Worauf achtet ihr ganz besonders beim kauf eines Gebrauchtwagens?

14 Antworten

Erster weg, einmal das Auto von aussen anschauen. Entweder an einem schönen sonnigen Tag oder, wenn's geht einer gut beleuchteten Halle. Regen ist NoGo Wetter zum Autokaufen, bei Regen schauen sie Autos besser aus. Dazu auch Mal ins Checkheft schauen ob es dort Unstimmigkeiten zur Geschichte des Verkäufers gibt.

In der ersten Runde schau ich auf Auffälligkeiten im aussenkleid. Kratzer, Dellen, Steinschläge ... Wenn der Wagen 3 Jahre und 50.000 km alt ist, aber die Front (Stoßstange/Scheinwerfer) schaut aus wie gesandstrahlt, dann passt das irgendwas nicht. Auch einmal alle klappen aufmachen und schauen ob es Lackkanten, sprühnebel oder Risse im Lack an den Schrauben gibt. Alles Indizien das der nachgeschönt wurde. Wenn sowas nicht zu erwarten ist und es auch keine plausible Erklärung gibt, dann ist das fischig.

Dann Mal ein kurzer Blick auf Bremsscheiben und Beläge. Sowie den Unterboden. Der sollte trocken sein. Wenn da schmierig drauf ist an Stellen wo schmierig drin sein sollte ist das halt auch nicht gut.

Blick in den Motorraum. Wenn der gewaschen wurde will jemand was verstecken, ansonsten schauen ob da irgendwo was raus kommt wo nix rauskommen sollte, Blick in den Öldeckel weißer Schaum heißt da ist Wasser im Öl. Das kann Kondenswasser sein, bei einem Auto das lange Stand (nicht schlimm) oder eben Kühlwasser (sehr schlimm)

Bei der Gelegenheit schauen ob alle Flüssigkeitsbehälter voll genug sind.

Dann kann man Mal die Zündung anmachen. Hier sollten alle Warnleuchten einmal aufleuchten.

Motor Starten

Blick auf den Tacho ob alle Warnleuchten aus sind und ob der Motor kalt ist.

Wer sein Auto vor der Besichtigung warm fährt will vllt komische Geräusche verstecken.

Dann nochmal in den Motorraum hören ob da was klappert oder anderweitig seltsam klingt.

Blick auf den Auspuff, blaue Abgase sind Böhse.

Dann Blick durch den Innenraum. Alle klappen öffnen und schauen ob die klappen Klappen

Alle Knöpfe drücken und schauen ob das passiert was passieren soll.

Klima auf sibirischen Winter stellen und Losfahren, wenn's zeitnah kalt wird wieder auf normal stellen, dann ist Klima i.o.

Bei der Probefahrt erstmal langsam anfangen, Fußgängerzonen und Kopfsteinpflaster/Schlaglöcher/Geschwindigkeitsbuckel abfahren und horchen was da klappert.

Irgendwas mit rückwärts fahren einbauen

Mal den zweiten Gang reinlegen und Handbremse anziehen und dann Kupplung kommen lassen. Wenn er aus geht ist gut. Wenn er stehen bleibt und weitertuckert nicht, wenn er losfährt auch nicht.

Schauen ob die Bremsen bremsen, auch die Feststellbremse (nicht gerade alles im Verkehr, sowas geht auch auf dem Vorplatz des Händler, freie Parkplätze oder kleine Seitenstraßen wo man niemanden mit solchen Manövern gefährdet)

Schauen ob das Auto beim Bremsen gerade bleibt

Irgendwas einbauen wo man Mal komplett durchschalten kann.

Auf den Wartungszustand....

von A wie Auspuff bis Z wie Zylinderkofdichtung

aber natürlich vor Allem auch auf Vorschäden

ein nicht 100% ordentlich in Stand gesetzter Parkrempler z.B. wäre für mich kein Auschlusskrterium, wohl aber ein Grund, den Preis ein wenig noch mal zu drücken oder es zumindest zu versuchen.

lg, Anna

Auch einen Unfallschaden fänd ich nicht schlimm solang er ordentlich repariert wurde und der Verkäufer das offen kommuniziert und nachweisen kann.

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@Krabat693

Da bin ich auch mit dabei. man muss dann halt eben wirklich abwägen können, wie viel das auto noch wert ist und wie fachmännisch der unfallschaden nun behoben wurde.

lg, Anna

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je modell davor informieren wo die schwachstellen sind. also wo er gerne rostet und wo er technisch probleme hat. gibt in youtube paar gute videos (z.b. von det müller) wie man sowas wie kupplung, bremsen, radlager usw prüfen kann. natürlich alles lesen wo was steht (servicebuch, ölwechsel usw). alle knöpfe drücken - radio, klima, schiebedach, fensterheber, warnblinkanlage usw... lichter, blinker usw prüfen. allgemein pflegezustand (durchgesessen, abgegriffen, motor gewaschen?).

Woher ich das weiß:Hobby – kein "echter" kfzler - aber viele jahre mit tuning/schrauben

Das kostet ewig Zeit und nervt den Verkäufer

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@Mrsvaccinated

du bist lustig - nicht die katze im sack kaufen, aber trotzdem nur flüchtig drüber schauen oder was? sowas kann man alles bei der probefahrt schauen in 30 min. da muss man weder unters auto nochs sonst was.

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@Mrsvaccinated

Ja so läuft das aber. Die Zeit muss der Verkäufer sich halt nehmen. Kann ja keiner erwarten, dass du innerhalb von einer Minute ein Auto kaufst.

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@Mrsvaccinated

Ich würd ja nichts von einem Autoverkäufer kaufen, der genervt ist, dass ich mir den Wagen mal genauer anschaue.

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@Mrsvaccinated

Und wenn du mit deiner Anschaffung nach 100km in die Werkstatt musst weil die Kupplung durch ist, dann nervt das dich. Also, wessen Nerven sind wohl mehr wert.

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  • Blick in den Motorraum (Schläuche, Kabel, Schellen)
  • Ein Blick auf den Unterboden (Rost)
  • Spiel der Räder (Radlager)
  • und dann natürlich das Offensichtliche wie Lacke, Inneneinrichtung etc

Ich informiere mich vorher in einschlägigen Foren über die üblichen Krankheiten zu dem Modell und dem Motor

Des Weiteren achte ich drauf, daß die Kiste Scheckheft gepflegt ist und frischen TÜV hat und zwar bei nem TÜV-Stationspunkt und nicht aus irgendeiner Werkstatt

Was Du auch machen kannst, wenn Du nen Wagen fest im Auge hast: Gebrauchtswagencheck zB bei der DEKRA, das ist quasi wie ne etwas gründlichere HU

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