Worauf basiert Verständnis - auf Logik oder der philosophischen Methode?

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3 Antworten

Philosophische Methoden gibt es viele und sie unterscheiden sich in unterschiedlichen metaphysichen Einstellungen. Logik ist kein Zaubermittel, sondern nur ein Hilfsinstrument. Sind die Ausgangshypothesen falsch, rettet auch die Logik nichts. Schau Dir Deinen ersten Satz, die Definition von Verständnis mal genau an. Da steckt alles drin. "Zusammenhänge einordnen" ist nicht "Wahrheit finden" sondern Unverbundenes in Verbindungen zu konstruieren! Das hängt schon davon ab, welches Unverbundene dazu herangezogen wird. Hierarchien herstellen ist Konstruktion und bei Personen mit unterschiedlicher "Glaubenseinstellung" sehr verschieden. "Klare Aussagen" ist nicht gleichbedeutend mit Wahrheit! Klare Aussagen können auch klar falsch sein. Der Prüfstein ist immer der Test auf Falsifikation, auf Prüfung der Schlussfolgerung an der Wirklichkeit. Und da gilt: Aus Fehlern lernen wir.

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Kommentar von Nasderth
20.08.2016, 13:40

Deine Aussage ist: Logik ist nur ein Hilfsmittel. Gründe: 1.Falsche Ausgangshypothesen werden nicht untersucht. 2. Logik kann nicht die Wahrheit finden. 3. Klarheit ist nicht gleich Wahrheit.

Zu 1. Ausgangshypothesen heißen in der Logik annahmen und werden untersucht. 

2. Niemand kann die Wahrheit finden. Auch die PM kann es nicht. Aber man kann es nachvollziehbar machen wie stark oder schwach ein Argument ist. Und damit kann man sagen, wie viel Gewicht die Schlussfolgerung hat. 

3. Klarheit heißt hier Nachvollziehbarkeit. Nicht "Islam ist Scheiße" Klarheit, sondern Einordnen meiner Aussage durch die Analyse der Gründe und deren Werthaftigkeit. Z.B. Rauchen ist schädlich, weil alle Raucher Ihre Lunge durch Nikotin verschmutzen, zu einem Grad der es der Lunge erschwert Luft zu verarbeiten. Der Grund hier bezieht sich auf alle Raucher und ist somit allgemein gültig. D.h. meine Schlußfolgerung ist nich dass jeder Raucher 10 Jahre früher stirbt, sondern dass Rauchen schädlich ist. Und mein Argument hier ist Bombenfest. Das lässt sich klar sagen. Denn auf meine Begründung MUSS meine Schlussfolgerung folgen. Rauchen ist schlecht, weil meine Tante früh starb und raucherin war, ist klar ein schlechtes Argument, weil die Schlussfolgerung nicht folgen muss. So hat die Logik die Möglichkeit Argumente und Ihre Stärken zu beurteilen und so Klarheit zu schaffen, ob ein Argument zwingend richtig ist oder nur als Hinweis gilt. 

Ich habe das Gefühl die Philosophische Methode macht durch erneutes Nachfragen das selbe aber eher unstrukturiert.

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Das Katalogisieren hat direkt nichts mit Logik zutun. Die Zusammenhänge erkennt man nur mit Logik. Die Logik ist ein Instrument der Philosophie und wurde von Philosophen ausgearbeitet. 

Diese Ausarbeitung / Formalisierung ist wiederum nicht Logik selbst, da die Logik auch bestünde, wäre sie nicht formalisiert geworden. Die Formalisierung ist wieder so eine Art Katalogisierung / Einordnung in unser Denkmuster.

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Kommentar von Nasderth
19.08.2016, 23:02

Den Philosophen damals und auch mir heute, geht es darum alles mögliche besser zu verstehen. Was ist jetzt hier akademisch der offizielle Ansatz- formale Logik oder das sokratische kritische Denken.

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Nun verständnis bedeutet, Gedankengänge eines anderen durch die persönliche begründung zu verstehen = es einem Logisch erscheint.

Hoffe das beatwortet deine Frage, diese habe ich nämlich nicht ganz vertsanden ^^''

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Kommentar von Nasderth
19.08.2016, 23:03

Was meinst du mit persönlicher Begründung?

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