uns weder Mann noch Frau, außerhalb vom Menschen, unabhängig vom Menschen ist, können wir sagen, wir entnehmen Referenzen aus dieser  Objektiven Quelle

Also weil Menschen weder Eber noch Sau sind, außerhalb von Schweinen, unabhängig von Schweinen sind, können wir sagen, wir stellen eine objektive Quelle für Schweine dar?

Zumal es, wie oben ausgeführt, keine objektive Quelle ist.

Es gibt in Afrika einen Brauch/Tradition, das die Weiblichen Genitalien beschnitten werden.
Wir Gläubigen können nun als Referenz  Gott angeben und sagen, ,,das ist falsch und schlecht".

Ihr Gläubigen könnt euren Gott als Referenz angeben. Du siehst das Problem, oder?

Würde nun ein Atheist mit einem dieser Personen über diese Weibliche Genitalverstümmelung Argumentieren, würde der Atheist ja nur eine  Subjektive Argumentation führen können.

Der Gläubige doch genau so, denn er referenziert das, was er subjektiv als Gott deklariert. Nur hat der Atheist die Möglichkeit auch außerhalb dieser Referenz zu denken und zu argumentieren. Gläubige sind meistens äußerst beschränkt in diesen beiden Hinsichten (denken und argumentieren), weil sie sich durch ihren Glauben selbst eine Barriere erschaffen.

Denn wenn der Atheist diesem Menschen sagen würde das ist schlecht, das ist nicht gut, dann würde dieser Mensch genauso  Subjektiv Argumentieren wie er.

Und dann geht man etwas ein, das sich Argumentation bzw. Debatte nennt. Man nennt Argumente für seine Position, um sein Gegenüber bestmöglich zu überzeugen.

Er würde sagen,  wir sehen das nicht als schlecht, das ist unser Brauch und wir finden das gut.

Wenn das seine einzige Argumentationsbasis ist, sollte es nicht sonderlich schwer sein da ordentliche Argumente dagegen zu finden...

Wie würde ein Atheist mit einem dieser KZ Wärter argumentieren? Der KZ Wärter hatte über das was er tut eine  Subjektive Argumentation, genauso wie der Atheist mit ihm nur Subjektiv Argumentieren könnte.

Du wirst es mir nicht glauben, aber ein Atheist würde mit Argumenten argumentieren. Erstaunlich, oder?

Hoffe, das hilft irgendwie.

Mit freundlichen Grüßen,

Kevidiffel

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensive Recherche über mehr als 6 Jahre

zunächst die Fakten -- Religion korrelliert negativ mit Werten und Moral:

https://www.derstandard.at/story/2000025163557/religion-macht-uns-nicht-moralischer

Sprich Atheisten sind moralischer und leben eher nach anspruchsvollen Werten. Wo kommen solche Werte her? Z.B. aus dem kategorischen Imperativ:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ

Das ist keine Objektive Quelle sondern eine Subjektive. Im Prinzip folgst du also nur der Subjektiven Argumentation eines anderen.

Wäre klasse wenn du mal auf meine beiden Beispiele eingehen könntest. So könntest du einfach verstehen wie Subjektiv deine Ansicht ist. Oder mir zeigen dass sie es nicht ist.

Das wäre interessant.

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@LichtimTunnel

Mate, jeder hier durchschaut, was du treibst. Du stellst Gott als objektive Quelle dar, ohne zu belegen, dass Gott existiert, ohne zu schreiben, was Gott sagt und woher du weißt, was Gott sagt. :-)

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@Hacker48

Eher nicht. Ich dachte das Atheisten eine Objektive Quelle haben, daher war die Frage auch ausschließlich an Atheisten und nicht zum Beispiel Agnostiker.

Wenn man etwas nicht weiß, dann fragt man nach. Wo könnte ich also mehr Atheisten auf einmal Fragen, als auf gutefrage.

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@LichtimTunnel

kannst Du eine Definition von objektiv und subjektiv geben?

Denn die Existenz von Gott als objektiv darzustellen deutet darauf hin, dass Deine Definition eher gegenteilig zum allgemeinen Verständnis ist.

Ist jetzt jedenfalls mal meine subjektive Vermutung. ;-)

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@freejack75

Das kann ich dir auch sagen:

Objektiv ist für ihn, wer außerhalb steht und nicht involviert ist. Womit er gar nicht so falsch liegt. Nur fehlen ZWEI elementare Punkte in seiner Fassade. 1) Woher wissen wir, dass es diese Quelle gibt. 2) Was sagt diese Quelle aus?

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@freejack75
kannst Du eine Definition von objektiv und subjektiv geben?
Gläubige Menschen bauen ihre Moralischen Werte...
Da Gott bei uns weder Mann noch Frau, außerhalb vom Menschen, unabhängig vom Menschen ist, können wir sagen, wir entnehmen Referenzen aus

Danke aber für die vielen Antworten!

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@LichtimTunnel

das ist weder eine Definition, noch hat es etwas mit objektiv (=belegbar) zu tun.

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Gott als "objektive Quelle" anzugeben ist einfach nur eine wilde Unterstellung. Denn schließlich wird sowohl diese Aussage von Menschen gemacht als auch die Grundlagen (wie z.B. Bibel und Koran) vom Menschen interpretiert und unterliegen damit subjektiven Einflüssen, mal davon abgesehen, dass Gott in keinster Weise belegt ist.

Ich für meinen Teil evaluiere Moral über bestimmte Prinzipien:

  1. Utilitarismus
  2. Konsequentialismus
  3. Goldene Regel
  4. Kantscher Imperativ

Man muss zwar ein bisschen darüber nachdenken, aber man kommt zu weitaus besseren Ergebnissen, als es die Evaluierung der hiesigen heiligen Schriften zulässt.

Dass diese Prinzipien wesentlich besser sind, kann man zum Beispiel daran erkennen, dass sie keine expliziten generellen Verbote aussprechen. Es geht immer darum, das zu tun, was die Situation gebietet. Und jede Situation ist unterschiedlich und damit für sich zu bewerten. Das macht die Prinzipien schon einmal per se moralischer als normative Anweisungen.

Am Ende sind diese Prinzipien, die ich anwende, auch nur Unterstellungen, die ICH als sinvoll ansehen. Aber ich brauche dafür kein Konzept Gott, welches sich tatsächlich nur aus der Nase herausgezogen wurde, aber selbst auch nur wieder eine unbelegte Behauptung ist.

Sehr gut geschrieben.

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